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<title>Gyrus celluloid</title> 
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<tagline>&lt;p&gt;Psychologie und Neuroforschung im Film&lt;/p&gt;
</tagline> 
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<copyright>Copyright (c) hanser</copyright> 
  
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 <id>tag:www.brainlogs.de,2009-02-24:641</id>
 <title>And the Oscar goes to?  &quot;Wall-E&quot; (2008)!</title> 
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<dc:subject>
Psyche 
Künstliche Intelligenz 
</dc:subject> 
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 &lt;p&gt;
Als ich am Montagmorgen pflichtbewusst die Liste der diesj&amp;auml;hrigen Oscarpreistr&amp;auml;ger studierte, war mir im Grunde bereits vorher relativ egal, ob nun das M&amp;auml;rchen um den indischen &amp;quot;Wer wird Million&amp;auml;r&amp;quot;-Sieger oder die Visualierung des deutschen Bestsellers &amp;quot;Der Vorleser&amp;quot; das Rennen um die Auszeichnung f&amp;uuml;r den besten Film gemacht hatte. Denn ohne die anderen Kandidaten alle gesehen zu haben, stand f&amp;uuml;r mich fest, dass ein Film nicht in der Auswahl der Nominierten gelandet war, der es wirklich verdient h&amp;auml;tte: Der Pixarstreifen &amp;quot;Wall-E&amp;quot;. Aber klar, wo k&amp;auml;men wir hin, wenn pl&amp;ouml;tzlich Trickfilme f&amp;uuml;r den besten Film in Erw&amp;auml;gung gezogen w&amp;uuml;rden? Ist doch alles Kinderkram, gell?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eben nicht. Beziehungsweise nicht nur. Denn Pixar hat schon immer das Kunstst&amp;uuml;ck geschafft, Filme f&amp;uuml;r alle Altersstufen zu machen. Mal mit dem Schwerpunkt auf dem j&amp;uuml;ngeren Publikum (Cars), mal sogar ausgesprochen f&amp;uuml;r die Jahrg&amp;auml;nge jenseits der Milchzahngrenze (Ratatouille), aber immer konnten Sechsj&amp;auml;hrige genauso wie Sechzigj&amp;auml;hrige den Streifen etwas abgewinnen. Bei Wall-E haben die Pixarleute sich darin nun selbst &amp;uuml;bertroffen: F&amp;uuml;r die Kids ein ulkiger Roboter und coole Raumschiffe, f&amp;uuml;r Teenies eine Love Story und f&amp;uuml;r alle Semester eine manchmal geradezu bei&amp;szlig;ende satirische Kritik an unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Denn unsere Erde ist im Film total verm&amp;uuml;llt, die Menschen haben sich aus dem reichlich herumfliegenden Staub gemacht und eine Schar von Robotern soll den weltweiten Augiasstall ausmisten. Nur dass diese Aufgabe anscheinend zu immens war: Als der Film beginnt, ist nur noch ein einziger Roboter funktionsf&amp;auml;hig, eben Wall-E, der unerm&amp;uuml;dlich den M&amp;uuml;ll zu W&amp;uuml;rfeln presst und diese aufeinandert&amp;uuml;rmt. In den langen Jahren hat die Blechb&amp;uuml;chse auf R&amp;auml;dern sogar so etwas wie Bewusstsein entwickelt und h&amp;auml;lt sich beispielsweise eine Kakerlake als Haustier. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eines Tages wird seine Routine unterbrochen: Eine schick aussehende Sonde landet, um herauszufinden, ob die Erde inzwischen wieder bewohnbar ist. Wall-E verknallt sich prompt in &amp;quot;Eve&amp;quot; (es ist eindeutig eine &amp;quot;Sie&amp;quot;, wie man schon an der Stimmlage ihres elektronischen Piepsens merkt) und folgt ihr zur&amp;uuml;ck zum riesigen Raumschiff &amp;quot;Axiom&amp;quot;, auf dem der Rest der Menschheit seit 700 Jahren auf Kreuzfahrt durchs All ist und dabei ein paar&amp;nbsp; Eigenschaften verloren hat. Etwa die F&amp;auml;higkeit, sich selbst fortzubewegen oder mit anderen direkt zu interagieren. Alle rollen in Hoversitzen herum, mit einem Holobildschirm vor der Nase als einzigem Kommunikationsmittel, und haben die Erde l&amp;auml;ngst vergessen. Wird Wall-E die Menschheit aufr&amp;uuml;tteln k&amp;ouml;nnen und ihre R&amp;uuml;ckkehr auf die Erde bewirken? Wird &amp;quot;Eve&amp;quot; seine Zuneigung erwidern?&amp;nbsp; Haben Disneyfilme ein Happyend? &lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/js/tinymce/plugins/emotions/images/smiley-wink.gif&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Wink&quot; title=&quot;Wink&quot; /&gt; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;br /&gt;
Aus wissenschaftlicher Sicht strotzt der Film nat&amp;uuml;rlich von Unwahrscheinlichkeiten und wilden Fantasien. Die verknallte M&amp;uuml;llpresse ist da nur der Anfang; laut Thomas Metzingers &amp;Uuml;berlegungen &amp;uuml;ber die Entstehung von Robotern mit Bewusstsein mag so etwas ja tats&amp;auml;chlich eines Tages m&amp;ouml;glich sein. Aber es ist wohl etwas optimistisch zu glauben, dass sich die Menschheit so mir nichts dir nichts aus ihrem angenehmen Dahind&amp;auml;mmern herausrei&amp;szlig;en lie&amp;szlig;e; im Zweifel siegt doch immer die Bequemlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Film ge&amp;auml;u&amp;szlig;erte Zivilisationskritik entwertet dies jedoch &amp;uuml;berhaupt nicht. Wenn man mal um sich blickt, sieht man doch tats&amp;auml;chlich oft nur noch v&amp;ouml;llig von der Umwelt abgeschottete Menschen mit Ipod, Handy, Nintendo oder Laptop. Solche technischen Ger&amp;auml;te haben ja bekanntlich eine ungeheure Verf&amp;uuml;hrungskraft, der nur zu oft der direkte zwischenmenschliche Kontakt zum Opfer f&amp;auml;llt &amp;ndash; oder auch &amp;uuml;berhaupt die bewusste Wahrnehmung der Umgebung. Ich jedenfalls habe beschlossen, beim t&amp;auml;glichen Radfahren &amp;uuml;ber die Felder zur Arbeit &amp;ouml;fter mal den MP3-Spieler ausgeschaltet zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Immerhin hat Wall-E den Oscar als bester Trickfilm gewonnen. 
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.brainlogs.de,2008-08-08:500</id>
 <title>Gute Filme, schlechte Filme: Eine Odyssee auf der Suche nach dem ultimative Kriterium</title> 
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Was ist ein guter Film? Nat&amp;uuml;rlich l&amp;auml;sst sich diese Frage hier nicht abschlie&amp;szlig;end beantworten. Das w&amp;auml;re eher Stoff f&amp;uuml;r eine Doktorarbeit, ja sogar eine ganze ...</summary> 
 <author> 
  
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<dc:subject>
Allgemein 
</dc:subject> 
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 &lt;p&gt;
Was ist ein guter Film? Nat&amp;uuml;rlich l&amp;auml;sst sich diese Frage hier nicht abschlie&amp;szlig;end beantworten. Das w&amp;auml;re eher Stoff f&amp;uuml;r eine Doktorarbeit, ja sogar eine ganze wissenschaftliche Karriere &amp;ndash; vorausgesetzt, man kommt dabei der Beantwortung ein St&amp;uuml;ck n&amp;auml;her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber immerhin kann ja jeder f&amp;uuml;r sich selbst &amp;uuml;berlegen und entscheiden, was er oder sie f&amp;uuml;r einen guten Film h&amp;auml;lt beziehungsweise welche Kritierien einem pers&amp;ouml;nlich wichtig sind. Mir stellte sich diese Frage wieder mal, als ich vor ein paar Wochen hier etwas &amp;uuml;ber den vierten Indiana Jones schrieb. Ist das nun ein guter oder ein schlechter Film? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Filmkenner sagt nat&amp;uuml;rlich: Nein, ein guter Film, das ist etwa &amp;bdquo;Der Pate&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Casablanca&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Citizen Kane&amp;ldquo;, nicht so ein Abenteuerbl&amp;ouml;dsinn. Und nat&amp;uuml;rlich hat er damit irgendwo auch Recht &amp;ndash; in Punkto Filmkunst sind diese Beispiele immer noch unerreicht. Doch letztlich h&amp;auml;ngt die Antwort eben auch von den Kriterien ab, die man anlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nebenbemerkung: Die folgenden &amp;Uuml;berlegungen gelten &amp;uuml;brigens f&amp;uuml;r jeden Abenteuer/Action/Unterhaltungsfilm, der arme Indiana Jones muss mir nur als Beispiel herhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwartet man etwa dramatische pers&amp;ouml;nliche Entwicklungen oder tiefe Einblicke in die menschliche Seele, dann ist Indy 4 (wie auch sehr viele andere Hollywood-Blockbuster) ein schlechter Film. Ebenso, falls einem innere Logik ohne Br&amp;uuml;che und abgeschlossene Handlungsstr&amp;auml;nge wichtig sind. Wer viel Wert auf intelligente Dialoge oder hohe Schauspielkunst legt, d&amp;uuml;rfte auch eher entt&amp;auml;uscht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch all das wird von den Filmemachern in diesen F&amp;auml;llen gar nicht angestrebt. Sie wollen einfach gute Unterhaltung bieten. Demnach w&amp;auml;re ein m&amp;ouml;gliches Kriterium folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben die Filmemacher das erreicht, was sie wollten? Wenn ja, k&amp;ouml;nnte man den Film als &amp;bdquo;gut&amp;ldquo; deklarieren, egal ob die Dialoge flach und die Handlung unlogisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nat&amp;uuml;rlich nur ein denkbarer Ansatz. Eine Variation dazu w&amp;auml;re zu schauen, ob ein Film die Anforderungen seines Genres einh&amp;auml;lt. Ein Drama also gute Schauspielerleistungen, eine Kom&amp;ouml;die witzige Dialoge und ein Actionfilm aufregende Verfolgungssequenzen beinhaltet. Behalten Sie das im Hinterkopf, ich komme noch mal darauf zur&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorher m&amp;ouml;chte ich aber noch erw&amp;auml;hnen, dass mir &amp;ndash; um mal wieder Dr. Jones zu bem&amp;uuml;hen &amp;ndash; auffiel, dass gerade eingefleischte &amp;bdquo;Indy&amp;ldquo;-Fans den neusten Teil geradezu verrissen haben, w&amp;auml;hrend andere den Film zwar vielleicht als belanglos, aber doch als nette Unterhaltung empfinden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen haben die Fans vermutlich bewusst oder unbewusst Indy 4 mit den Vorg&amp;auml;ngern verglichen (habe ich ja auch), dabei aber ihre eigene pers&amp;ouml;nliche Entwicklung au&amp;szlig;er Acht gelassen. Sprich, wenn 1980 der erste Indy-Film einen F&amp;uuml;nfzehnj&amp;auml;hrigen tief beeindruckt hat, ruft Teil 4 28 Jahre sp&amp;auml;ter bei dem inzwischen &amp;uuml;ber 40-J&amp;auml;hrigen wohl kaum dieselben Empfindungen hervor. Zudem h&amp;auml;tte vermutlich selbst Teil 1, w&amp;auml;re er erst 2008 herausgekommen, bei dem kurz vor der Midlife Crisis stehenden kaum den selben Eindruck hinterlassen wie es 1980 bei dem Teenager m&amp;ouml;glich war &amp;ndash; sowohl das Alter des Individuums als auch die Zeitumst&amp;auml;nde &amp;uuml;berhaupt sind eben ganz andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergo: Was als guter Film gilt, h&amp;auml;ngt auch davon ab, wann er im Kino gelaufen ist, wie alt der Betrachter heute ist und in welchem Alter er den Film zum ersten Mal gesehen hat. Damit wird die ganze Sache allerdings wieder arg subjektiv. Vielleicht gibt es ja auch noch objektivere Kriterien. Das bringt mich zu dem &amp;bdquo;Zum anderen&amp;ldquo;, auf das Sie seit zwei Abs&amp;auml;tzen schon warten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen haben sich die Indiana Jones Filme ver&amp;auml;ndert, und jetzt kommt wieder die Frage nach der Einhaltung der Regeln des Genres ins Spiel. Die ersten beiden Teile waren reinrassige Abenteuerfilme: Eine Actionssequenz folgt der anderen, dazwischen gerade soviel Verschnaufpausen, dass man nicht erm&amp;uuml;det. Die Charaktere sind Nebensache, man erf&amp;auml;hrt &amp;uuml;ber ihre Vergangenheit nur das absolut notwendigste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Teil 3 (Der letzte Kreuzzug) &amp;auml;nderte sich das. Um es etwas b&amp;ouml;sartig zu formulieren, kam ein Seifenoperelement dazu: Man lernt &amp;uuml;ber wichtige Ereignisse in Indys Jugend, trifft seinen Vater, erf&amp;auml;hrt von der gespannten Beziehung der beiden. Nat&amp;uuml;rlich gibt es immer noch die obligatorischen Actionsequenzen, aber sie werden quasi verw&amp;auml;ssert durch dieses &amp;bdquo;st&amp;ouml;rende&amp;ldquo; menschliche Element. So sehe ich es jedenfalls, andere m&amp;ouml;gen das als inhaltliche Aufwertung wahrnehmen. Teil 4 f&amp;uuml;hrt &amp;uuml;brigens die Soap Opera munter weiter (Indys Sohn, die ehemalige Geliebte etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man k&amp;ouml;nnte jetzt also versuchsweise den Schluss ziehen, dass ein Kriterium f&amp;uuml;r einen guten Film ist, dass er nicht versucht, die Grenzen seines Genres zu &amp;uuml;berschreiten. Allerdings gibt es dazu Ausnahmen: Gerade einige der besten und originellsten Filme &amp;uuml;berhaupt halten sich &amp;uuml;berhaupt nicht daran. Es geh&amp;ouml;rt aber schon ein besonderes Geschick der Filmemacher dazu, die disparaten Elemente so zu jonglieren, dass am Ende eine runde Sache dabei herauskommt, und das klappt wohl auch nicht bei jedem Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also &amp;ndash; wie abzusehen &amp;ndash; nicht so einfach, dem R&amp;auml;tsel des guten Films auf die Spur zu kommen. Kompliziert wird die Sache noch dadurch, dass es Filme gibt, deren hohe Kunstfertigkeit man neidlos anerkennt, die einen pers&amp;ouml;nlich aber schlicht kalt lassen. Mit geht es so etwa mit &amp;bdquo;Citizen Kane&amp;ldquo; und den meisten Kubrick-Filmen. Au&amp;szlig;erdem gibt es dann noch Filme, die eigentlich toll sind, aber durch einen Megapatzer getr&amp;uuml;bt werden, sowie umgekehrt an sich schlechte Filme, die eine wahrhaft brillante Sequenz enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht, es f&amp;uuml;hrt alles zu nichts. Letztlich f&amp;auml;llt man doch immer nur auf jenes letzte, minimalste, rein subjektive, intellektuell unbefriedigende Kriterium zur&amp;uuml;ck, von dem aus man urspr&amp;uuml;nglich seine Reise zur Erkundung der Ma&amp;szlig;st&amp;auml;be f&amp;uuml;r einen guten Film gestartet hat: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Film ist ein Film, der mir pers&amp;ouml;nlich gef&amp;auml;llt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne hier noch meine ganz pers&amp;ouml;nliche Auswahl besonders guter Filme &amp;ndash; was auch immer das bedeuten mag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lawrence of Arabia&lt;br /&gt;
The Shawshank Redemption (Die Verurteilten)&lt;br /&gt;
The Princess Bride (Die Braut des Prinzen)&lt;br /&gt;
Schindler`s List&lt;br /&gt;
Mononoke Hime (Prinzessin Mononoke)&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.brainlogs.de,2008-06-20:457</id>
 <title>Mayas, Hirntumore und fliegende Bäume: „The Fountain“ (2006)</title> 
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 <modified>2008-06-20T16:19:10+02:00</modified> 
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 <created>2008-06-20T16:19:10+02:00</created> 
 <summary type="text/plain"> Endlich einmal ein Film, der (unter anderem) von Wissenschaft handelt und dabei keinen absoluten Unsinn verzapft! Wir kennen das ja alle: Hollywood nimmt sich das Thema Forschung ins Visier, und ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>hanser</name> 
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<dc:subject>
Medizin 
</dc:subject> 
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 &lt;p&gt;Endlich einmal ein Film, der (unter anderem) von Wissenschaft handelt und dabei keinen absoluten Unsinn verzapft! Wir kennen das ja alle: Hollywood nimmt sich das Thema Forschung ins Visier, und heraus kommt so ziemlich alles zwischen fantastischer Spekulation und schlicht falschen Tatsachen. Hier bleiben die Filmemacher wohltuend auf dem Teppich: Der Wissenschaftler sch&amp;uuml;ttelt keine sofortige Wunderheilung aus dem &amp;Auml;rmel, die Forschung erscheint als jenes langwierige, m&amp;uuml;hsame, oft frustrierende Gesch&amp;auml;ft, das sie ja auch ist. Insgesamt vermittelt der Film also ein durchaus realistisches Bild, auch wenn ein Experte sicher Details finden wird, die so nicht ganz stimmen. Vielleicht hat es ja geholfen, dass der Drehbuchautor Ari Handel selbst Neurowissenschaftler ist und zuvor acht Jahre lang an der New York University &amp;uuml;ber das Gehirn von Rhesusaffen geforscht hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um was es geht? Schwierig, das in wenigen S&amp;auml;tzen zu sagen, denn der Film spielt auf drei Ebenen. Der Kernhandlungsstrang betrifft die Suche eines Forschers, Tommy Creo, nach einem neuen Mittel gegen Hirntumore. Er ist dabei nicht nur von seinem beruflichen Ehrgeiz getrieben, sondern von der Tatsache, dass seine geliebte Frau Izzi unter einem solchen leidet und nicht mehr lange zu leben hat. Zwar erzielt er einen entscheidenden Durchbruch, als er einen Extrakt aus einem s&amp;uuml;damerikanischen Baum testet, doch f&amp;uuml;r Izzi kommt dieser zu sp&amp;auml;t.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Izzi wiederum hat die letzten Monate ihres Lebens damit verbracht, einen Roman zu schreiben mit dem Titel &amp;bdquo;The Fountain&amp;ldquo;. Er spielt im 16. Jahrhundert und dreht sich um eine Expedition eines Spaniers nach S&amp;uuml;damerika, wo dieser im Auftrag der spanischen K&amp;ouml;nigin den biblischen Baum des Lebens sucht. Bevor Izzi stirbt, gibt sie Tommy das Buch zu lesen und bittet ihn, das letzte, noch fehlende Kapitel zu schreiben. Die Handlung dieses Buchs ist die zweite Ebene des Films, wobei derselbe Hauptdarsteller, Hugh Jackson, sowohl Tommy als auch den spanischen Entdeckungsfahrer spielt &amp;ndash; ebenso wie Izzi und die spanische K&amp;ouml;nigin von Rachel Weisz dargestellt werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schlie&amp;szlig;lich gibt es noch die dritte Ebene, die am r&amp;auml;tselhaftesten wirkt: Wiederum ist Hugh Jackson zu sehen, doch ist er jetzt kahlgeschoren und sitzt in einer gro&amp;szlig;en Seifenblase, die durchs Weltall fliegt &amp;ndash; zusammen mit einem alten Baum. Einige R&amp;uuml;ckblenden auf Szenen zwischen Tommy und Izzi lie&amp;szlig;en mich vermuten, dass hier das Seelenleben von Tommy bildlich dargestellt werden soll, doch als ich danach ein bisschen recherchierte, stellte ich fest, dass diese Sequenzen eigentlich als in der Zukunft spielend gedacht sind. Das kommt aber irgendwie nicht so richtig heraus und stellt f&amp;uuml;r mich den einzigen Schwachpunkt des ansonsten sehr gelungenen Films dar. Wenigstens kann man sich in diesen &amp;bdquo;Zukunfts&amp;ldquo;-Sequenzen an eindrucksvollen Bildern erfreuen, die zur Abwechselung mal nicht am Computer, sondern mithilfe von Makroaufnahmen chemischer Farbreaktionen entstanden sind. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztlich geht es bei der Geschichte um den Umgang mit dem Lebensende und den mystischen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt, der in allen drei Filmebenen durchlaufen wird und f&amp;uuml;r den symbolisch der Baum (des Lebens) steht. Fazit: Ein wundersch&amp;ouml;ner, ein wenig trauriger Film, der einen bleibenden Eindruck hinterl&amp;auml;sst.&lt;/p&gt; 
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 <id>tag:www.brainlogs.de,2008-05-28:436</id>
 <title>Hirnloses Kino vom Feinsten: „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (2008)</title> 
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 <modified>2008-05-28T10:21:46+02:00</modified> 
 <issued>2008-05-28T10:21:46+02:00</issued> 
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 <summary type="text/plain"> So, jetzt habe ich also auch den neuesten Indiana Jones gesehen. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Nein, so gut wie der erste Film (&amp;bdquo;J&amp;auml;ger des verlorenen Schatzes&amp;ldquo;, 1981) ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>hanser</name> 
 <url>http://www.brainlogs.de/blogs/blog/gyrus-celluloid</url> 
</author> 
<dc:subject>
Aliens 
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 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/gyrus-celluloid"> 
 &lt;p&gt;So, jetzt habe ich also auch den neuesten Indiana Jones gesehen. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Nein, so gut wie der erste Film (&amp;bdquo;J&amp;auml;ger des verlorenen Schatzes&amp;ldquo;, 1981) ist er nicht, aber allemal besser als der ziemlich schwache dritte Teil (&amp;bdquo;Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, 1989; siehe dazu auch mein Blogbeitrag &amp;bdquo;Der Fluch des dritten Teils&amp;ldquo;). Vor allem war es ein gro&amp;szlig;er, kindischer Spa&amp;szlig;. Man darf die Sache nur ja nicht ernst nehmen &amp;ndash; aber diese Bedingung galt ja auch f&amp;uuml;r die Vorg&amp;auml;ngerfilme. Wer den Film &amp;uuml;brigens noch nicht gesehen hat, sollte jetzt besser aufh&amp;ouml;ren zu lesen und weiterklicken &amp;ndash; jetzt kommen &amp;bdquo;Spoiler&amp;ldquo;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Noch dabei? OK. Nat&amp;uuml;rlich muss ich hier dazu gleich ein paar Zeilen schreiben, fungiert doch, wenn nicht das Gehirn selbst, so zumindest der das Gehirn umh&amp;uuml;llende Knochen, der Sch&amp;auml;del, als zentraler Aspekt der etwas verworrenen Handlung &amp;ndash; ja sogar als Teil des wahrhaft eindrucksvoll klingenden Titels. Sagen Sie den Titel mal laut, dann verstehen Sie, was ich meine.&lt;br /&gt;Zur&amp;uuml;ck zum Sch&amp;auml;del. Offenbar hat der starke Kr&amp;auml;fte, so etwa die der psychischen Beeinflussung bis hin zur v&amp;ouml;lligen Unterwerfung. Das hoffen zumindest die russischen Agenten, die hier die Nazis als B&amp;ouml;sewichte vom Dienst abl&amp;ouml;sen. Angeblich hat ja Stalin tats&amp;auml;chlich versucht, unter anderem auch mit parapsychologischen Methoden der Weltherrschaft n&amp;auml;her zu kommen, so wie vor ihm auch Hitler. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Neurobiologe wird nun sagen: Wie soll das gehen, wenn doch das Gehirn fehlt und nur toter Knochen bzw. Kristall &amp;uuml;brig geblieben ist. Aber vielleicht hatten diese r&amp;auml;tselhaften Wesen ja gar kein Gehirn in unserem Sinne, sondern &amp;bdquo;dachten&amp;ldquo; mit ihrem Skelett? Schlie&amp;szlig;lich scheinen sie ja immer noch funktionsf&amp;auml;hig zu sein &amp;ndash; solange nur alle 13 zusammen sind: Kaum ist der letzte Sch&amp;auml;del endlich zur&amp;uuml;ckgekehrt, packen die Aliens ihre Koffer und machen sich auf die Heimreise in eine andere Dimension. Eine Schwarmintelligenz also, wie es im Film hei&amp;szlig;t? Wohl eher nicht, bei einem so kl&amp;auml;glichen Schw&amp;auml;rmchen von gerade mal einem guten Dutzend Individuen. Zumal das Konzept der &amp;bdquo;Schwarmintelligenz&amp;ldquo; auch so seine Probleme hat, wie meine Kollegin Katja Schwab in ihrem Blog am 20.5. deutlich machte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich tippe da doch eher auf eine physikalische Konstruktion: Die R&amp;uuml;ckgabe des letzten Sch&amp;auml;dels schlie&amp;szlig;t einen Schaltkreis, der dann eine Kettenreaktion ausl&amp;ouml;st. Warum und wozu bleibt zwar auch da offen, aber man muss ja nicht alles verstehen, schon gar nicht im Kino. Und vor allem nicht bei einem Indiana Jones Film. Fazit: Besser nicht weiter dr&amp;uuml;ber nachdenken und statt dessen es den Kristallsch&amp;auml;delwesen nachmachen: Das Gehirn au&amp;szlig;er Betrieb nehmen und 2 Stunden Popcornkino pur genie&amp;szlig;en.&lt;/p&gt; 
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 <id>tag:www.brainlogs.de,2008-03-14:375</id>
 <title>Wir sind nicht allein: „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977/1980/1997)</title> 
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 <created>2008-03-14T16:51:08+01:00</created> 
 <summary type="text/plain">Vor 30 Jahren k&amp;uuml;ndigte der Satz &amp;bdquo;Wir sind nicht allein!&amp;ldquo; auf den Kinoplakaten einen Science-Fiction-Film an, der Steven Spielberg endg&amp;uuml;ltig zum Superstar unter den ...</summary> 
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Aliens 
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 Vor 30 Jahren k&amp;uuml;ndigte der Satz &amp;bdquo;Wir sind nicht allein!&amp;ldquo; auf den Kinoplakaten einen Science-Fiction-Film an, der Steven Spielberg endg&amp;uuml;ltig zum Superstar unter den Regisseuren aufsteigen lie&amp;szlig; &amp;ndash; und ihn die n&amp;auml;chsten zwei Jahrzehnte immer wieder besch&amp;auml;ftigte: &amp;bdquo;Unheimliche Begegnung der dritten Art&amp;ldquo;.&lt;p&gt;Von Anfang an stand der Streifen ein wenig im Schatten des einige Monate zuvor gelaufenen &amp;bdquo;Krieg der Sterne&amp;ldquo; (&amp;bdquo;Star Wars&amp;ldquo;), der schon allein auf Grund seines ungeheuren finanziellen Erfolgs, aber auch wegen der zuvor nie gesehenen Spezialeffekte Kinogeschichte geschrieben hatte. Doch schon bald gewann CE3K, wie der Film von seinen Anh&amp;auml;ngern genannt wurde (Abk&amp;uuml;rzung f&amp;uuml;r den Originaltitel &amp;bdquo;Close Encounters of the Third Kind&amp;ldquo;), eine begeisterte Fangemeinde. In ihm beschreibt Regisseur und Drehbuchautor Spielberg, wie Ufos die Erde besuchen. &amp;Uuml;ber verschiedene Kommunikationsmethoden wie Tonfolgen und Zahlengruppen kommt schlie&amp;szlig;lich der direkte Kontakt zwischen Menschen und Aliens zu Stande, und schlie&amp;szlig;lich darf ein Auserw&amp;auml;hlter, der kleinst&amp;auml;dtische Normalb&amp;uuml;rger und Familienvater Roy Neary, in dem Raumschiff mit in die Weiten des Weltalls davonfliegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;CE3K steht in der Tradition der Alien-Invasions-Filme der 1950er Jahre. Doch w&amp;auml;hrend dort die &amp;Auml;ngste des Kalten Krieges in Gestalt eroberungsw&amp;uuml;tiger Au&amp;szlig;erirdischer auf die Leinwand projiziert wurden, fragte sich Spielberg: W&amp;uuml;rden hochentwickelte, intelligente Lebewesen wirklich Millionen von Lichtjahren zu uns reisen, nur um sich dann wie die Elefanten im Porzellanladen aufzuf&amp;uuml;hren? W&amp;auml;ren sie nicht eher an einer freundschaftlichen Kontaktaufnahme interessiert? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwar hatte dieser Ansatz durchaus Vorl&amp;auml;ufer in der Kinogeschichte, etwa den ber&amp;uuml;hmten Film &amp;bdquo;Der Tag, an dem die Erde stillstand&amp;ldquo; von Robert Wise aus dem Jahre 1951, aber diese waren Ausnahmen und kommerziell meist wenig erfolgreich. CE3K hingegen erwies sich als au&amp;szlig;erordentlicher Kassenerfolg und zementierte Spielbergs Ruf eines Kino-Wunderkinds mit goldenen H&amp;auml;ndchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wobei der Starregisseur letztere anscheinend nicht so recht von seinem Ufo-Film lassen konnte: Schon drei Jahre sp&amp;auml;ter kam die &amp;bdquo;Special Edition&amp;ldquo; ins Kino, eine neue Fassung, f&amp;uuml;r die Spielberg einerseits ein paar neue Szenen drehte, andererseits auch einige Sequenzen herausnahm oder k&amp;uuml;rzte. So erhielt nun das durch Nearys zunehmende Ufo-Obsession ausgel&amp;ouml;ste Auseinanderbrechen seiner Familie gr&amp;ouml;&amp;szlig;eres Gewicht. In einer der neuen Szenen schl&amp;auml;gt Nearys Frau gar eine Familientherapie vor. Diese ver&amp;auml;nderte Sensibilit&amp;auml;t ist wohl ein Resultat der pers&amp;ouml;nlichen Entwicklung Spielbergs. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch auch schon in der Grundstruktur der Geschichte stecken einige autobiografische Elemente: So ist die weibliche Hauptfigur Jillian alleinerziehende Mutter, und Roy Neary verl&amp;auml;sst letztlich Frau und Kinder, um mit den Aliens davonzufliegen. Beides d&amp;uuml;rfte von Spielbergs eigenen Erfahrungen inspiriert worden sein, da sich seine Eltern scheiden lie&amp;szlig;en, als Steven 14 Jahre alt war. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute w&amp;uuml;rde der Regisseur diesen Film so nicht mehr drehen, gab Spielberg in einem Interview von 1997 zu. Als Vater von inzwischen sieben Kindern w&amp;uuml;rde er inzwischen erkennen, wie naiv und voll blindem Optimismus er damals gewesen sei. Eine sympathische Hauptfigur darzustellen, die bedenkenlos die eigene Familie zur&amp;uuml;ckl&amp;auml;sst, um seinen Tr&amp;auml;umen zu folgen, k&amp;auml;me f&amp;uuml;r ihn nicht mehr in Frage. Im diesem Jahr stellte Spielberg auch die dritte und letzte Fassung des Films fertig, den &amp;bdquo;Director&amp;acute;s Cut&amp;ldquo;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer die drei Fassungen selbst vergleichen will, hat jetzt die M&amp;ouml;glichkeit dazu. Neben einer 3-DVD-Box ist CE3K auch auf Blu-ray Disc in HDTV-Qualit&amp;auml;t erschienen &amp;ndash; der erste Spielbergfilm auf einem hochaufl&amp;ouml;senden Medium, sprich in Quasi-Kinoqualit&amp;auml;t. Doch gleichg&amp;uuml;ltig welche der drei Versionen man betrachtet: &amp;bdquo;Unheimliche Begegnung der dritten Art&amp;ldquo; ist keineswegs ein perfekter Film. Selbst wenn man die Existenz von Ufos und Aliens einmal grunds&amp;auml;tzlich akzeptiert, kracht es manchmal geh&amp;ouml;rig im Logik-Geb&amp;auml;lk. Warum entf&amp;uuml;hren etwa die Au&amp;szlig;erirdischen den kleinen Barry in einer furchteinfl&amp;ouml;&amp;szlig;enden Sequenz, die dem &amp;bdquo;Exorzist&amp;ldquo; alle Ehre machen w&amp;uuml;rde, und nehmen kaltbl&amp;uuml;tig die Verzweiflung seiner Mutter in Kauf, wo sie doch uns Menschen nichts B&amp;ouml;ses wollen? Wieso spielen in der N&amp;auml;he eines Ufos alle elektrischen Ger&amp;auml;te verr&amp;uuml;ckt (selbst batteriebetriebene!), aber am Ende funktionieren s&amp;auml;mtliche Kameras tadellos? Was hat es mit den drei ganz unterschiedlichen Typen von Aliens auf sich, die nacheinander aus dem Raumschiff kommen? Die Liste lie&amp;szlig;e sich fortsetzen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztlich ordnen sich diese Details demselben Ziel unter, dem auch die anfangs beschriebene dramatisch gestaltete Er&amp;ouml;ffnungssequenz dient: Sie sollen die Zuschauer auf einer sinnlichen statt einer intellektuellen Ebene ansprechen und sie v&amp;ouml;llig in die Geschichte hinein saugen. Und diese Aufgabe erf&amp;uuml;llt der Film auch blendend, selbst heute noch &amp;ndash; trotz 30 Jahren Abstumpfung der Kinog&amp;auml;nger durch unz&amp;auml;hlige, sich gegenseitig &amp;uuml;bertrumpfende Spezialeffektorgien. Hier zeigt sich Spielbergs Meisterschaft der emotionalen Manipulation. Er schafft es wie kaum ein anderer, das Publikum zu fesseln und zu faszinieren. Dass die Logik dabei gelegentlich zu kurz kommt, ist der Preis, den ein &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigendes Filmerlebnis manchmal fordert. Im Falle von &amp;bdquo;Unheimliche Begegnung der dritten Art&amp;ldquo; bin ich gerne bereit, ihn zu zahlen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachtrag: Hier noch ein paar selbstgemachte Fotos von der Leinwand, die vielleicht einen kleinen optischen Eindruck vermitteln k&amp;ouml;nnen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a id=&quot;res_55&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0058.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0058.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_57&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0062.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0062.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_58&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0063.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0063.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_59&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0064.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0064.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_60&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0068.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0068.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_61&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/61-DSCI0069.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/61-DSCI0069.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_63&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0071.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0071.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a id=&quot;res_64&quot; href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/DSCI0072.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/gallery/3/previews-med/DSCI0072.JPG&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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