brainlogs WIRKLICHKEIT

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20. März 2008, 17:15

In meinem letzten Beitrag zur Kategorie "Erkenntnistheorie" (Mary und die Osculogie) hatte ich anhand eines Gedankenexperiments zu verdeutlichen versucht, dass das überpersönliche Wissen über ein bestimmtes Phänomen und die persönliche Erfahrung desselben Phänomens zwei unterscheidbare Weisen des Zugangs zur Wirklichkeit dieses Phänomens darstellen. Diese Unterscheidung muss nun noch entscheidend tiefer geführt werden. (weiter)

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Mary und die Osculogie

12. Dezember 2007, 18:25

Mary Smith ist eine brillante, ja perfekte Wissenschaftlerin. Ihr Spezialgebiet ist die Lehre vom Küssen, die Osculogie. Mary hat diese Wissenschaft begründet und sogleich zur Vollendung geführt. Alles, was man überhaupt jemals über das Küssen wissen kann – Mary weiß es. Sie kennt die Muskelphysiologie die Lippen, die Endokrinologie und Biochemie der Hormonausschüttungen, die Neurophysiologie der motorischen Ansteuerung aller beteiligten Muskeln sowie der sensorischen Verarbeitung aller sinnlichen Reize beim Küssen. Aber nicht nur das: Mary kennt auch die Kultur-, Film-, Literatur- und Kunstgeschichte des Kusses. (weiter)

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Erkennen

14. November 2007, 09:22

Für die Theologie ist es von besonderer Bedeutung zu verstehen, wie wir uns der Wirklichkeit annähern; denn Wirklichkeit ist ein theologischer Zentralbegriff, letztlich (und richtig verstanden) ein Synonym für Gott. Offensichtlich entscheidet die Erkenntnistheorie auch über das Verhältnis von Wissenschaft und Theologie bzw. allgemeiner von Wissen und Glauben. Die Theologie kann überraschenderweise eine philosophische Erkenntnistheorie in entscheidenden Aspekten erweitern und letztlich begründen.

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