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Weiß, aber nicht unbeschrieben - Modifikationen der weißen (Gehirn-)Substanz durch Training

05. Januar 2010, 20:23

Gehirnjogging und Geschicklichkeitsspiele regen – zumindest behauptet es der Volksmund – unsere grauen Zellen an. Für gewöhnlich bezieht sich dieser Ausspruch auf unser Gehirn im Allgemeinen. Schaut man sich das Ganze allerdings ein wenig genauer an, stellt man fest, dass nicht alles grau in grau ist in unserem Oberstübchen. Vielmehr lassen sich in den meisten Strukturen des Zentralnervensystems Regionen, die Nervenzellkörper (Somata) enthalten von solchen, die keine Zellkörper sondern lediglich Nervenzellfortsätze (Dendriten und Axone) enthalten, unterscheiden. Aufgrund des schon im unbehandelten Zustand erkennbaren Unterschieds der Färbung dieser beiden Regionen, nennt man erstere Bereiche allgemein graue Substanz, während man letztere als weiße Substanz bezeichnet. Je nachdem welche Region oder Struktur des Zentralnervensystems wir betrachteten, verändern sich zwar die Formen der Schichten, aber die Schichtung bleibt nahezu überall erhalten. (weiter)

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Vorsicht Lawine - Entwicklung führt zur Veränderung der räumlich-zeitlichen Dynamik des Gehirns

27. Oktober 2009, 14:20

Die frühen Stadien der Hirn-Entwicklung sind durch die Differenzierung von Nervenzellen, die Bildung neuer Synapsen und das Auftreten spontaner elektrischer Aktivitätsmuster charakterisiert. Im reifen Gehirn ist die räumlich-zeitliche Dynamik solcher Aktivitätsmuster ein wichtiges Merkmal der neuronalen Informationsverarbeitung. Über die Dynamik und die Funktion dieser spontanen Aktivitätsmuster in der frühen Entwicklung ist bisher allerdings nur wenig bekannt. Vor etwa einem Jahr haben Forscher am National Institute of Mental Health (NIMH) in den USA gezeigt, dass sich die Dynamik dieser spontanen Aktivitätsmuster in den zwei ersten Wochen nach der Geburt stark verändert und zunehmend einer (neuronalen) Lawine gleicht.  (weiter)

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Gamma-Oszillationen - Interneurone geben den Takt an

23. Juni 2009, 13:49

Ein zentrales Thema unserer bisherigen Blog-Beiträge ist die synchrone, oszillatorische Aktivität von Neuronenpopulationen im Gehirn. Wie bereits früher beschrieben, stellt neuronale Synchronisation einen potentiellen Mechanismus zur Koordination räumlich getrennter, neuronaler Netzwerke dar. Sie ist also immer dann von Bedeutung, wenn Cortex-Areale zusammen arbeiten. Experimentell konnte gezeigt werden, dass ein breites Spektrum von Hirnfunktionen mit neuronalen Synchronisationsprozessen in spezifischen Frequenzbereichen einher geht. Insbesondere Wahrnehmungsprozesse stehen in direkter Verbindung mit neuronaler Aktivität im sogenannten Gamma-Frequenzbereich bei 40 Hz. Bislang konnte lediglich vermutet werden, dass diese Gamma-Oszillationen corticaler Schaltkreise durch die synchronisierende Aktivität von Interneuronen in der Hirnrinde ermöglicht werden. (Hier noch einmal der weiterführende Link zu scholarpedia.org(weiter)

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Molekularer Brückenschlag: Entwicklung im Primatenhirn liefert wichtige Hinweise für das Verständnis von Entwicklungsprozessen beim Menschen

30. April 2009, 12:09

Die Annahme die Entwicklung des Gehirns sei im Erwachsenenalter bereits vollendet, wird seit einigen Jahren durch eine wachsende Anzahl von Befunden aus der Hirnforschung zunehmend in Frage gestellt. Die Ergebnisse empirischer Studien weisen darauf hin, dass die Entwicklung des Gehirns bis ins Erwachsenenalter hineinreicht.

Ein aktueller Nachweis für späte Entwicklungsprozesse wird demnächst von David Louis und Kollegen in der Fachzeitschrift “Biological Psychiatry” veröffentlicht. Im Rahmen einer Querschnittsuntersuchung konnten die Forscher von der Universität Pittsburgh nachweisen, dass die Entwicklung des Verhältnisses zwischen α1 und α2 Untereinheiten innerhalb der GABAA-Rezeptoren im dorsolateralen prefrontalen Kortex (DLPFC) von Primaten erst im Erwachsenalter abgeschlossen ist. (weiter)

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Interdisziplinär: Biochemie trifft Neurophysiologie in der Alzheimerforschung

22. März 2009, 19:38

ResearchBlogging.org Die senile Demenz vom Alzheimer Typ wurde 1907 erstmals durch Alois Alzheimer beschrieben und stellt mit weltweit ca. 24 Millionen Erkrankten die häufigste aller Demenzerkrankung dar. Trotz dieser hohen Prävalenz und einem äußerst aktiven Forschungsfeld, ist die Ätiologie dieser Pathologie, auch 100 Jahre nach ihrer Erstbeschreibung noch ungeklärt. (weiter)

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