brainlogs Psychologie des Alltags

Über die Wirkung von Stimme und Sprache

03. Februar 2010, 15:44

Der Büchermarkt ist voll von Ratgebern zur persönlichen Weiterentwicklung. Goldene Strategien und Praxistipps in Beruf und Alltag versprechen den Erfolg und taugen mit ihren Floskeln und Formeln wenig. Der Titel von Hartwig Eckerts Buch "Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden?" lehnt sich an einen bekannten Werbeslogan an, der bereits in allen möglichen Varianten in den Medien breitgetreten wurde. Der Untertitel "Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikation" ließ ebenfalls in Anbetracht der Masse an Ratgebern mit ähnlichem Titel nichts Gutes erwarten. ... (weiter)


Rezension zu „Sprechen Sie noch oder werden Sie schon verstanden? Persönlichkeitsentwicklung durch Kommunikation“ von Hartwig Eckert (2010), München: Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co KG, 219 Seiten.

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In guten wie in schlechten Zeiten

05. Januar 2010, 19:03

In seinem vierten Buch „Lob der Vernunftehe“ schreibt der Systemiker und Psychologe Arnold Retzer über realistische und unrealistische Erwartungen in der Ehe. Seine „Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe“ beinhaltet die Gedanken eines Paartherapeuten, der seine Klienten sehr gut kennt und eines Ehemanns, der bereits 22 Jahre verheiratet ist. ... (weiter)


Rezension zu „Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe“ von Arnold Retzer (2009), Frankfurt/Main: S. Fischer Verlag GmbH, 298 Seiten.



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Zwischen Wissenschaft und Spiritualität

21. Dezember 2009, 14:08

"Gibt es ein Leben nach dem Tod?" und "Was ist Bewusstsein?" sind die zentralen Fragen im Buch "Endloses Bewusstsein" von dem niederländischen Kardiologen Pim van Lommel. Er gibt anhand seiner Forschung über Nahtoderfahrungen (NTE) Antworten, die sich im Spannungsfeld von Wissenschaft und Spiritualität bewegen.

Van Lommel und seine Kollegen veröffentlichten im Dezember 2001 in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" ihre Studie über NTE, die als erste prospektiv angelegte Längsschnittuntersuchung weltweit mediale Aufmerksamkeit erfuhr. Eine NTE ist definiert als ein außergewöhnlicher Bewusstseinszustand, der nach einem lebensbedrohlichen Ereignis, zum Beispiel einem Herzstillstand mit erfolgreicher Reanimation, auftritt und typische Elemente wie die Erfahrung eines Tunnels, eines Lichts, eines Lebensfilms, der Begegnung mit Verstorbenen oder der außerkörperlichen Wahrnehmung der eigenen Reanimation enthält. ... (weiter)


Rezension zu Pim van Lommel: "Endloses Bewusstsein" (2009), Düsseldorf: Patmos Verlag GmbH & Co. KG, 456 Seiten



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Trial and Error

17. Oktober 2009, 21:53

Wo der Mensch ist, da sind Fehler. Autounfälle gehen zu 90 Prozent auf menschliches Versagen zurück und enden häufig mit einem Anruf bei der Krakenversicherung. So wie das Fehlen eines einzigen Buchstabens das ganze Wort entstellt, können kleine Fehler zu großen Katastrophen führen. Besonders dann, wenn wir die Fehler übersehen - oder rufen Sie bei einer Krakenversicherung an? Dass uns die Details entgehen, hat aber nicht nur Nachteile. Indem wir sie vernachlässigen, sind wir in der Lage innerhalb einer Zehntelsekunde den Kern einer Situation zu erfassen. Das Problem ist nur: Wir glauben nicht daran, etwas übersehen zu haben. ... (weiter)


Rezension zu „Lechts oder rinks. Warum wir Fehler machen“ (2009) von Joseph T. Hallmann. München: Ariston Verlag. 256 Seiten



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Erinnern und Vergessen

23. September 2009, 14:04

„Mach’ Dir keine Sorgen, wenn Du den Autoschlüssel verlegt hast – bedenklich wird es erst, wenn Du nicht mehr weißt, wofür der eigentlich gut ist.“ Genauso anschaulich wie diese Daumenregel berichtet Sue Halpern in ihrem Buch „Memory“ über die neuesten Spuren auf der Suche nach dem Gedächtnis. Der Leser begleitet sie auf ihrer Erkundungstour quer durch die Büros und Laboratorien der Forscher und lernt nebenbei die unterschiedlichen Ansätze der Gedächtnisforschung kennen. ... (weiter)


Rezension zu: „Memory - Neues über unser Gedächtnis" (2009) von Sue Halpern, München: Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG. 259 Seiten.



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Wissenschaft im Krimi

15. August 2009, 11:29

Mit „Kritik der mörderischen Vernunft“ von Jens Johler und „Der fremde Wille“ von Schulte von Drach sind in diesem Jahr zwei sehr gute Wissenschaftsthriller auf dem deutschen Buchmarkt gelandet. Beide Bücher bewegen sich im Spannungsfeld der Debatte um Determinismus und Willensfreiheit. (weiter)

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Begabung und Übung

16. Juli 2009, 21:36

"Das Publikum liebt Erzählungen über befähigte Menschen", schreibt Werner Siefer in seinem zweiten Buch "Das Genie in mir". Da hat er Recht. Bekommen so genannte Genies ihre besondere Befähigung schon in die Wiege gelegt, oder zeichnen sie sich durch ihren außerordentlichen Fleiß aus? Die Antworten bewegen sich im Spannungsfeld der Nature-Nurture-Debatte. Und so interessant sich die Biografien vieler Genies lesen, so langweilig ist die Antwort darauf, wie ihre herausragenden Leistungen möglich wurden: üben, üben und nochmals üben. (weiter)

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Gefangen im Dschungel

23. Juni 2009, 20:42

Im Februar 2002 entführten FARC-Rebellen (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) Clara Rojas und ihre Freundin und Kollegin Ingrid Betancourt und hielten beide sechs Jahre im kolumbianischen Dschungel gefangen. Die beiden Frauen waren auf der Reise in den unsicheren Süden Kolumbiens, um für ihre Partei Oxigeno Verde Wahlkampf zu machen. Sie kamen nie dort an. ... weiter


Rezension zu „Ich überlebte für meinen Sohn“ von Clara Rojas (2009) München: Blanvalet Verlag, 285 Seiten. 



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Psychologie im Krankenhaus

08. Juni 2009, 11:10

Das kooperative Verhalten des Patienten ist im Rahmen einer Therapie unerlässlich. Ohne korrektes Befolgen der Vorschriften bleibt eine Behandlung in den meisten Fällen wirkungslos. Etwa ein Viertel aller verordneten Medikamente wird nicht oder anders als vorgesehen eingenommen. Das Nichtbefolgen ärztlicher Anweisungen wird als Non-Compliance bezeichnet und verursacht geschätzte Kosten in Höhe von 10 bis 15 Milliarden Euro im Jahr. ... weiter


Rezension zu „Emotionspsychologie im Krankenhaus“ von Wolfgang Seidel (2009), Heidelberg: Spektrum akademischer Verlag, 289 Seiten 



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Gedanken über die Liebe

15. Mai 2009, 12:55

Die Liebe ist ein mächtiges, aber unordentliches Gefühl. Die Buchhandlungen sind gefüllt mit Ratgebern über die Mutter aller Gefühle. Nur wenig Sachbücher haben sich an das große Thema herangewagt, das die Menschen an- und umtreibt. Die Liebe lässt sich schwer konkretisieren, schlecht kategorisieren oder schon gar nicht sezieren. Glaubt man Richard David Precht ist es auch nicht möglich, sie zu legitimieren, zumindest nicht biologisch: "Ich glaube, das ganz Unordentliche an der Liebe liegt daran, dass sie biologisch so wenig sinnvoll ist." ... weiter


Rezension zu "Liebe - ein unordentliches Gefühl" von Richard David Precht (2009), München: Wilhelm Goldmann Verlag. 379 Seiten



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