brainlogs Psychologie des Alltags

Gefangen im Dschungel

23. Juni 2009, 20:42

Im Februar 2002 entführten FARC-Rebellen (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) Clara Rojas und ihre Freundin und Kollegin Ingrid Betancourt und hielten beide sechs Jahre im kolumbianischen Dschungel gefangen. Die beiden Frauen waren auf der Reise in den unsicheren Süden Kolumbiens, um für ihre Partei Oxigeno Verde Wahlkampf zu machen. Sie kamen nie dort an. ... weiter


Rezension zu „Ich überlebte für meinen Sohn“ von Clara Rojas (2009) München: Blanvalet Verlag, 285 Seiten. 



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Psychologie im Krankenhaus

08. Juni 2009, 11:10

Das kooperative Verhalten des Patienten ist im Rahmen einer Therapie unerlässlich. Ohne korrektes Befolgen der Vorschriften bleibt eine Behandlung in den meisten Fällen wirkungslos. Etwa ein Viertel aller verordneten Medikamente wird nicht oder anders als vorgesehen eingenommen. Das Nichtbefolgen ärztlicher Anweisungen wird als Non-Compliance bezeichnet und verursacht geschätzte Kosten in Höhe von 10 bis 15 Milliarden Euro im Jahr. ... weiter


Rezension zu „Emotionspsychologie im Krankenhaus“ von Wolfgang Seidel (2009), Heidelberg: Spektrum akademischer Verlag, 289 Seiten 



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Visite 2009 - Analog Thoughts about Digitals

03. Juni 2009, 11:17

[Eine Blogvisite verfasst von Susanne M. Hoffmann – Uhura Uraniae]
 
Cyborg unterwegs. Digital Natives gegen Migrants: Baut sich unser Gehirn gerade um, werden wir Borg? Gehen im Zeitalter der sozialen Beschleunigungen und Gentechnologie etwa auch Mutationen schneller? (Das ist eine ernsthafte Frage, denn ich habe mich wissenschaftlich stets auf die unbelebte Materie spezialisiert und verstehe von Biologie, Medizin und allem damit Verwandten leider fast nichts.) - Ich vermute: nur weil wir schnellere Technik und Technologien entwickeln, beschleunigen wir wohl kaum biologische Prozesse. (oder?) Darum, glaube ich, ist womöglich die strikte Unterscheidung zwischen den Digital Natives und Digital Migrants ein wenig übertrieben.
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Witzige Didaktik

27. Mai 2009, 12:18

Studien zeigen, Humor fördert Kreativität, Intelligenz, Arbeitszufriedenheit, Leistung, Krankheitsbewältigung, ... . Humor ist also immer gut. Prof. Dr. Erich Kasten, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie und Verfasser des klassischen Lehrbuchs "Medizinische Psychologie, Medizinische Soziologie" aus der Schwarzen Reihe, ist ein besonders witziger Lehrbuchautor. Bei der Suche nach diktatisch gut aufbereiteten Übungen für meine Studenten bin ich über einen Test aus seinem "Arbeitsheft Psychologie" gestolpert, dem Witze als Fallbeispiele zur Vertiefung der Lehrinhalte dienen. Die Witze sind durchaus eine willkommene Erheiterung im drögen Lernstoff, aber taugen sie Ihrer Meinung nach auch als didaktisches Mittel? (weiter)

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Gedanken über die Liebe

15. Mai 2009, 12:55

Die Liebe ist ein mächtiges, aber unordentliches Gefühl. Die Buchhandlungen sind gefüllt mit Ratgebern über die Mutter aller Gefühle. Nur wenig Sachbücher haben sich an das große Thema herangewagt, das die Menschen an- und umtreibt. Die Liebe lässt sich schwer konkretisieren, schlecht kategorisieren oder schon gar nicht sezieren. Glaubt man Richard David Precht ist es auch nicht möglich, sie zu legitimieren, zumindest nicht biologisch: "Ich glaube, das ganz Unordentliche an der Liebe liegt daran, dass sie biologisch so wenig sinnvoll ist." ... weiter


Rezension zu "Liebe - ein unordentliches Gefühl" von Richard David Precht (2009), München: Wilhelm Goldmann Verlag. 379 Seiten



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Vater-Tochter-Gespräche

10. Mai 2009, 13:23

Als Mutter kenne ich das Gefühl aller Welt die Gespräche zwischen meinen Kindern und mir mitteilen zu wollen. Mein Freundeskreis wird diese Neigung sicher bestätigen. Mir ist auch schon aufgefallen, dass sie viele andere Mütter und Väter mit mir teilen. Wir sind über Kinderfragen begeistert, weil sie oft klüger sind als manche Antworten von Erwachsenen. Seit meine Kinder ihren Blick auf die Welt mit mir teilen, interessiere ich mich wieder für die fast vergessenen Dichter und Philosophen aus meiner Jugend.

Wolfram Eilenberger versucht die Weisheit, die sich in Kinderworten versteckt, einzufangen und gießt die Dialoge zwischen Tochter und Vater in sein viertes Buch "Kleine Menschen, große Fragen". Der Text auf der Rückseite preist den Inhalt als "anregend und kurzweilig", als "eine wunderbar spielerische und zugleich ernsthafte Einführung in das Philosophieren", und weckt mit diesen Worten Hoffnungen auf einen zweiten Jostein Gaarder. ... weiter


Rezension zu „Kleine Menschen, große Fragen“ von Wolfram Eilenberger (2009), Berlin: Berlin Verlag GmbH. 95 Seiten



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Mamas Monster

05. Mai 2009, 18:56

"Was hast du denn Mama? Bist du traurig?", fragt Rike. Doch Mama sagt nichts und schließt die Augen wieder. Leise geht Rike aus dem Zimmer und schließt die Tür wieder zu. Ob Mama böse auf Rike ist?

Kleine Kinder ahnen noch nichts von den komplexen Zusammenhängen der Erwachsenenwelt. Doch genau wie Erwachsene haben sie ein Bedürfnis nach Erklärungen für Veränderungen in ihrem unmittelbaren Umfeld. Können sie das Geschehen nicht einordnen, suchen sie die Ursache häufig bei sich selbst. Rike fragt sich, ob sie schuld ist an dem veränderten Verhalten ihrer Mama und ahnt noch nichts von der psychischen Erkrankung Depression. ... weiter


Rezension zu „Mamas Monster“ von Erdmute von Mosch, 2008, Bonn: Balance buch+medien verlag GmbH & Co KG, Kinderbuch



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Frage zur Nacht

02. Mai 2009, 22:16

Stellen Sie sich auf der einen Seite all Ihre schmerzvollen Momente des Scheiterns, all Ihre Niederlagen vor und auf der anderen Seite all Ihre Erfolge. Welche Erinnerungen würden Sie lieber behalten, wenn Sie auf eine Seite vollständig verzichten müssten?

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Sorry

30. April 2009, 08:50

"Wir sorgen dafür, dass Ihnen nichts mehr peinlich ist. - Fehltritte, Missverständnisse, Kündigungen, Streit & Fehler. - Wir wissen, was Sie sagen sollten, wir wissen, was sie hören wollen. Professionell & Diskret"

Vier junge Freunde, alle um die dreißig, treiben orientierungslos durch ihren Alltag, bis ihnen eine scheinbar geniale Geschäftsidee kommt: moderner Ablasshandel. Die Firma "Sorry" entschuldigt sich stellvertretend für Verfehlungen mit ausschließlich geschäftlichem Hintergrund. Die Resonanz übertrifft ihre kühnsten Erwartungen, und die Vier ziehen gemeinsam in eine Villa. Sie sind wieder die Freunde, die sie einmal waren. Bis zu dem Tag, als sie sich für einen Mörder entschuldigen müssen. ... weiter


Rezension zu „Sorry“ von Zoran Drvenkar, 2009, Berlin: Ullstein Verlag, 400 Seiten 



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Monolog eines digitalen Immigranten

26. April 2009, 22:40

"iBrain" - der Titel des Buches erinnert an ein Produkt aus dem Hause Apple. Und zeigt insofern auf, wie sehr die neuen Medien mein Gehirn bereits verändert haben.

Das Internet ist für die meisten von uns das Informationsmedium Nummer Eins. "Web 2.0" ist das Schlagwort der Stunde. An einer Berliner Universität wird bereits im Rahmen der Optimierung von Lehrveranstaltungen über Sinn und Unsinn von Web-2.0-Anwendungen diskutiert. Ahnungslos fragt eine Dozentin die ratlose Runde: "Habt Ihr schon mal von Twitter gehört? Irgendwie zwitschern die jungen Leute jetzt."  ... weiter


Rezension zu „iBrain – Wie die neue Medienwelt Gehirn und Seele unserer Kinder verändert“ von Gary Small und Gigi Vorgan, 2009, Stuttgart: Verlag Kreuz GmbH, 200 Seiten



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