brainlogs Psychologie des Alltags

Erinnern und Vergessen

23. September 2009, 14:04

„Mach’ Dir keine Sorgen, wenn Du den Autoschlüssel verlegt hast – bedenklich wird es erst, wenn Du nicht mehr weißt, wofür der eigentlich gut ist.“ Genauso anschaulich wie diese Daumenregel berichtet Sue Halpern in ihrem Buch „Memory“ über die neuesten Spuren auf der Suche nach dem Gedächtnis. Der Leser begleitet sie auf ihrer Erkundungstour quer durch die Büros und Laboratorien der Forscher und lernt nebenbei die unterschiedlichen Ansätze der Gedächtnisforschung kennen. ... (weiter)


Rezension zu: „Memory - Neues über unser Gedächtnis" (2009) von Sue Halpern, München: Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG. 259 Seiten.



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Dämonen II

09. September 2009, 10:29

»Alle strengen sich so an. Alles müsste gut sein. Ist es aber nicht.

Ich weiß, dass ich rausgehen sollte. Also will ich rausgehen. Ich muss mich darauf vorbereiten, wie das draußen sein wird. Ich könnte jemanden treffen. Jemand Fremdes oder jemand Bekanntes. Zum Beispiel meinen Nachbar. Ich würde mich in meinem Zustand wahrscheinlich merkwürdig verhalten. Würde ihm ausweichen. Wegkucken. Dann denke ich darüber nach, wie es wohl für meinen Nachbar sein wird. Er wird sich wundern. Und dann frage ich mich, wie er sich mein Verhalten erklären wird. Denn er wird es sich erklären wollen. (weiter)

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Zauberei

28. August 2009, 15:07

Nichts ist so wie es scheint. Wir nehmen die Welt nicht gleich einem Kameraobjektiv wahr, sondern richten unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge, während wir andere vernachlässigen. Wenn ich Hunger habe, achte ich stärker auf Restaurants als der satte Kollege neben mir. Unsere selektive Wahrnehmung filtert die Umgebungsreize und macht es möglich, dass wir uns konzentrieren können. Machen Sie das doch mal und schauen Sie sich diesen fantastischen Kartentrick an: (weiter)

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Lesen wir anders?!

21. August 2009, 18:02

Input vs. Output, Online vs. Offline, Informationsfülle vs. Informationsmüll - die Debatte über die Veränderungen durch die digitalen Medien ist nicht neu. Bereits im letzten Jahr wurde im Netz über die Gefahr einer beginnenden „Web2.0 Demenz“ diskutiert. Nicholas Carr beschrieb bereits vor einem Jahr die Veränderungen seines Leseverhaltens: „Over the past few years I’ve had an uncomfortable sense that someone, or something, has been tinkering with my brain, remapping the neural circuitry, reprogramming the memory. (weiter)

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Wissenschaft im Krimi

15. August 2009, 11:29

Mit „Kritik der mörderischen Vernunft“ von Jens Johler und „Der fremde Wille“ von Schulte von Drach sind in diesem Jahr zwei sehr gute Wissenschaftsthriller auf dem deutschen Buchmarkt gelandet. Beide Bücher bewegen sich im Spannungsfeld der Debatte um Determinismus und Willensfreiheit. (weiter)

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Wortwolken

25. Juli 2009, 23:25

Wordle ist ein Spielzeug, um "Wortwolken" eines Textes, einer Webseite o.ä. zu erzeugen. Die Größe der Wörter zeigt, wie häufig sie im Quelltext erscheinen. Hier sehen Sie die Wolke für das Wissenslog: 10 Jahre Bologna.



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Ärzte rauchen Camel

24. Juli 2009, 11:08

Heute sieht man keine Tabakwerbung mehr. Deutschland fand die EU-Richtlinie, Tabakwerbung in Presse, Funk und Netz zu verbieten, gar nicht so gut, setzte das Verbot aber dann doch ziemlich konsequent um. Sponsoring durch die Tabakindustrie ist eigentlich auch verboten, obwohl es hier und da noch Ausnahmen gibt. Seit 1974 ist Werbung für Zigaretten und Tabak im deutschen Fernsehen verboten. (weiter)

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Begabung und Übung

16. Juli 2009, 21:36

"Das Publikum liebt Erzählungen über befähigte Menschen", schreibt Werner Siefer in seinem zweiten Buch "Das Genie in mir". Da hat er Recht. Bekommen so genannte Genies ihre besondere Befähigung schon in die Wiege gelegt, oder zeichnen sie sich durch ihren außerordentlichen Fleiß aus? Die Antworten bewegen sich im Spannungsfeld der Nature-Nurture-Debatte. Und so interessant sich die Biografien vieler Genies lesen, so langweilig ist die Antwort darauf, wie ihre herausragenden Leistungen möglich wurden: üben, üben und nochmals üben. (weiter)

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Jon Stewart trifft Oliver Sacks

07. Juli 2009, 17:23

Sehr sympathisch, der Herr Sacks. Er sagt in diesem Gespräch, dass der Mensch das einzige Tier sei, dass tanzen kann. Er scheint sich zu irren.

The Daily Show With Jon Stewart Mon - Thurs 11p / 10c
Oliver Sacks
thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political Humor Jason Jones in Iran



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Der Zweck und die Mittel

27. Juni 2009, 13:13

Die wichtigste Voraussetzung, um Menschen zu erreichen, ist Aufmerksamkeit. Da Lebewesen in der Regel sehr sensibel auf Gefahren reagieren, spielen Marketing-Kampagnen gern mit unseren Ängsten. Das Spiel mit der Angst des Publikums entfaltet sich nur dann wirksam, wenn es überzeugen kann, dass die negativen Konsequenzen tatsächlich eintreffen werden. Außerdem muss die Botschaft die Zielperson persönlich betreffen. Klassisch werden daher Reminders wie „Das könnte DIR passieren“ eingebaut. (weiter)

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