brainlogs Psychologie des Alltags

Belohnungsaufschub

von Katja Schwab, 02. Oktober 2009, 12:00

In den 60iger Jahren fragte sich ein Persönlichkeitspsychologe, ob es für den Erfolg im Leben vorteilhafter sei, seinen Bedürfnissen sofort nachzugehen oder sie für ein höheres Ziel aufzuschieben. Walter Mischel, zu dieser Zeit Professor an der Stanford-Universität, entwickelte zu diesem Zweck eine Versuchreihe, die kleine Versuchspersonen vor eine schwierige Entscheidung stellt. Er gab Vier- bis Sechsjährigen einen Marshmellow mit zwei Optionen: Entweder sie können den Marshmellow sofort essen, oder sie warten 20 Minuten bis der Versuchsleiter zurückkommt und bekommen dann als Belohnung einen zusätzlichen Marshmellow.

Einigen Kindern gelang es besser als anderen der Versuchung zu widerstehen. Mischel beobachtete, dass die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub scheinbar mit besseren Schulnoten, Stressresistenz und Selbstbewusstsein zusammenhängt. In vielen verschiedenen Varianten des Experiments beobachtete er, wie sich die Kinder entschieden und welche Strategien die kleinen Probanden anwendeten, um die Aufgabe zu meistern. Einen Einblick zeigt dieser süße Mitschnitt:

 



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Kommentare

  1. Martin Huhn kein Betreff
    07.10.2009 | 15:22

    Ob diese Untersuchung Spaß gemacht hat? Zuzusehen, wie die kleinen Kinder mit der Versuchung kämpfen. Aber die Triebbeherrschung ist sehr wichtig. Gerade in unserer Gesellschaft ist vieles vorhanden. Das weckt ja ständig Begehrlichkeiten, den man nicht immer nachkommen kann und sollte.

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