Ein Gesetz für alle Fälle
Nette: Steve, du bist doch Textchef bei Gehirn&Geist.
Steve: Jau. Was führst du im Schilde?
N: Naja – woher weißt du eigentlich, dass das, was du da so anmerkst, auch richtig ist? Ich meine, gibt es ein Handbuch des guten Textens?
S: Klar, und nicht nur eins. Neuerdings glänzte Spiegelonline-Mann Bastian Sick ja gleich mit einer ganzen Serie von äußert beliebten Sprachratgebern (siehe unsere Anbetung des Zeigefingers). Aber natürlich gibt es auch Klassiker wie dem Schneider Wolf sein »Deutsch für Profis« oder Textors – nomen est omen! – »Sag es treffender« ... (weiter)
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Wir können auch anders
Nette: Steve, ich kann nicht einparken ...
Steve: ... klar, bist ja auch eine Frau ...
N: ... wenn das Auto hinter mir drängelt und der Fahrer wütende Blicke verschießt. Wenn ich dagegen gemütlich vor mich hinzirkeln kann, passt auch die größte Kutsche in die kleinste Lücke. Ist das typisch Frau oder universal menschlich –, dass die Konzentration auf eine Sache davon abhängt, ob die Umgebung Stress macht? Wie ist das bei dir?
S: Ganz genauso, nur würde ich das natürlich niemals zugeben ... so was tut Mann nicht! (weiter)
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Hirnscan oder Kaffee? Hauptsache genau ...
Steve: Wusstest du eigentlich, dass man neuerdings sogar Gehirn und Geist erforscht?
Nette: Öhm, klar – worüber berichtet ihr denn die ganze Zeit?
S: Nein, ich meine "Gehirn&Geist", das Magazin.
N: Lass mich raten – der Name wird "pragmalinguistisch desavouiert"? (weiter)
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Nicht zucken!
Steve: Annette, tun wir's wieder? Lass uns auch 2007 lustig, klug und ein bisschen böse sein! So weit es eben in unserer Macht steht.
Nette: Von mir aus gern.
S: Hast du nächstens vielleicht vor, in die USA zu fliegen?
N: Ungern, aber ich muss wohl. (weiter)
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Semiotiker aller Länder, vereinigt euch!
Steve: Darf ich bitte gerne Ihr Wissen ausrauben?
Nette: Wie meinen?!
S: Das sagte neulich der nette Perser vom Internet-Café um die Ecke zu mir, als er mich um Mithilfe beim Formulieren eines Werbezettels bat. Der Mann ist überaus kundig, kultiviert und hilfsbereit – nur mit der deutschen Idiomatik steht er auf Kriegsfuß.
N: Idiomatik? Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit dem Gebrauch von Wörtern und Wendungen befasst? Der arme Mann! Muss man auf dem Gebiet kundig sein? (weiter)
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Erinnern auf Wienerisch
Steve: Letztens war ich wirklich baff: Draußen schönstes Spätsommerwetter, die Leute flanieren, sitzen faul in der Sonne – und ich ... ich geh zu einem Vortrag! Über Neurowissenschaften!
Nette: Dass man über seine eigenen Handlungen erstaunt sein kann, ist immerhin eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Wir sollten bei Gelegenheit darüber diskutieren, ob auch Fido, der Hund, oder Fritz the Cat baff über sich sein können. Egal. Du warst also baff – na und?
S: Die Sache ist, da hockte ich nicht etwa mutterseelenallein im Auditorium, sondern mit mir noch zig andere! Die wollten alle Eric Kandel sehen, den "Grand Seigneur" der Hirnforschung ...
N: Well, Mister Kandel hat mit seinen Versuchen an der Meeresschnecke Aplysia eben nicht nur die Gedächtnisforschung revolutioniert und dafür den Nobelpreis eingeheimst. Er ist auch ein talentierter Geschichtenerzähler. (weiter)
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Angie im Glück oder Ein Hoch auf die Freiheit
Steve: Sag mal, wie schlimm fändest du es, wenn ich gar nicht anders könnte, als dir zu schreiben?
Nette: Wie meinst'n das jetzt?
S: Naja, wenn ich nicht aus freien Stücken mit dir parlieren würde, sondern nur weil mich meine Neurone dazu verdonnern.
N: Äh, hast du denn noch eine andere Möglichkeit, mit mir zu parlieren, als auf Basis deiner Neurone?! Ohne dir zu nahe treten zu wollen – mit was denkst du denn sonst?! (weiter)
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