brainlogs mind at work

Actions Revisited: A Copernican Turn

20. Juni 2010, 13:55

Einen relationalen statt einen kausalen Handlungsbegriff zu favorisieren, zieht gewaltige perspektivische Änderungen nach sich: Zum einen stehen nicht mehr die Eigenschaften des Individuums im Zentrum des Interesses, sondern der Kontext, in dem sich die Akteure begegen oder in den sie von ihren Interpreten gestellt werden - was vor allem für psychologische Fragestellungen relevant ist. Zum andern stellt sich die Frage, wie diese Art von kopernikanischer Wende mit Ergebnissen der Neurowissenschaft ver- einbar ist - was ein lang ersehntes Licht auf den oft übersehenen Abgrund zwischen unseren praktizierten Paradigmen der Selbstbeschreibung wirft und die begrifflichen Rätsel, die die Schnittstelle zwischen Gehirn und Geist im Moment erzeugt, gestochen scharf hervortreten läßt. (weiter)

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Actions as Intentional Relations

13. Juni 2010, 12:18

Kausale Aspekte haben im Verständnis intentionalen Verhaltens nichts zu suchen. Das hat nicht nur Konsequenzen für die Frage sinnvoller Formulierungen des Problems der Willensfreiheit, sondern auch für die Identifizierung von Verhalten als Handlung und damit für ein mögliches Thema psychologischer Theorien. In diesem post gehen wir der Frage nach, welche Identitätbedingungen sich für Handlungen angeben lassen. (weiter)

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Actions are not Events

05. Juni 2010, 00:08

Optimierungsprinzipien, die in der Evolution wirksam sind, können höchstens dann auf die Psychologie mit Gewinn übertragen werden, wenn dasjenige intentionale Verhalten von Akteuren, das wir erklären wollen, auch demselben biologischen Selektionsprozeß des Überlebens unterworfen ist. Eine Möglichkeit, dies zu realisieren, besteht darin, zu behaupten, daß Handlungen als spezieller Fall intentionalen Verhaltens als Ereignisse aufgefaßt werden können oder in sonstiger Weise einen physischen Träger haben. Ich werde dafür argumentieren, daß dies nicht mal im Ansatz richtig ist, obwohl wir in fast allen Fällen ohne nachdenken zu wissen scheinen, was geschehen ist. (weiter)

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What Do We Know About Actions?

31. Mai 2010, 15:59

Psychologen wollen intentionales Verhalten erklären, denken aber kaum darüber nach, um was es sich dabei handelt. Mein Vorschlag lautet: Intentionales Verhalten wird weder z.B. durch eine Kombination von Wünschen und Überzeugungen verursacht, noch kausal oder final erklärt. Es geht beim Handeln auch in keiner Weise um das tätige Individuum als von der Gemeinschaft isolierte Person. Eine Handlung zu beschreiben und zu  erklären, heißt vielmehr, Veränderungen eines gegebenen sozialen Kontextes  durch genetische Rationalisierungen auf bei Raum-Zeit-Punkten intentional auftretenden Akteuren und daher auf Manipulationen durch Akteure zu projezieren. Eine Handlung ist damit eine kollektive Betrachtungsweise der Fähigkeiten von Akteuren, aber weder Tätigkeit noch Ereignis, sondern eine Relation des Herbeiführens zwischen Akteur, Veränderungen und einer sozialen Sphäre seiner Verantwortung, die mit der Rolle des Akteurs in einer Gemeinschaft wechselt. (weiter)

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Actions without Motives

21. September 2009, 15:03

Motivationspsychologie interessiert sich für die Frage, warum wir etwas tun. Sie behauptet, daß wir ohne Motive nicht handeln würden und sie dasjenige seien, was uns in unserem künftigen Verhalten berechenbar sowie allein verständlich macht, wie wir zu unseren Handlungen kommen. Solange wir die sprachliche Bedeutung des Ausdrucks ''Motiv'' nicht festlegen, kann das niemand abstreiten. Das ändert sich, wenn behauptet wird, daß wir aus Motiven handeln können, die wir selbst nicht kennen. (weiter)

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