Actions Revisited: A Copernican Turn
Einen relationalen statt einen kausalen Handlungsbegriff zu favorisieren, zieht gewaltige perspektivische Änderungen nach sich: Zum einen stehen nicht mehr die Eigenschaften des Individuums im Zentrum des Interesses, sondern der Kontext, in dem sich die Akteure begegen oder in den sie von ihren Interpreten gestellt werden - was vor allem für psychologische Fragestellungen relevant ist. Zum andern stellt sich die Frage, wie diese Art von kopernikanischer Wende mit Ergebnissen der Neurowissenschaft ver- einbar ist - was ein lang ersehntes Licht auf den oft übersehenen Abgrund zwischen unseren praktizierten Paradigmen der Selbstbeschreibung wirft und die begrifflichen Rätsel, die die Schnittstelle zwischen Gehirn und Geist im Moment erzeugt, gestochen scharf hervortreten läßt. (weiter)
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