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Unmoralischer Moralforscher?

25. August 2010, 19:09

Marc Hauser, Professor für Psychologie an der Harvard Universität, ist in einen handfesten Forschungsskandal verwickelt. Gemäß einem Brief des Dekans hat eine interne Kommission acht Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens aufdecken können. Eine der betroffenen wissenschaftlichen Arbeiten ist bereits zurückgezogen worden.

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Critical Neuroscience – laut oder leise?

24. April 2010, 14:22

Darf man Wissenschaftlern auf die Füße treten? Auf dem dritten Critical Neuroscience Workshop in Marburg diskutierten wir mediale Darstellung und Tragweite neuer Entdeckungen der Hirnforschung.

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Plädoyer für eine Neurogeschichte?

27. Dezember 2009, 11:13

Neuroästhetik, Neurogermanistik, Neuropädagogik – wir haben inzwischen viele Neuroschöpfungen kennengelernt. Gesellt sich zu ihnen nun eine „Neurogeschichte“? Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man Johannes Fried folgt, Professor emeritus für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Frankfurt. Mit seiner „historischen Memorik“, die sich an Kenntnissen von Psychologie und Hirnforschung orientiert, möchte er die historische Quellenanalyse verändern. Können die Neurowissenschaften unser Geschichtsverständnis revolutionieren?

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Frans de Waal: Folgt Moral aus unserer Biologie?

26. November 2009, 11:41

GorillaDer Primatologe Frans de Waal untersucht seit Jahrzehnten Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Menschenaffe. In seinem neuen Buch The Age of Empathy, das pünktlich zum Darwin-Jubiläum erscheint, geht er einen Schritt weiter: Wie sollte die moderne Gesellschaft geformt sein?

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MAOA: Strafminderung wegen Aggressionsgen

10. November 2009, 10:21

GewaltIn Italien erhielt ein verurteilter Mörder Strafminderung wegen seiner genetischen Veranlagung. Den Berufungsrichter habe vor allem die Ausprägung des MAOA-Gens beeindruckt, die zuvor mit Aggressivität in Zusammenhang gebracht wurde.

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Neuro-Waffen auf dem Vormarsch

24. August 2009, 00:56

Biologische und neurowissenschaftliche Forschung lässt sich nicht nur zur Heilung, sondern auch zur Beeinträchtigung von Menschen einsetzen. Ein britischer Professor für Internationale Sicherheit fordert daher eine Überarbeitung der Chemiewaffenkonvention.

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Psychiatrie-Bibel unter Beschuss

23. Juli 2009, 00:31

Zurzeit wird die fünfte Ausgabe des DSM genannten Standardwerks vorbereitet, das die psychiatrische Arbeit weltweit beeinflusst. Die Veröffentlichung ist für das Jahr 2012 geplant. Doch mit dem heranrückenden Termin gerät das 1999 begonnene Projekt zunehmend unter Beschuss – aus den eigenen Reihen!

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Doch kein Depressions-Gen

13. Juli 2009, 00:04

Aminosäuren der DNADie Volkskrankheit Depression stellt für die Betroffenen und die Gesellschaft eine große Belastung dar. In den letzten Jahren wurde ein Gen, das den Neurotransmitter Serotonin beeinflusst, mit der Erkrankung in Zusammenhang gebracht. Eine neue Meta-Studie weist dies jedoch vehement zurück.

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Neuroethik und Neurorecht

17. Mai 2009, 22:16

Die ethischen Auswirkungen der Hirnforschung werden seit mehreren Jahren diskutiert. Gibt es aber auch Implikationen für das Rechtssystem jenseits der unsäglichen Debatte um die Willensfreiheit? In unserem neuen Sammelband „Von der Neuroethik zum Neurorecht?“ haben wir einige Beiträge zusammengestellt, die nun eine erste Bilanz ziehen.

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Die Rückkehr der Skepsis

22. März 2009, 15:33

Clare College, Cambridge, UKDie bildgebende Hirnforschung ist in den letzten Jahren weitgehend unkritisch aufgenommen worden. In jüngster Zeit ist aber ein Anstieg der skeptischen Berichte zu erkennen. So begegnete man auch auf einem internationalen Workshop an der University of Cambridge den Forschungsergebnissen mit nüchterner Zurückhaltung.

Die Veranstaltung mit dem Titel Brains in Dialogue wurde von Wissenschaftlern der International School for Advanced Studies der Universität Triest, Italien, organisiert und fand vom 17. bis 18. März am Clare College in Cambridge statt (Foto). Neben den Möglichkeiten und Grenzen der Hirnforschung waren ihre ethischen und rechtlichen Konsequenzen thematische Schwerpunkte. Außerdem waren Experten der Wissenschaftskommunikation aus verschiedenen europäischen Ländern präsent. Ihnen ging es um die Darstellung der Forschung in den Medien und der Einbeziehung der Öffentlichkeit. Passend wurde die Konferenz daher auch mit einem Wissenschaftscafé abgeschlossen, in dem drei Forscher der Öffentlichkeit zum Thema Gedankenlesen Rede und Antwort standen. (weiter)

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