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Plädoyer für eine Neurogeschichte?

27. Dezember 2009, 11:13

Neuroästhetik, Neurogermanistik, Neuropädagogik – wir haben inzwischen viele Neuroschöpfungen kennengelernt. Gesellt sich zu ihnen nun eine „Neurogeschichte“? Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man Johannes Fried folgt, Professor emeritus für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Frankfurt. Mit seiner „historischen Memorik“, die sich an Kenntnissen von Psychologie und Hirnforschung orientiert, möchte er die historische Quellenanalyse verändern. Können die Neurowissenschaften unser Geschichtsverständnis revolutionieren?

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Frans de Waal: Folgt Moral aus unserer Biologie?

26. November 2009, 11:41

GorillaDer Primatologe Frans de Waal untersucht seit Jahrzehnten Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Menschenaffe. In seinem neuen Buch The Age of Empathy, das pünktlich zum Darwin-Jubiläum erscheint, geht er einen Schritt weiter: Wie sollte die moderne Gesellschaft geformt sein?

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MAOA: Strafminderung wegen Aggressionsgen

10. November 2009, 10:21

GewaltIn Italien erhielt ein verurteilter Mörder Strafminderung wegen seiner genetischen Veranlagung. Den Berufungsrichter habe vor allem die Ausprägung des MAOA-Gens beeindruckt, die zuvor mit Aggressivität in Zusammenhang gebracht wurde.

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Neuro-Waffen auf dem Vormarsch

24. August 2009, 00:56

Biologische und neurowissenschaftliche Forschung lässt sich nicht nur zur Heilung, sondern auch zur Beeinträchtigung von Menschen einsetzen. Ein britischer Professor für Internationale Sicherheit fordert daher eine Überarbeitung der Chemiewaffenkonvention.

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Psychiatrie-Bibel unter Beschuss

23. Juli 2009, 00:31

Zurzeit wird die fünfte Ausgabe des DSM genannten Standardwerks vorbereitet, das die psychiatrische Arbeit weltweit beeinflusst. Die Veröffentlichung ist für das Jahr 2012 geplant. Doch mit dem heranrückenden Termin gerät das 1999 begonnene Projekt zunehmend unter Beschuss – aus den eigenen Reihen!

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Doch kein Depressions-Gen

13. Juli 2009, 00:04

Aminosäuren der DNADie Volkskrankheit Depression stellt für die Betroffenen und die Gesellschaft eine große Belastung dar. In den letzten Jahren wurde ein Gen, das den Neurotransmitter Serotonin beeinflusst, mit der Erkrankung in Zusammenhang gebracht. Eine neue Meta-Studie weist dies jedoch vehement zurück.

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Neuroethik und Neurorecht

17. Mai 2009, 22:16

Die ethischen Auswirkungen der Hirnforschung werden seit mehreren Jahren diskutiert. Gibt es aber auch Implikationen für das Rechtssystem jenseits der unsäglichen Debatte um die Willensfreiheit? In unserem neuen Sammelband „Von der Neuroethik zum Neurorecht?“ haben wir einige Beiträge zusammengestellt, die nun eine erste Bilanz ziehen.

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Die Rückkehr der Skepsis

22. März 2009, 15:33

Clare College, Cambridge, UKDie bildgebende Hirnforschung ist in den letzten Jahren weitgehend unkritisch aufgenommen worden. In jüngster Zeit ist aber ein Anstieg der skeptischen Berichte zu erkennen. So begegnete man auch auf einem internationalen Workshop an der University of Cambridge den Forschungsergebnissen mit nüchterner Zurückhaltung.

Die Veranstaltung mit dem Titel Brains in Dialogue wurde von Wissenschaftlern der International School for Advanced Studies der Universität Triest, Italien, organisiert und fand vom 17. bis 18. März am Clare College in Cambridge statt (Foto). Neben den Möglichkeiten und Grenzen der Hirnforschung waren ihre ethischen und rechtlichen Konsequenzen thematische Schwerpunkte. Außerdem waren Experten der Wissenschaftskommunikation aus verschiedenen europäischen Ländern präsent. Ihnen ging es um die Darstellung der Forschung in den Medien und der Einbeziehung der Öffentlichkeit. Passend wurde die Konferenz daher auch mit einem Wissenschaftscafé abgeschlossen, in dem drei Forscher der Öffentlichkeit zum Thema Gedankenlesen Rede und Antwort standen. (weiter)

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Doch kein Voodoo in der Hirnforschung

09. Februar 2009, 09:21

Voodoopuppe Die heftigen Vorwürfe des MIT-Nachwuchswissenschaftlers Edward Vul sind binnen kürzester Zeit um die ganze Welt gegangen. Jetzt entpuppen sie sich als übertrieben und unsauber recherchiert.

Die Sprache, die Edward Vul mit seinen Co-Autoren in dem Aufsatz über "Voodoo-Korrelationen" in der Hirnforschung wählte, hätte kaum deutlicher sein können: Nicht nur der Titel "Voodoo-Correlations in Social Neuroscience", sondern auch die Rede von "unplausibel hohen" Korrelationen, die "wahrscheinlich [...] falsch" seien und denen "man nicht glauben sollte", ließen keinen Zweifel an der Schärfe der Vorwürfe. (weiter)

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Voodoo in der Hirnforschung?

18. Januar 2009, 20:23

Voodoopuppe

Ein Doktorand am Massachussetts Institute of Technology (MIT) hat in der Hirnforscherszene für gehörigen Wirbel gesorgt. In seinem Aufsatz wirft er Sozialen Neurowissenschaftlern mit Rang und Namen vor, „Voodoo-Korrelationen“ zu berichten. Diesem Vorwurf wurde jetzt sogar eine Meldung in der neuen Ausgabe von Nature gewidmet.

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