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Hirnarbeit

04. Mai 2008, 18:48

NeuronDas Gehirn macht zwar nur ca. zwei Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht aber satte 20 Prozent der Energie. Ganz gleich, ob wir schlafen, fernsehen oder einen Marathon laufen, es ist immer aktiv. Doch was wissen wir wirklich darüber, wie es arbeitet und was es mit dieser Energie macht? (weiter)

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Medienschelte die Zweite

23. April 2008, 21:39

Kürzlich verteilte ich dem Autor eines Beitrags für das nano-Magazin auf 3sat eine Schelte. Einen Tag später lief ein Beitrag zum selben Thema in der ARD-Sendung panorama. Inzwischen wurde mir berichtet, dass von der interviewten Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert, Professorin an der Universität Münster, nur einseitig solche Statements ausgewählt worden seien, in denen sie die Vorteile des "Neuro-Enhancements" thematisiert. Tatsächlich könnte man den Eindruck gewinnen, Frau Schöne-Seifert wolle die Psychopharmaka zur Leistungssteigerung uneingeschränkt empfehlen. Der interviewte Pharmakologe Gerd Glaeske, Professor an der Universität Bremen, erscheint viel kritischer als die Ethikerin. Für den Zuschauer ist es durch diese Auswahl nicht ersichtlich, welche Argumente oder Bedenken Frau Schöne-Seifert gegen das Enhancement haben könnte. (weiter)

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Der Neuro-Autokauf

18. April 2008, 10:16

Der Neuro-AutokaufOft liest man inzwischen vom Neuromarketing. Tatsächlich gibt es schon eine Reihe von Büchern, die unter diesem Prädikat aus den Ergebnissen der Hirnforschung Empfehlungen für die Gestaltung, die Bewerbung und den Verkauf von Produkten ableiten wollen. Die Güte dieser Theorien zu diskutieren wäre Stoff für ein eigenes Buch. Hier soll es um eine Fantasiegeschichte gehen, wie ein Autokauf in einer fernen(?) Zukunft funktionieren könnte: (weiter)

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Keine Zeit für kritische Philosophie auf 3sat?

16. April 2008, 15:17

In meinem letzten Beitrag über "Wissenschaftsdoping" habe ich auf die Fernsehsendung nano auf 3sat hingewiesen, in der heute ein Bericht über Psycho-Enhancement läuft. Wie mir der Autor eben mitteilte, wurden sowohl die Statements Dr. Thorsten Galerts von der Europäischen Akademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH als auch meine komplett gestrichen, nachdem wir mit mehreren Stunden Arbeit am Entstehen des Beitrags beteiligt waren.

Hat man im öffentlich-rechtlichen Fernsehen etwa keine Zeit mehr für kritische Philosophie? Es darf spekuliert werden. 



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Wissenschaftsdoping

13. April 2008, 19:00

PillenbergMachen sich unsere schlauesten Köpfe noch schlauer? Zu dieser Frage hat das Wissenschaftsmagazin Nature eine Online-Umfrage geschaltet, deren Ergebnisse kürzlich online veröffentlicht wurden. Insgesamt haben 1428 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran teilgenommen. Repräsentativ ist die Auswahl aber sicher nicht, denn zum einen dürfte die Leserschaft von Nature nur einen Teil der Wissenschaften, vor allem aus der naturwissenschaftlichen Fakultät, ansprechen, zum anderen ist ihr Wirkungsgrad in den Vereinigten Staaten sicher am höchsten. So belegen auch die Daten, dass knapp 70% der Teilnehmer in den USA leben, gefolgt von 6% in Großbritannien. Nach Kanada mit 6% kommen Australien und Deutschland, in denen jeweils 3% der Teilnehmer ihren Wohnsitz haben. Diese Zahlen sollte man aber nicht mit den Nationalitäten gleichsetzen, denn beispielsweise arbeiten (und leben) ja auch viele deutsche Wissenschaftler in Nordamerika.  (weiter)

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Komapatienten als Organspender?

05. April 2008, 09:41

Komapuppe„Ganz schön daneben“ – so könnte man einen Artikel der nordamerikanischen Philosophin Yvonne Raley zusammenfassen, einer „Expertin für Metaphysik und Angewandte Ethik“, wie es heißt. Sie vermischt darin zwei Fragen, die nicht zusammengehören: Erstens, ab wann gilt ein Mensch für tot? Zweitens, unter welchen Umständen dürfen einem Menschen Organe entnommen werden, um damit anderen zu helfen? Die Frage, die Raley diskutiert, lautet hingegen: Sollte man Komapatienten für tot erklären, um Organspenden zu erleichtern? Das heißt, Raley sucht nach einem Todeskriterium, das sich anders als das bei uns und in vielen Ländern gültige Konzept vom Hirntod nicht am medizinischen und wissenschaftlichen Stand orientiert, sondern am Nutzen. (weiter)

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Darf man seinen Hund essen?

27. März 2008, 16:15

BaluBello war ein guter Hund und viele Jahre lang Ihr treuer Begleiter. Das Stöckchen hat er Ihnen jedes mal mit Begeisterung zurück gebracht und auch den Postboten hat er pflichtgetreu stets böse angeknurrt. Doch, Bello litt an einem seltenen Herzfehler, von dem niemand etwas wusste. In einem Moment der Freude über einen großen Knochen versagte plötzlich sein Herz. Wenigstens musste er so nicht leiden. Stellen Sie sich jetzt die Frage: Dürfte man Bello essen? Verrückt? Abscheulich? Geschmacklos? Dann lesen Sie weiter! (weiter)

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Homo homini lupus

22. März 2008, 14:49

WolfDer Mensch des Menschen Wolf – so sah der Empiriker Thomas Hobbes (1588-1679) das Verhältnis der Staaten untereinander. Im Naturzustand herrsche der bellum omnium contra omnes, der Krieg aller gegen alle. Nur der Staat könne den Menschen eine Ordnung aufzwingen und müsse daher wie ein Leviathan, ein furchteinflößendes Monster, über seinen Bürgern schweben. Dann würde zwar innerhalb eines Staates Frieden herrschen, doch der Krieg zwischen den Staaten weitergehen. Ein Ende war für Hobbes nicht in Sicht, wohingegen der politische Philosoph Bertrand Russell 250 Jahre später die Hoffnung hegte, ein Weltstaat könne für Weltfrieden sorgen – und dafür sogar eine Fremdherrschaft in Kauf genommen hätte. (weiter)

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Warum bloggen wir eigentlich?

09. März 2008, 11:53

Gestern trafen sich im pfälzischen Deidesheim gut vierzig Blogger, die in den verschiedenen Bereichen der SciLogs (WissensLogs, ChronoLogs, KosmoLogs und die Ihnen schon bekannten BrainLogs) für den Spektrum Verlag Blogs schreiben. In Workshops, Diskussionen sowie bei Speis' und Trank wurde dabei auch über den Sinn und Unsinn der Bloggerei gegrübelt. Als Motiv fiel beispielsweise „Sendungsbewusstsein“ ein, das Bedürfnis nach Kommunikation, Spaß am Schreiben oder auch der Wunsch, sein Fachgebiet der Öffentlichkeit näher zu bringen, es zu „popularisieren“. (weiter)

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Neue Gedankenlesestudie in Nature erschienen

06. März 2008, 11:38

Forscher von der University of California in Berkeley wollten es genauer wissen, wie gut man gesehene Bilder in der Hirnaktivierung einer Versuchsperson erkennen kann. Mit ihrer Studie, die gerade in Nature erschien, gingen sie zwei Schritte über die bisherigen Experimente hinaus: Erstens sollten die Bilder nicht nur künstliche Stimuli sein, wie man sie gerne in Wahrnehmungsexperimenten verwendet, sondern natürliche Fotos. Zweitens sollte die Erkennung auch für ganz neue Bilder funktionieren, die man nicht schon in der vorherigen Trainingsphase verwendet hatte. Mit ihren aufwändigen Verfahren kommen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis. (weiter)

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