brainlogs Menschen Bilder

Neue Gedankenlesestudie in Nature erschienen

06. März 2008, 11:38

Forscher von der University of California in Berkeley wollten es genauer wissen, wie gut man gesehene Bilder in der Hirnaktivierung einer Versuchsperson erkennen kann. Mit ihrer Studie, die gerade in Nature erschien, gingen sie zwei Schritte über die bisherigen Experimente hinaus: Erstens sollten die Bilder nicht nur künstliche Stimuli sein, wie man sie gerne in Wahrnehmungsexperimenten verwendet, sondern natürliche Fotos. Zweitens sollte die Erkennung auch für ganz neue Bilder funktionieren, die man nicht schon in der vorherigen Trainingsphase verwendet hatte. Mit ihren aufwändigen Verfahren kommen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis. (weiter)

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Neuroethik in Japan

03. März 2008, 16:40

Im fernöstlichen Japan ist die Sonne rot, wie sich schon an der Nationalflagge erkennen lässt. Welche anderen kulturellen Unterschiede gibt es aber, die den Umgang der Menschen mit den Technologien der Hirnforschung beeinflussen? Diese Frage ist nicht nur eine Reise, sondern auch einen Blog-Beitrag wert. (weiter)

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Liebe durchkreuzt die Pläne der Vernunft

18. Februar 2008, 08:00

LiebeZugegeben, Wissenschaftler sind oft weltfremd. Spätestens aber dann, wenn es um die romantische Liebe geht, horchen selbst die Intellektuellen im Elfenbeinturm auf – auch wenn sie eine recht eigentümliche Sichtweise haben mögen: Zwei Sozialforscher von der Northwestern University in Evanston, Illinois, haben sich hunderte Videos von Studenten bei einem „Speed Date“ angeschaut. Ganze vier Minuten hatten diese Zeit, um sich eine Meinung zu bilden, ob sie ihr Gegenüber wiedersehen wollten. Antworteten beide mit „ja“, dann wurde der Kontakt zwischen den Interessierten vermittelt. (weiter)

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Denkdoping

12. Februar 2008, 10:43

Tabletten ohne EndeDie Frage, ob wir uns mithilfe von Medikamenten oder anderen Technologien schlauer machen dürfen, als wir es im Normalzustand ohnehin schon sind, kursiert immer wieder in den Medien. Vergangenen Freitag war mein Bekannter, Thorsten Galert, von der Europäischen Akademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler ins Philosophische Radio von WDR 5 eingeladen, um mit den Zuhörern eine Stunde lang über das Thema zu diskutieren. (weiter)

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Bewusstseinsstörungen

31. Januar 2008, 11:27

NarreteiKarneval ist eine Zeit der Freude. Karneval ist eine Zeit der feucht-fröhlichen Momente. Karneval ist aber auch eine Zeit der Bewusstseinsstörungen. Hervorgerufen durch Alkohol, andere Drogen oder auch nur kollektive Blödelei, kommt es zu einer Veränderung der Bewusstseinsinhalte: Hemmungen sinken und damit auch die Wahrnehmungsschwelle für soziale Normabweichungen. Was sonst peinlich war, wird plötzlich witzig. (weiter)

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The Moral Brain

23. Januar 2008, 10:34

Jan Verplaetse, Universität Gent, Foto von Bart CloetUnter dieser Überschrift trafen sich am vergangenen Wochenende an der Universität Gent in Belgien Philosophen, Juristen und Psychologen, um über die ethischen Implikationen der Hirnforschung zu diskutieren. Insbesondere sollte es um die Möglichkeiten des Gedankenlesens und des Eingriffs in das Gehirn mit Methoden der Psychopharmakologie oder der Tiefenhirnstimulation gehen. In seiner Einführung verwies Jan Verplaetse (siehe Foto), Professor an der Fakultät für Rechtswissenschaft und Hauptorganisator der Tagung, auf die vielen philosophischen, ethischen und juristischen Fragen, die in den letzten Jahrzehnten durch das Projekt der Lokalisierung von Gehirnfunktionen und gedanklicher Prozesse aufgeworfen wurden. (weiter)

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Auf der Sinnsuche

07. Januar 2008, 11:13

„Körper und Geist in Buddhismus und Wissenschaft“ war der Titel eines Vortrags- und Gesprächsabends, zu dem ich vorgestern geladen war. Der buddhistische Meditationslehrer und ehemalige Mönch Yesche Udo Regel sollte den religiösen Teil übernehmen, ich den wissenschaftlichen. So sprach ich dann von der experimentellen Psychologie, die mit ihren Versuchen die Funktionen des Geistes untersucht; vom Behaviorismus, der sich vor allem durch eine Geistfeindlichkeit auszeichnet, wurde der Mensch doch als ein schwarzer Kasten angesehen, eine Black Box, über dessen innere Vorgänge man keine Aussage machen konnte; und schließlich von der kognitiven Neurowissenschaft, die mit den modernsten Verfahren den menschlichen Geist und Bewusstsein besser verstehen möchte. Dabei bemühte ich mich noch, auch auf Aspekte des Buddhismus einzugehen, um die Anknüpfung zu meinem Gesprächspartner einfacher zu machen. Organisiert wurde das ganze vom Sinnsucher e.V., einem Verein mit Sitz in Bonn. (weiter)

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Weihnachten 2018

02. Januar 2008, 13:52

Gerade sind die Feiertage überstanden und der Alltag fängt wieder an. Stellen wir uns vor, in Zukunft würde es Haushaltsgeräte geben, mit denen man Gedanken lesen könnte. Insbesondere die Möglichkeit, zuverlässig Lügen zu erkennen, erscheint attraktiv. Wie könnte ein Weihnachtsfest aussehen, bei dem es ein solches Gerät im Haushalt gibt? Ein fiktives Beispiel: (weiter)

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Intelligenz der Gefühle

27. Dezember 2007, 13:50

Gefühle sind „in“. Nach der kognitiven Wende in der Psychologie bescherten uns die 1990er, vorangetrieben durch die Hirnforschung, eine emotionale Wende. „Emotion“ ist zu einem Schlagwort geworden, um beinahe jede Form des Denkens und der Entscheidung zu erklären. Am Beispiel der moralischen Entscheidungen (Erst das Gefühl, dann die Moral?, G&G 1-2/2008, S. 44-49) können Sie dies in der aktuellen Ausgabe von Gehirn&Geist nachvollziehen. Kürzlich titelte das Magazin aber mit der Intelligenz des Bauchgefühls, der Intuition, und es wurde dafür argumentiert, davon bestimmte Entscheidungen seien oft die besten (Kopf oder Bauch?, G&G 11/2007, S. 26-30; Gegen jede Logik, G&G 11/2007, S. 34-39). Intuition, Gefühl, das geht Hand in Hand und so heißt es auch im Artikel: „Den Gefühlen freie Bahn“ (S. 35). Gerade bei komplizierteren Entscheidungen würde langes Nachdenken weniger nutzen, solle man stattdessen „am Ende dem Gefühl folgen“ (S. 28). (weiter)

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Gedankenlesen

18. Dezember 2007, 11:39

Nachdem die Idee des „Gedankenlesens“ lange Jahre der Fantasieliteratur und esoterischen Kreisen vorbehalten war, schicken sich nun immer mehr Hirnforscher an, die Gedanken mit ihren hoch entwickelten Maschinen zu verstehen. Das aktuelle Beispiel der Lügendetektion verdeutlicht das große Interesse an konkreten Anwendungen, während die meisten Wissenschaftler noch an grundlegenden Fragen arbeiten. Über die US-Amerikanische Firma No Lie MRI gibt es sogar das Gerücht, sie wolle nun auch in den europäischen Markt einsteigen. Wie der Name es nahe legt, möchte das Unternehmen die Magnetresonanztomographie (MRT, englisch MRI) dazu verwenden, im Gehirn einer Versuchsperson Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Auf der Homepage finden sich jedenfalls vollmundige Versprechen. (weiter)

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