brainlogs Graue Substanz

Civitas Berlin: Vom Neuron zum denkenden Tier

11. März 2010, 08:13

Berichte aus der Berliner Neurowissenschaft von Gestern bis Heute finden sich von nun ab und an in meinem Blog. 

"In die Geschichte der Wissenschaft hat Berlin in den letzten Jahrhunderten und bis in die jüngsten Tage hinein unauslöschliche Spuren eingetragen."
So las ich gestern Abend im Umschlag meines gerade in einem Antiquariat am Gendarmenmarkt neu erworben Buches "Wissenschaft in Berlin" (Dietz, 1987). Ich war etwas zu früh dran und wartete auf den Beginn einer Veranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Da sah ich das Buch, kaufte es spontan, schmökerte und die Idee, Berichte aus der Berliner Neurowissenschaft von Gestern bis Heute zu schreiben, war geboren.  (weiter)

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Das Wo und Wann der Neuromodulation

02. März 2010, 08:48

Fortschritt in dem Verständnis und der Therapie von Fehlfunktionen des Gehirns resultiert auch aus der Verknüpfung theoretischer Physik mit Neurologie. Die Physik verrät, wo und wann Nerven moduliert werden müssen, damit eine pathologische Dynamik korrigiert werden kann. 

In meinem Beitrag "Die Neurologie muss einen großen Sprung machen" habe ich mit dem Titel den Neurologen Oliver Sack zitiert und so auch meine Hoffnung angedeutet, dass die Neurologie in dem nächsten Jahrzehnt einen Quantensprung machen wird. Oliver Sacks tat dies schon vor über 20 Jahren und musste länger warten als er wohl dachte. Auch ich mag mich mit der Zeitspanne von nur zehn Jahren verschätzen. Aber die Entwicklung ist schon heute in ihren Anfängen erkennbar.   (weiter)

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Die Neurologie muss einen großen Sprung machen

20. Februar 2010, 12:15

Ein kurzer Hinweis auf den gestrigen Beitrag "Ich bin die zitternde Frau" im Büchermarkt des Deutschlandfunks.

Gestern war der 55ter Geburtstag der Schriftstellerin Siri Hustvedt – dies blieb aber anscheinend unbemerkt im Deutschlandfunk – und vorgestellt wurde an diesem Tag im Bückermarkt allein ihr neustes Buch: Die zitternde Frau (Rowohlt Verlag). Ich habe ihr neustes Buch noch nicht gelesen, da ich auf die erst Anfang März erscheinende Originalfassung warte.

Auf diesen Beitrag will ich aber an dieser Stelle kurz hinweisen.  Er spannt den Bogen zu dem was auch mein Blogthema ist und in einem Satz zusammengefasst wird: "Die Neurologie muss einen großen Sprung machen". So schrieb es Oliver Sacks in seinem Buch Der Tag, an dem mein Bein fortging (Rowohlt Tb Verlag). (weiter)

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Schweinegrippe und Epilepsie

26. Januar 2010, 08:46

In meinem letzten Beitrag ging es um die Analogie zwischen der Ausbreitung der Beulenpest in Europa im Mittelalter und der Ausbreitung von Migränewellen in der Großhirnrinde. Beides geschieht in Form von Erregungswellen. Pandemien und Hirnpathologien können sich aber auch schlagartig ausbreiten. Die Schweinegrippe und Epilepsie sind Beispiele dafür.

Dieser Beitrag ist ein Nachtrag zum Blog Europa, Fußballstadion, Großhirnrinde.

Es kam die Frage auf, warum breitet sich die Schweinegrippe heute schneller ausbreitet, als die Beulenpest im Mittelalter?  (weiter)

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Europa, Fußballstadion, Großhirnrinde

19. Januar 2010, 17:53

Der Schwarzer Tod wanderte sechs Jahre durch Europa und Fußballfans lassen La Ola-Wellen im Stadion laufen. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun? Falsch — Wie ein Perspektivenwechsel zu neuen Sichtweisen auf die Großhirnrinde führt.

Was haben die im Titel aufgeführten Begriffe gemeinsam? Alle wären gültige Antworten auf die Frage ...  (weiter)

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Physik der Migräne

11. Januar 2010, 22:01

Wer bei Physik und Migräne an Kopfschmerzen denkt, verursacht durch das Nachdenken über schwere Körper auf schiefen Ebenen, Spulen in Schwingkreisen oder Gravitation als gekrümmte Raumzeit, der liegt nun falsch. Physik mag Kopfschmerzen verursachen, Migräne aber nicht. Migräne ist eine Volkskrankheit, der Kopfschmerz dabei nur eins von vielen möglichen Symptomen.

3sat BildchenPassend zur am 12. 01. 2010 um 18.30 Uhr auf 3sat gezeigten Sendung nano mit einem Migräne-Schwerpunk, hier ein Blogpost über die Frage was Physiker mit Migräne zu tun haben. Ein ähnlicher, sogar etwas ausführlicher Beitrag "The physics of migraine" erschien auf scilogs.eu.  (weiter)

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Ich sehe was, was du nicht siehst

01. Dezember 2009, 12:25

Kurzzeitige Sehstörungen bei Migräne sind typisch und folgen oftmals einem charakteristischen Verlauf im Gesichtsfeld. Dieser Verlauf liefert uns wertvolle Informationen über die Krankheitsursache.

Wellen im gekrümmten Raum. Das klingt nach Einstein und der Gravitation, nach Relativitätstheorie also. Es ist aber auch Neurologie, denn unsere Hirn hat Windungen, die Menschen in Form visueller Halluzinationen bei Migräne im wahrsten Sinne des Wortes sehen können, weil eine Welle durch ihre gekrümmte Sehhrinde läuft. (weiter)

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Die technische Art des Neuro-Enhancement

18. November 2009, 16:14

Gerät das Herz aus dem Takt, übernimmt ein Herzschrittmacher. Gerät das Hirn aus dem Takt, geht ein Hirnschrittmacher ans Werk. Für die technische Art des Neuro-Enhancement bedarf es ausgeklügelter theoretischer Konzepte. So entstand das neue Paradigma der modernen therapeutischen Neurotechnologie.

Das große Interesse am Thema Neuro-Enhancement fokussiert sich im Moment auf pharmakologische Substanzen und deren Wirkung. Parallel läuft eine ebenso spannende Entwicklung, die der Neurotechnologie.  (weiter)

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Killerwellen vom Ozean ins Gehirn

12. November 2009, 06:14

Nach Tsunamis werden nun auch Wellen in Folge von Hirnblutungen als Killerwellen bezeichnet. Vom Standpunkt einer nüchternen mathematischen Beschreibung haben diese Wellen so viel gemeinsam wie Wasser und graue Substanz. Ein wissenschaftlicher Durchbruch sind diese Tsunamis im Gehirn trotzdem.

1997 brachte National Geographic den Film "Killer Wave: Power of the Tsunami" heraus. Doch erst in der Weihnachtszeit 2004 wurde ein Tsunami Vorlage für Filme, die den Begriff Killerwelle öffentlich geprägt haben. In Deutschland waren wir sogar Vorreiter. (weiter)

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Geist einer Sattel-Knoten-Verzweigung

02. November 2009, 21:08

Auf dem 17. Symposium "Dynamical Neuroscience" der amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH wurde Migräne als dynamische Krankheit vorgestellt. Die Rede war von Geistern, Satteln und Knoten.

Der Titel "Geist einer Sattel-Knoten-Verzweigung" hat ganz offensichtlich Ihre Aufmerksamkeit erreicht. Er entstammt dem Vokabular der nichtlinearen Dynamik, besser bekannt als Chaostheorie, ein Teilgebiet der Theoretischen Physik. Eigentlich geht es in diesem Blogpost aber um Migräne, (weiter)

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