brainlogs Geschlechtsverwirrung

Kritik an Gleichstellungsbeauftragten und Frauen-Quoten: www.streitbar.eu

von Ferdinand Knauß, 11. September 2009, 15:19

Alexander Ulfigs Essay "Qualifikation statt Quote" ist vielen Lesern sicher noch in Erinnerung. Ulfig hat mittlerweile mit einigen anderen Wissenschaftlern ein Forum im Netz eingerichtet: www.streitbar.eu . Ein Besuch dort lohnt sich sehr. Es finden sich dort schon einige lesenswerte Beiträge. Die Betreiber suchen nach weiteren Autoren!

Eine kurze Version von Ulfigs Forderungen veröffentlichte vor einigen Tagen "Die Welt": "Gleichstellungspolitik verhindert Qualität". Die Internet-Zeitschrift "Freie Welt" führte ein Interview mit ihm:

Einer der wenigen Professoren in Deutschland, der die ideologische Frauenpolitik an den Universitäten und anderswo offen kritisiert hat, ist der Wirtschaftswissenschaftler Günther Buchholz von der Fachhochschule Hannover. Immerhin besaß das "Frauen- und Gleichstellungsbüro" der Fachhochschule Hildesheim die Größe, diesen Aufsatz ("Ideologiekritische Thesen zur Problematik der Frauenpolitik: Plädoyer für eine wirksame, eine angebotsorientierte Frauenpolitik") im Wintersemester 2003/04 in ihrer Zeitschrift "Thea" widerzugeben - mitsamt einer Gegenkritik. Leider ist der Aufsatz offenbar nicht mehr im Netz zu finden.

Eine von Buchholz' Thesen: "Das Problem der Benachteiligung von Frauen ist ein Angebotsproblem." Am Arbeitsmarkt (es geht vor allem um die Universitäten) gibt es häufig gar keine oder zu wenige oder zu gering qualifizierte Frauen. Das wird aber von den Gleichstellungsideologen natürlich nicht akzeptiert. Stattdessen heißt es, "man müsse nur intensiver nach ihnen suchen". Eine Umkehr zu einer systematischen 'angebotsorientierten' Frauenpolitik (Förderung weiblicher Doktoranden zum Beispiel) bliebe aber aus, "weil die feministische Ideologie, ohne im politischen Diskurs jemals kritisch reflektiert worden zu sein, aus ziemlich oberflächlichen und opportunistischen Gründen mehr oder weniger zur Grundlage der frauenpolitischen Parteiprogrammatik und des konkreten Handelns geworden" sei.





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Kommentare

  1. zend Gala-Auftritt für Brainlogger
    11.09.2009 | 20:53

    Und wenn man nun in Brainlogs eine Sparte "Werbung" einrichten würde? Wie z.B. in der, ich traue es mich kaum zu sagen, Gala? Dieser Beitrag versteht sich natürlich streng dem Knauß'schen Aufklärungsgedanken unterworfen.

  2. 14.09.2009 | 11:08

    Ihr Beitrag, lieber Leser "Zend", ist etwas wirr. Drücken Sie sich doch ein wenig klarer aus. Was werfen Sie mir denn vor? Und was hat das mit der "Gala" zu tun? (Ich nehme an Sie haben meinen Eintrag zur "Gala Men" gelesen)

    Ich sehe einen der Zwecke meines Blogs darin, auf interessante Texte anderer Menschen, vor allem Wissenschaftler, aufmerksam zu machen. Ja, natürlich. Nennen Sie das meinetwegen ruhig "Werbung". Ich nenne es lieber Empfehlung, denn das Wort "werben" impliziert heutzutage kommerzielle Interessen, und damit hat das was ich hier tue, ja wohl gar nichts zu tun. Oder glauben Sie, dass Herr Ulfig oder Herr Buchholz mir jetzt 500 Euro überweisen?
    Sie haben komische Vorstellungen!

    Und was meinen Sie überhaupt mit dem "Knauß'schen Aufklärungsgedanken"?

  3. A. D. Ferdinand Knauß und die Ideologie
    14.09.2009 | 21:59

    Ich verstehe Zend so: Sie sagen, dass Sie nur aufklären wollen, vertreten aber ganz klar eine einseitige Ideologie, sind im Maskulinismus gut vernetzt. Wo ist das Verständnisproblem? Und von Ihren "Wissenschaftlern" ist man mit 2-3 Klicks wieder wie so oft bei den unsäglichen Jungs von Perseus, bei A. Hoffmann (wissenschaftlicher Autor von Sachbüchern wie Vagina Dentata, Ausbildung zur perfekten Domina, Zucker und Peitsche für Barbara, Gynopolis, Stadt der dominanten Frauen, Lustvolle Unterwerfung u.a.). Ich gebe zu, mir die Originallektüre erspart zu haben, aber Sie machen das ja auch so.
    Ich auf den ersten Blick sind mir noch zwei andere Dinge aus verlinkten Seiten ins Auge gesprungen, z.B.
    "Wenn die Polen nicht darauf bestanden hätten, Danzig zu behalten, ist es denkbar, dass der Holocaust abgewendet worden wäre – und der Kalte Krieg wäre definitiv verhindert worden."
    Oder: "Wahlrechtsentzug für Nettostaatprofiteure" usw.. Finde ich auch sehr aufklärerisch.
    Also insgesamt alter Hut: Unter dem Deckmantel der Aufklärung (haben Sie mal so als Ziel Ihres Blogs beschrieben) Ideologie verbreiten. Auch hier: Es geht nicht um Diffamierung Ihrer Person oder einer Ideologie, sondern um das ANstoßen einer kontroversen Diskussion.

  4. Goofos @A.D.
    15.09.2009 | 00:33

    Liegt wohl u. U. auch daran weil wenn es was zum aufdecken in der Geschlechterforschung gibt, man das auch "eine Ideologie aufdecken" nennen könnte.

  5. Roslin @A.D.: Billige Diffamierung
    15.09.2009 | 02:17

    Was Sie hier abliefern, A.D., ist die übliche, billige, inhaltsleere Demagogie gekränkter IdeologInnen.
    Der Versuch, Kritik am Feminismus in die rechtsradikale Ecke zu befördern in der Hoffnung, sich dann nicht sachlich-argumentativ mit dieser Kritik auseinander setzen zu müssen, das führen Sie hier vor, mehr nicht.

    Offenbar,weil man dieser Kritik nicht viel entgegen zu setzen hat, besteht doch feministische "Wissenschaft" hauptsächlich aus empirisch nicht belegten Unterstellungen, böswilliger Interpretationen aufgrund empirisch haltloser Prämissen usw., Ideologie pur, eine Ideologie der Médisance, des Neides, der Diffamierung männlichen Verhaltens.
    Das ist erbärmlich, erbärmlich wenig.

    Arne Hoffmann ist als Journalist ein absolut sorgfältig arbeitender Mensch, von dem sich viele unserer Mainstream-Journalisten eine Scheibe abschneiden könnten, was Sorgfalt der Recherche und Quellenauswertung anlangt, gerade in Geschlechterfragen.
    Daneben schreibt er auch pornographische Romane, z.T. mit S/M-Inhalten, Sex-Ratgeber etc.
    Das mag ihn ja in Ihren Augen als ernstzu nehmenden Journalisten disqualifizieren, in meinen nicht.
    Wenn Sie den Journalisten Hoffmann "entwewrten" wollen, dann befassen sie sich mit dem Journalisten und nicht mit dem Porno-Autor.
    Denn ansonsten führen Sie nur vor, wie das argumentum ad personam funktioniert, dass von Unredlichen angewandt wird, denen an sachlicher Argumentation nicht gelegen sein kann, weil sie keine Argumente vorzubringen haben, das wohl wissend daher von vorneherein auf Diffamierung ausweichen.
    Dass Sie das such noch mit Herrn Knauß versuchen, macht nur noch deutlicher, was von Ihnen und Ihresgleichen zu erwarten ist.
    Die politische Macht des Feminismus muss eingeschränkt werden, bevor noch mehr FeministInnen ihre Diffamierungsbemühungen und Diskussionsverhinderungsstrategien mit der Staatsmacht im Rücken gegen ihre Kritiker wenden können.
    Kaum eine Institution der Gesellschaft, die nicht von Gleichstellungsbeauftragtinnen durchsetzt würde, die als Politkommissarinnen jener Ideologie fungieren, die Sie hier ebenso typisch wie würdig vertreten.
    Es wird Zeit, dass diejenigen, denen an offener Diskussion und Gesellschaft gelegen ist, sich dem Vormarsch dieser Idologie entgegen stellen.

  6. 15.09.2009 | 11:21

    Einspruch! Ich bin nicht "im Maskulismus gut vernetzt". Ich lese das eine oder andere und werde von manchen "Maskulisten" offenbar gelesen. Nennen Sie das "vernetzt"? Dann bin ich auch mit dem "Feminismus" gut vernetzt, sogar noch besser. Denn ich lese viel mehr von Feministinnen als von Maskulisten.
    Und ich werde offensichtlich auch von manchen Feministinnen recht aufmerksam gelesen. Was mich übrigens besonders freut.

    Eine Ideologie werden Sie bei mir aber vergeblich suchen. Wenn Sie mir das unterstellen, sind Sie entweder nicht aufrichtig oder Sie lesen meine Texte nicht richtig.

    Ihnen ist doch wohl hoffentlich klar, dass ich nicht verantwortlich zu machen bin, wenn sich auf Seiten, auf die ich hinweise, außerdem vielleicht irgendwelche Texte finden, die Ihrem Weltbild nicht entsprechen. Auf feste Verlinkungen verzichte ich, wie Sie wissen ohnehin. Es sind immer nur punktuelle Empfehlungen im Rahmen meiner Blog-Einträge.

  7. Steffen K. Danke für den Hinweis
    15.09.2009 | 17:17

    Hallo Herr Knauß,

    ich lese schon seit längerer Zeit hier auf ihrem Blog mit und bin immer wieder sehr angetan von der Qualität der Beiträge wie der Kommentare dazu.
    Sehr gut, bitte machen Sie weiter, es werden Diskussionen angestoßen und andere Blickwinkel auf bestimmte Themen der Geschlechterthematik eröffnet, die ich in den großen Qualitätsmedien allzu oft vermisse.
    Auch der Hinweis auf die "streitbar"-Website ist wieder so eine Perle, die ich auf Ihrem Blog gefunden habe.
    Lassen Sie sich bitte von Kritikern, die ihre Kritik lieber im persönlichen als im sachlich-argumentativen Bereich anbringen, nicht vom Kurs abbringen.
    Eine offene Diskussion über die "Gleichstellungsideologie", wie sie in Deutschland von oben herab durchgedrückt wird, ist dringend nötig und sollte auch und gerade im Sinne einer jeden klugen und selbstbewußten Frau sein.

  8. Syd Mounep Streitbar, ich lach mich tot.
    26.09.2009 | 14:48

    Ich bin ein Gegner jeder Art von Quotenpolitik -- wenn es nach mir ginge, würde überall nur nach Qualität/Qualifikation entschieden werden. Warum die Hochschulen systematisch und offen gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz verstoßen dürfen, war mir noch nie einleuchtend.

    Aber das, was da auf der von Ihnen so warm empfohlenen Webseite „Streitbar.eu“ verzapft wird, ist unreflektierter anekdotenhafter Anti-Political-Correctness-Schwachsinn erster Güte. Da ist kein einziger gut argumentierter oder gar mit Fakten abgesicherter Beitrag zu finden. Was hat eine Empfehlung dieser Webseite in einem Wissenschaftsblog zu suchen?

  9. Elmar Diederichs @Syd Mounep: Streitbar
    26.09.2009 | 14:52

    "Streitbar, ich lach mich tot. Was hat eine Empfehlung dieser Webseite in einem Wissenschaftsblog zu suchen?"

    Vielleicht möchte Sie uns auch ihre Gründe für einen derart pointierten Standpunkt mitteilen?

    Sogar ein oder zwei Beispiele würden sicher bereits weiterhelfen.

  10. Sören Schewe kein Betreff
    26.09.2009 | 15:12

    Hm, das ist dann wohl schon der zweite Wissenschaftsblog mit dem Syd Mounep seine Probleme hat (siehe bei mir).

  11. Elmar Diederichs @Sören Schewe: Syd Mounep
    26.09.2009 | 15:19

    "Syd Mounep" ist ein schlechtes Anagramm von "Pseudonym".

    Der Verwender hinerläßt - wie der user Raucher auch - hochemotionale Kommentare und verzichtet auf jede Begründung.

    Er weiß nicht, daß der Formulierungsstil oft geschlechtsspezifisch ist.

    Er weiß auch nicht, daß Gleichstellungspolitik nicht mit der Methode der Wissenschaft gemacht wird: Die erfreulichen Fortschritte, die im Hinblick auf die Emanzipation der Frauen gemacht wurden, sind in keiner Weise eine Folge der Argumentationslage.

    Und das bedeutet nach meiner Ansicht, daß der user "Syd Mounep" noch nie aufgrund seines Geschlechts wirklich unter Druck gestanden hat.

  12. Sören Schewe kein Betreff
    26.09.2009 | 17:42

    Lieber Elmar Diederichs,

    Da mögen Sie bzgl. Syd Mounep wohl recht haben. Wollen wir nur mal hoffen, dass wir uns da nicht einen Troll angezogen haben^^

  13. Elmar Diederichs @Sören Schewe: Syd Mounep, die zweite
    26.09.2009 | 17:51

    Genau das war meine Vermutung.

  14. Syd Mounep streitbar.eu
    26.09.2009 | 19:27

    Und wenn ich Beispiele nenne, dann werfen Sie mir Zitatepflückerei vor. Wenig attraktive Aussicht. Also sage ich es noch einmal allgemein: Auf der Seite werden auf die „hochemotionale“ Art, die Sie ja anscheinend sonst nicht schätzen, billige Klischees abgesondert. Mit einem differenzierten oder gar kenntnisreichen Diskurs um Diskriminierung hat das nichts zu tun.

    Sie vermuten, ich habe noch nie aufgrund meines Geschlechts unter Druck gestanden. Sie vermuten falsch. Mir ist zweimal in professoralen Berufungsverfahren der erste Listenplatz mit dem unter der Hand geäußerten Anmerkung versagt geblieben, dass die Frauenbeauftragte mit Rückendeckung der Hochschulleitung auf einer Frau bestanden hätte. Ich hätte also allen Grund, verbittert zu sein, aber deswegen werde ich noch lange nicht Stammtischparolen zur angeblichen oder tatsächlichen Bevorzugung von Frauen als „lohnend“ oder „lesenswert“ bezeichnen.

    Darüberhinaus wäre ich dankbar, wenn Sie mir auch nur einen „hochemotionalen“ Kommentar zeigen könnten, den ich auf Ihrer oder sonst einer Webseite hinterlassen habe. Auf Herrn Schewes Seite habe ich ein paar offensichtliche Fragen zu seinem Beitrag gestellt, die er nicht beantworten konnte oder wollte. Was das mit Trollerei zu tun haben soll, ist für mich nicht ersichtlich. Es sei denn, Sie halten Kritik grundsätzlich für Trollerei, aber dann haben Sie sowohl mit dem Bloggen als auch mit der Wissenschaft das falsche Betätigungsfeld gewählt.

  15. Elmar Diederichs @Syd Mounep: >o(((°>
    26.09.2009 | 20:04

    "Und wenn ich Beispiele nenne, dann werfen Sie mir Zitatepflückerei vor."
    Ist das die Begründung, die Sie nachholen wollten?

    "Mir ist zweimal in professoralen Berufungsverfahren der erste Listenplatz mit dem unter der Hand geäußerten Anmerkung versagt geblieben, dass die Frauenbeauftragte mit Rückendeckung der Hochschulleitung auf einer Frau bestanden hätte."
    In welchem Fach arbeiten Sie denn? ich bin sicher, Sie haben nichts dagegen, wenn wir zur Kontrolle der Wahrheit Ihrer Behauptungen ein wenig fachsimplen.

    "Was das mit Trollerei zu tun haben soll, ist für mich nicht ersichtlich."
    Dann helfe ich gerne aus: Wir reden hier über Sie und nicht über das Geschlechterverhältnis oder den Beitrag von Herrn Knauß.

    Beschränken Sie sich in Zukunft auf Kommentare zur Sache, dann verschwindet der Vorwurf der Trollerei von selbst.

  16. Syd Mounep @ Elmer Diederichs
    26.09.2009 | 22:58

    Wie Sie ja messerscharf erkannt haben, ist mein Name ein Pseudonym. Für die Verwendung eines solchen habe ich gute Gründe. Wenn ich Ihnen jetzt mein Fachgebiet nennen würde, dann wäre es mit etwas googeln nicht sehr schwer für Sie, herauszufinden wer ich bin (oder zumindest den Personenkreis einzugrenzen). Da mir meine Anonymität wichtiger ist als die Frage, ob Sie mir glauben, lasse ich das also lieber und lebe mit Ihrem Unglauben. Hinzu kommt, dass die Interessenvielfalt, die aus Ihrer Website ersichtlich wird, zwar beeindruckend ist, dass es Ihnen aber trotzdem schwerfallen würde, mit mir zu fachsimpeln.

    Ich habe mir im übrigen Ihre Kommentare auf den verschiedenen Blogs hier durchgelesen und habe nicht viel Inhaltliches gefunden -- Ihre Ermahnung, „zur Sache“ zu kommentieren, finde ich deshalb vergnüglich. Wenn ich ein Troll bin, sind Sie ein Fanboi.

    Was an „streitbar.eu“ lesenswert ist, werde ich in diesem Thread wohl nicht erfahren, deshalb will ich ihn auch nicht länger für unsere offensichtlich für beide Seiten unbefriedigende Diskussion kapern.

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