Die wissenschaftlichen Schwächen des Feminismus
Die Politologin Helen Lindberg von der Universität Örebro in Schweden hat in ihrer Dissertation "Only Women Bleed?: A Critical Reassessment of Comprehensive Feminist Social Theory" vier einflussreiche feministische Theorien daraufhin untersucht, ob sie sinnvoll sind als Grundlage sozialwissenschaftlicher Untersuchungen. Und ihr Ergebnis ist eindeutig: Nein!
„Feministische soziale Theorien versorgen uns mit einem ideologisch verfärbten Bild der Gesellschaft“, schreibt sie. Sie seien wissenschaftlich unhaltbar, viel zu unterentwickelt und außerdem beladen mit „unlösbaren inneren Problemen der Logik“. Lindberg, deren Arbeit vom staatlichen schwedischen „Wissenschaftsrat“ unterstützt wird und mir leider nicht vollständig sondern nur in Ihrer eigenen Zusammenfassung vorliegt (bitte, lieber Helmut, sei mir gnädig, ich konnte die ganze Diss nicht so schnell besorgen), wirft den Theoretikerinnen des Feminismus vor, das wissenschaftliche Ethos zu verletzen. Die Feministinnen schadeten dadurch dem Kampf um Geschlechtergleichheit.
Diese Theorien, etwa der „Radikale Feminismus“ von Catharine MacKinnon oder Anna Jonasdottirs „Love Power“, böten „wenig oder kein Anwendungsfeld für das Individuum zur Veränderung oder Entwicklung der Gesellschaft und haben Schwierigkeiten, empirischen Beweisen Rechnung zu tragen.“ Stattdessen seien die Theorien utopisch oder vage und schlecht entwickelt.
Die derart hart attackierten Feministinnen sind hochangesehene und renommierte Autorinnen, die nicht nur durch ihre Schriften, sondern auch im akademischen Betrieb einflussreich sind. Eine davon ist zum Beispiel Judith Butler, Professorin an der Universität Berkeley in Kalifornien. Sie wurde mit ihrem Buch „Gender Trouble“ (1991) zur Ikone vieler junger Kulturwissenschaftlerinnen.
Exkurs zu Butler:
Ihre These, dass durch die kulturelle Einteilung der Gesellschaft in zwei Geschlechter Macht konstruiert und aufrechterhalten wird und dass diese Einteilung nicht naturgegeben ist, beherrscht seither die Geschlechterforschung. Sie und ihre Anhängerinnen fordern dazu auf, die Kategorie Mann/Frau aufzulösen. Butler ist die personifizierte Postmoderne, ihre Texte sind äußerst schwer verdaulich, fehlen aber in keinem Literaturverzeichnis einer Veröffentlichung aus den Gender Studies. Auch stilistisch ist sie wahrscheinlich das große Vorbild der Autoren von Machwerken wie "Gender goes Life".
Am Beispiel der schwedischen Partei „Feministische Initiative“ zeige sich außerdem, so Lindberg, dass diese Theorien miteinander unvereinbar seien und auch dadurch der Sache der Geschlechtergleichheit schadeten. Die Mitglieder waren Anhängerinnen verschiedener Richtungen des Feminismus und haben sich mittlerweile heillos zerstritten.
Lindberg plädiert dafür, feministische Sozialtheorien nicht als Wissenschaft zu betrachten, sondern wie andere Ideologien als Indikatoren politischer Probleme. Sie sieht viele Parallelen zwischen Feminismus und Marxismus. Auch Marxisten sahen ihre Lehre als Wissenschaft. Beide waren und sind aber nie zu trennen von befreiungsorientiertem politischem Aktivismus. Sehr viele Feministinnen sind auch heute noch stark von marxistischem Denken beeinflusst. Lindberg selbst sei, so sagt sie, lange vom marxistischen und radikalen Feminismus überzeugt gewesen. Allerdings schwand diese Faszination, als sie die Erfahrungen realer Frauen mit diesem in Bezug setzte. Ein „dauernder Ringkampf mit ihren eigenen Überzeugungen“ sei die Arbeit an ihrer Dissertation gewesen, sagt Lindberg.
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Exkurs zu Butler:
Ihre These, dass durch die kulturelle Einteilung der Gesellschaft in zwei Geschlechter Macht konstruiert und aufrechterhalten wird und dass diese Einteilung nicht naturgegeben ist, beherrscht seither die Geschlechterforschung.
Die Kernaussage der Butlerschen Theorie halte ich schlicht für absurd. In jeder Kultur zu jeder Zeit teilten die Menschen die Menschen in die Kategorien männlich und weiblich ein.
Sexualität und Fortpflanzung sind nun mal keine theoretischen Konstrukte überholter androzentrischer Weltsicht, sondern unmittelbare Erfahrungen fast aller Menschen. Unbestritten ist, dass mit der Suche nach wesenhaften Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten auch Wertungen vorgenommen werden, Ab - und Aufwertungen, auch Machtverhältnisse zu etablieren trachten oder bestehende rechtfertigen.
Judith Butler ist eine Person, die sich daran stört, dass sie weder in die Kategorie Mann noch in die Kategorie Frau passt. Das mag sehr belastend sein. Aber deswegen Geschlechtlichkeit als reines Gedankenkonstrukt zu behaupten, das hat keinerlei Bezug zur Realität.
Es ist erstaunlich und bedrohlich zugleich, dass eine derart surreale Anschauung derart grossen Einfluss erlangen konnte.
Wer des Menschen Geschlechtlichkeit als konstruier-und dekonstruierbar postuliert, der zerstört den Kern der Identität des Menschen. Er sieht den Menschen als beliebig formbar, dem nichts wesenhaft - unveränderliches anhaftet. Ich kann mir kein totalitäreres Gesellschaftssystem vorstellen, als das Butlersche, wo die Begriffe Mann und Frau bedeutungslos geworden sind.
Die ideale Butlersche Welt wäre totalitärer als die von Orwell in seinem Roman "1984" beschriebene. Orwell liess sich vom Bolschewismus inspirieren, wo nichts weniger als der neue Mensch erschaffen werden sollte. Nichts weniger will auch Butler. Den beliebig formbaren Menschen, weder Mann noch Frau, sondern immer nur das, als was er sich konstruiert oder als was er konstruiert wurde.
Es ist kein Zufall, dass der Feminismus sich auf marxistische Ideale beruft, die den Menschen wie Knetfiguren zu formen trachten.
Lieber Herr Bosshard, Ihren Bemerkungen habe ich nichts hinzuzufügen. Ihre Beobachtung ist richtig, denke ich: Butlers Theorie ist zugleich surreal und totalitär.
@Peter Bosshard
>Judith Butler ist eine Person, die sich daran stört, dass sie weder in die Kategorie Mann noch in die Kategorie Frau passt. Das mag sehr belastend sein. Aber deswegen Geschlechtlichkeit als reines Gedankenkonstrukt zu behaupten, das hat keinerlei Bezug zur Realität.<
Das scheint mir auch der Grund der Popularität ihres Denkens bei jenen zu sein, deren "unklare" Geschlechtsidentität "zwischen den Fronten" sicher jede Menge individueller Verletzungen/Demütigungen hinterlassen hat, zugefügt von einer rigide normierenden Gesellschaft.
In Reaktion darauf aber nicht einfach nur die Gesellschaft von rigiden Normierungen zu befreien, sondern die biologische Konstitutuierung der Geschlechtsidentität selbst auch für die Mehrheit in Frage zu stellen, heißt, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
Was von diesen Menschen (Schwulen, Lesben, Transgender) als Befreiung begriffen werden mag, bedeutet für die Mehrheit die Zerstörung einer Identität, in der sie sich wohl fühlen.
Hallo Herr Knauß,
den Text der Diss. finden Sie hier:
http://oru.diva-portal.org/smash/record.jsf?pid=diva2:208582
Meines Erachtens werden die hergebrachten Theorien durch solche und ähnliche Beiträge nicht hinweggespült, sondern verfeinert und verschärft.
Beste Grüße!
... bzw. hier:
http://urn.kb.se/resolve?urn=urn:nbn:se:oru:diva-6051
(permanent link)
Bin aber auch noch nicht ganz durch...
Jede Ideologie, gleich welcher Art, kann Schaden anrichten. Und hinter Wortakrobatik muss sich nicht unbedingt geistig Sinnvolles verbergen.
Doch auch wenn Sie Ihren, mit rhetorischen Fasces vorgetragenen Antifeminismus noch so plakativ postulieren, endet er letztendlich doch in schnöder persönlicher Diffamierung (von Judith Butler durch Peter Bosshard) und üblicher Männerkumpanei. "Lieber Herr Bosshard, Ihren Bemerkungen habe ich nichts hinzuzufügen. Ihre Beobachtung ist richtig…".
Ich bin einer Meinung mit Herrn Knauss. Von Wissenschaftlichkeit ist auch bei der kritischen Männerforschung wenig bis gar nichts vorhanden. Auch bei der feministischen Wissenschaft geht es schlicht darum, nötiges halbwissenschaftliches Fundamentwerk herbeizuphantasieren, um die eigenen ideologischen Forderungen nach aussen hin als wissenschaftlich bewiesen und richtig verkaufen zu können.
Deshalb braucht es Leute wie Sie, welche die Gesellschaft darauf hinweisen.
Gruss von einem Gleichdenkenden,
Manifold
Die Söhne von Perseus
Für sich betrachtet ein lesenswerter Artikel. Im Gesamtzusammenhang aber belanglos. Feministische Glaubensbekenntnisse sind längst Fundament der Gesetzgebung eines totalitären Staatsfeminismus geworden (extrem auf EU-Ebene), der Ungerechtigkeiten und Skurrilitäten am laufenden Bande produziert. Es ist inzwischen völlig überflüssig, sich mit dem Feminismus und seinen Strömungen inhaltlich auseinander zu setzen. Die Bekämpfung des politischen Einflusses der FeministInnen ist dafür umso dringender. Über den Feminismus an sich immer noch zu diskutieren, mutet angesichts der von ihm verursachten, gesellschaftlichen Verwüstungen an, wie Feigheit vor dem Feind.
FeministInnen sind Feinde der Menschheit.
In Schweden wurde letztes Jahr eine Neuauflage von SCUM, dem "Manifest zur Vernichtung der Männer" der Warhol-Attentäterin Valerie Solanas zu einem Bestseller. In diesem Manifest träumt die frühere Prostituierte Solanas davon, daß sich Männer aufgrund der Einsicht in ihre angebliche Minderwertigkeit selbst in Vergasungsanstalten begeben, um sich töten zu lassen. Das Buch wurde bis vor wenigen Jahren auch unter den Literaturempfehlungen der Grünen Frauen gelistet. Alice Schwarzer empfahl die Lektüre ebenso.
Nicht die Analyse der Schwächen feministischer "Wissenschaft" ist also nötig, sondern der bedingungslose Kampf gegen FeministInnen - und die Einrichtung eines internationalen Feminismus-Tribunals, analog zu dem der Nürnberger Prozesse `46.
Mit freundlichen Grüßen - Max Erdinger
Das wird bei Butler oft missverstanden: Es geht um die Dekonstruktion von aufgezwungenen Geschlechterrollen, nicht um die Dekonstruktion der Geschlechterfunktion bei der Fortpflanzung.
In diesem Sinne also um das kritische Hinterfragen: Warum eigentlich "darf" der Mann in der normierenden Erwartungshaltung der Gesellschaft nicht weinen, muss unförmige farblose Kleidung tragen und soll als Arbeitsdrohne der Frau dienen, bis er vorzeitig ins Grab sinkt (Klosterstudie). Und warum ist das nur hier (westliche Kultur) und heute (faktisch seit der Industrialisierung) so?
Und wer macht diese normierenden Regeln? Wer hat die Macht diese zu etablieren, ändern und zu exekutieren?
(Ich habe diese Fragestellung bewußt gewählt, um mal die totale Fixierung auf Frauen im Genderwesen aufzubrechen)
Der wissenschaftliche Anspruch bei dieser Fragestellung sollte sich aus einer gewissen Systematik bei der Antwortsuche ergeben und auch aus der Ergebnisoffenheit.
Sie unterstellen mir eine persönliche Diffamierung von Judith Butler. Ich habe daraufhin meinen Beitrag noch einmal durchgelesen. Es gibt eine einzige Passage, in der ich mich zur Person von Judith Butler äussere.
Meine Darstellung, dass Judith Butlers Motivation sich durch ihre Biographie erklären lässt, ist mehr als naheliegend. Dieser meiner Auffassung müssen sie nicht zustimmen. Mir aber persönliche Diffamierungen vorzuwerfen ist selbst diffamierend. Ausserdem ist diese Passage die unbedeutendste im ganzen Text. Letztendlich sind die Inhalte entscheidend. Ob ich mit meiner Deutung bezüglich des Ursprungs ihrer Motivation nun richtig liege oder falsch ist nicht wirklich von grosser Bedetung, um ihre Theorien zu werten.
Ihr Argumentationsmuster empfinde ich als typisch für Feministen. Sie gehen mit keinem Wort auf meine sachlichen Ausführungen ein, werfen mir persönliche Diffamierung vor und glauben damit, sich jeder sachlichen Auseinandersetzung entziehen zu können.
Ich meinte die Stelle: "Judith Butler ist eine Person, die sich daran stört, dass sie weder in die Kategorie Mann noch in die Kategorie Frau passt. Das mag sehr belastend sein."
Auch wenn Judith Bultler "weder in die Kategorie Mann noch in die Kategorie Frau passt", so wird sie doch wohl ein Mensch sein, der Respekt verdient.
Es ist natürlich Ansichtssache, inwieweit man Forschungen nach der persönlichen Motivation des (der) Forschenden beurteilt. Wissenschaftlich ist es m.E. nicht.
Inhaltlich haben Sie sicher nicht ganz unrecht. Wie ich bereits sagte, kann jede Ideologie Schaden anrichten.
Gruß Mona
Das wird bei Butler oft missverstanden: Es geht um die Dekonstruktion von aufgezwungenen Geschlechterrollen, nicht um die Dekonstruktion der Geschlechterfunktion bei der Fortpflanzung.
Das wiederum halte ich für eine Interpretation, die zu kurz greift. Natürlich kann auch Judith Butler offensichtliche biologische Begebenheiten nicht ohne grosse Schwierigkeiten leugnen. Ihr Ideal ist aber nicht lediglich eine Welt, in der weder Frauen noch Männern Rollen aufgrund ihrer Geschlechtlichkeit aufgezwungen oder aufgedrängt werden. Judith Butlers Anschauungen gehen weit darüber hinaus.
Grundsätzlich gilt aber, was ich schon einmal gesagt habe : Wenn denn das Geschlecht keinerlei Rolle spielen soll, warum operieren die Genderisten dann ständig mit den Begriffen Mann und Frau ? Warum adressieren sie ihre Botschaften ständig an den Mann oder an die Frau ? Warum bedienen sich die Genderisten so penetrant wie niemand sonst der Kategorien Mann und Frau ?
Der Genderismus hat keine intellektuelle Redlichkeit. Die postmoderne Beliebigkeit kennt nur ein Ziel : Konstrukteur der Wirklichkeit zu sein, d.h Macht auszuüben. Der Ansatz ist äusserst totalitär, gesteht er dem Menschen doch keinerlei Identität zu. Der Mensch einer Judith Butler ist beliebig formbar, beliebig konstruierbar. Mir schaudert vor solch einem Menschenbild.
"Genderisten" ist ja ein witziger Begriff, muss ich mir merken.
Man muss allerdings schon unterscheiden zwischen der wissenschaftlichen Analyse mit dem Hilfsmittel Dekonstruktionismus und Forderungen (appellativ oder imperativ) die eventuell aus den Erkenntnissen oder aus anderen Beweggründen heraus unter Berufung auf "Gender" erhoben werden.
Klassisches beispiel ist ja das "Gender Mainstreaming", eine propagandistische Mogelpackung die nur zur Tarnung von Frauenförderung und -bevorzugung dient. Mit Gender im wissenschaftlichen Sinne hat das nichts zu tun.
Peter schrieb : Man muss allerdings schon unterscheiden zwischen der wissenschaftlichen Analyse mit dem Hilfsmittel Dekonstruktionismus und Forderungen (appellativ oder imperativ) die eventuell aus den Erkenntnissen oder aus anderen Beweggründen heraus unter Berufung auf "Gender" erhoben werden.
Wären die Genderisten lediglich daran interessiert, Auf - und Abwertungen und damit zusammenhängend Rollenzuweisungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit zu hinterfragen, dann hätte ich keinerlei Probleme mit dem Genderismus.
Wie du schon treffend festgestellt hast, ist die traditionelle Rolle des Mannes nicht so vorteilhaft, wie das von feministischer Seite immer behauptet wird. Männerrechtler hinterfragen nämlich auch, und ich selbst tu das ebenso. So frage ich mich, warum Müllmänner immer Männer sind, und noch wichtiger, warum dies so selbstverständlich ist. Du siehst, Rollenzuweisungen zu hinterfragen ist mir keineswegs fremd, nur halte ich mich dabei nicht an die Liturgie der Genderisten halte.
Leider sind die Genderisten diejenigen, die am allerwenigsten imstande sind, ihre eigenen Konstruktionen zu dekonstruieren. Das haben sie aber auch nicht nötig, denn sie haben die Diskurshoheit erlangt, sie sind die Etablierten, die sich in ihrer Revoluzzerpose gefallen. Kurzum : Ich mag sie nicht :)
Der Genderismus ist als Anschauung radikalkonstruktivistisch. Die Suche nach Erkenntnis ist für den Radikalkonstruktivisten bedeutungslos, weil es seiner Auffassung nach keine Wahrheit gibt, sondern nur eine Diskurshoheit, welche einmal erlangt die gesellschaftlichen Normen ( auch die der Sozialwissenschaften ) zu etablieren ermöglicht. Damit wird jeder wissenschaftliche Anspruch grundsätzlich verneint, und der Gegenstand der Forschung wird politisiert. Hier sehe ich das grundsätzliche Problem.
Es ist ein Merkmal der Radikalkonstruktivisten und der Genderisten insbesondere, dass sie keine Prämissen anerkennen, sich verschiedenster Prämissen nach Bedarf bedienen. Dazu liessen sich unzählige Beispiele anführen. Aus der Logik ist bekannt, dass sich aus in sich widersprüchlichen Prämissen schlicht jede Aussage ableiten lässt. Dies ist das verwirrende am Genderismus. Ihm ist mit logischer Argumentation nicht beizukommen, mehr noch, Logik wurde von einer bekannten Vertreterin des Feminismus als patriarchales Konstrukt bezeichnet, welches der Unterdrückung der Frau durch den Mann dienen soll. Diese Aussage legt den Kern der genderistischen Agitation offen. Was soll Mann dazu noch sagen ? Das ist nicht Wissenschaft, das ist politische Agitation, welche sich, paradoxerweise, den Kategorien Mann und Frau mit allgegenwärtiger Penetranz bedient.
Ich messe den Genderismus nicht an dem, was er möglicherweise sein könnte, sondern an dem, was er ist.
ich finde den Begriff Geschlechtsrollen total von der Rolle. Kein Mann "Spielt" Mannsein, das tun vielleicht immerwährende Jugendliche die selbst mit 45 noch nicht wissen wo sie hin sollen. Auch Frauen "spielen" keine Rollen, sie SIND so.
Männer arbeiten um die Familie zu stützen, um die zu ernähren die sie lieben. Das ist kein zwang, es ist die FREIE WAHL jedes Mannes das zu tun. Man kann auch ein Brotloser Künstler sein, und nichts tun. Oder durch die Welt reisen und diese Erforschen.
Es ist Unsinn den Wahnsinn der Feministinnen und Genderisten auf Ihrer Ebene abzuholen und mit ihren Gedankenblödsinn auch noch argumentieren.
Es gibt keine Geschlechterrollen! Wer das nicht glaubt soll mal in den Zoo gehen, oder sich Hunde anschaffen.. Oder mal gucken wie Weibchen ihre Brut beschützen. Das ist keine Rolle sondern Leben!
Und Männer weinen weniger weil sie weniger Prolactin haben, und nicht weil irgendjemand ihnen das eingeredet hat. Stillende Mütter haben am meisten Prolactin im Blut. Darum sind sie auch sehr empfindsam. Das hat wohl was damit zu tun um das sie dann sensitiv "in alarmbereitschaft" sind, weil sie wehrlose Säuglinge haben.
Ich finde das einfach krass wie gute bewährte Ehrenvolle Männerleben als "erzwungene Rolle" zerredet wird.
Wir bauen gerade eine neue Community zu dem Thema auf: perseus.foren-city.eu
/ajk
Herr Knauß,
Haben Sie vor, die vollständige Dissertation zu lesen?
Wenn ja, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie in Ihrem Blog eine allgemeinverständlichen Überblick über die Arbeit geben könnten.
Ich habe in die Arbeit reingelesen, aber dann leider doch ziemlich schnell gemerkt, dass sie mit meinem angelesenen Halbwissen in Sachen Soziologie viel zu schwer verständlich...
Mfg
K. Weichinger
Selbst bin ich zwar nicht vom Fach, habe aber den Post und die Kommentare interessiert gelesen und war ein wenig überrascht.
Spielt denn der Feminismus in der heutigen Zeit überhaupt noch eine Rolle, da durch Gesetze und Co. die Rahmenbedingungen geschaffen wurde, daß man unabhängig vom Geschlecht alles machen kann, was man will, solange man es sich finanziell leisten kann?
Mir erscheint in der heutigen Zeit der Feminismus unnötig und nur eine Ausrede für Menschen mit einem geringen Selbstbewußtsein und mangelnder Selbstreflektion zu sein, die sich schnell hinter den dafür dienlichen Argumenten der generellen Benachteiligung verstecken. Zumindest stelle ich das immer wieder in Unterhaltungen mit sog. "Feministinnen" fest.
Aber wie gesagt: ich bin nicht vom Fach. Das ist nur meine persönliche Meinung und Erfahrung als Frau, die sich in der heutigen Gesellschaft nicht benachteiligt fühlt und diese Thematik für nichtzeitgemäß hält. Wir sollten doch eigentlich alle drüber hinweg sein oder?
Schön, dass Sie als Frau sich nicht mehr diskriminiert fühlen.
Aber vielleicht fühlen sich Männer durch den institutionalisierten Staatsfeminismus diskrimniert?
Frauen sind das psoitiv diskriminierte, das quotierte, das geförderte Geschlecht, das subventionierte Geschlecht, dem 45000 Gleichstellungsbeauftragte zur Seite stehen, für die Männer weder das aktive noch das passive Walhlrecht haben.
Männer müssen ja auch nicht gleich gestellt werden.
Nicht beim Wehr-/Zivildienst, den man als Zwangsdienst alleine Männern abverlangen kann, ohne dass das die Gleichstellungsbesorgten sonderlich besorgte, nicht bei der Lebenserwartung - Männer sterben eben 6 Jahre früher als Frauen, dafür gibt die Gesundheitspolitik ja auch 30 % mehr für Frauengesundheit aus als für Männergesundheit, nicht im Ehe-/Familienrecht, nicht bei Jugendämtern, nicht vor Familiengerichten usw.
Aber es freut mich, dass Sie keinen Grund haben, sich als Frau diskriminiert zu fühlen.
Das sehe ich übrigens ähnlich.
@roslin: "Aber vielleicht fühlen sich Männer durch den institutionalisierten Staatsfeminismus diskriminiert?"
Meines Erachtens haben Sie Recht damit, daß die Männer im Gegenteil heute in vielerlei Hinsicht benachteiligt sind. Leider(!) ist das so. Vielleicht wäre es Zeit für einen Maskulinismus? ;) Im Gegenzug zu den Rechten, welche Frauen gewonnen haben, werden Männer Rechte (z.B. Wehrdienst ist freiwillig ) gegeben. Wenn Sie in der Nähe von mir demonstrieren wollen, male ich ein Plakat und ziehe mit Ihnen um die Häuser. Jedenfalls finde ich es nichtzeitgemäß, wenn Frauen heute von einer Benachteiligung der Frau sprechen. Das wollte ich damit nur sagen. Vielleicht ist das nicht richtig rübergekommen ...
Nur Ihren Punkt mit dem Alter würde ich so nicht unterschreiben, denn da spielen andere Faktoren als eine Bevorzugung von Frauen rein.
Ich glaube, feministischer Gesellschaftsanalyse fiele es nicht schwer, strukturelle Gewalt zu diagnostizieren, wenn Frauen 6 Jahre vor Männern stürben.
Wir könnten uns nicht retten vor Förderprogrammen, Frauengesundheitsprojekten, Talkshows, die die gesundheitlichen Folgen der Doppelbelastung der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft beklagten usw.
Das alles findet bei "Männerproblemen" nicht statt.
Selbst Jungenprobleme in der Schule wurden 20 Jahre lang großzügig übersehen, geraten jetzt erst sehr zögerlich in den Blick.
Was natürlich in erster Linie auch Schuld der Männer selbst ist.
Das ist ja einer der grundlegenden Irrtümer des Feminismus, der DEN Männern die Absicht unterstellt, Frauen unterdrücken zu wollen.
Mächtige Männer unterdrücken in erster Linie Männer.
Denn diese Männer sind die Mitkonkurrenten beim Kampf um die "Weibchen".
Diese, die Frauen, werden weniger unterdrückt als umworben.
"The Nigger of the World", das ist nicht die Frau, das war und ist der statusniedrige Mann.
Der auf den Galeeren, in den Steinbrüchen, das Verbrauchsmaterial aller Kriege,oder heute der Obdachlose, der Gefängnisinsasse - zahlreiche "Kriminelle" sind weniger kriminell als schlicht lebensuntüchtig - die Drogenabhängigen, die Selbstmörder, alles in überwältigender Mehrheit Männer.
Feministinnen sehen immer nur die Männerdominanz an der Spitze der Pyramide, nicht die Männerdominanz an der Basis.
Weil Frauen die Domianzhierarchie der Männer in Wahrheit eifrig stützen und bewachen, ja sie sogar befördern.
Wie jene Mädchen, die prügelnde Jungen, die sich wegen der Mädchen raufen, auch noch anfeuern, um den Sieger zu belohnen.
Die uralte Turniersituation: Der Sieger bekommt die Hand der Prinzessin.
Das "Männerturnier" hilft Frauen beim Erkennen der Partner, mit denen Fortpflanzung sich lohnt.
Sie finden statushohe Männer instinktiv attraktiv, belohnen Siegertypen.
Verlierertypen werden übersehen, von Männern und Frauen.
Veliererfrauen dagegen sind immer noch attraktiv, wenn sie hübsch sind, sowieso, denn nichts stärkt das Selbstbewußtsein statushoher Männer mehr als das Bewußtsein, Frauen helfen zu können.
Frauen aber sehen es kaum als ihre Aufgabe an, Männern zu helfen.
Das ist in ihrem Instinktprogramm nicht vorgesehen.
Sie erwarten von Männern Hilfe.
Männer die Hilfe brauchen, übersehen auch sie.
Denn diese kommen als Partner ja auf keinen Fall in Frage.
Deshalb werben z.B. auch Hilfsorganisationen in erster Linie mit leidenden Frauen und Mädchen, sie generieren und erfahren mehr Mitleid als leidende Jungen/Männer.