brainlogs Geschlechtsverwirrung

Die männerfreundliche Variante der Gender Studies: Martin Dinges

16. März 2010, 00:09

Der viel beachtete Männer-Kongress in Düsseldorf fand leider zum Großteil ohne mich statt. Ich hörte nur den Vortrag "Hoffnungen für den neuen Mann? Alternativen aus der Geschichte" von dem Mannheimer Historiker Martin Dinges. Und der hat mir mißfallen.  (weiter)

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Bundesministerin Kristina Schröder distanziert sich von Frauenquoten

08. März 2010, 11:16

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (aber nicht für Männer!) Kristina Schröder, geborene Köhler, hat in der vergangenen Woche eine interessante Rede im Bundestag gehalten, auf die mich Alexander Ulfig aufmerksam gemacht hat. Beachtenswert ist vor allem ihre Ablehnung von Quotenregelungen. Immerhin scheint in der Geschlechterpolitik vielleicht wenigstens in Teilbereichen die Vernunft zurückzukehren.

Ein Zitat: "Ich glaube nicht, dass Gehaltsunterschiede und die fehlende Präsenz von Frauen in den Führungsetagen immer noch das Ergebnis bewusster, schenkelklopfender Diskriminierung ist. Vielmehr glaube ich, dass wir es mit kulturellen und strukturellen Ursachen zu tun haben."

Ganz frei macht sie sich allerdings auch nicht vom Gleichstellungsgeschwätz. Sehr vielsagend sind vor allem die feministischen Einwürfe von SPD-, Grünen- und Linke-Politikerinnen. Lesen Sie selbst: http://www.kristinaschroeder.de/bundestag/reden/2010/rede-im-plenum-23/



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Gerhard Amendt fordert Streichung der Gender Studies

05. März 2010, 10:53

Im "Mama-Blog" der Schweizer Zeitung "Tagesanzeiger" gibt der den meisten Lesern hoffentlich bekannte Gerhard Amendt ein lesenswertes Interview. Es gipfelt in der These: "Der Feminismus vergiftet das Klima". Auch seine konkreten Forderungen sind deutlich:  (weiter)

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Geschlechtertrennung oder Tod! Eine Fatwa in Saudi-Arabien

23. Februar 2010, 17:53

Ein saudi-arabischer Islam-Gelehrter fordert, jeden Muslim zu töten, der sich für die Aufhebung der Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien ausspricht. In einer „Fatwa“, einem islamischen Rechtsgutachten, das auf der Website des Religionsgelehrten Scheich Abdurrahman al-Barrak veröffentlicht wurde, hieß es, wer erlaube, dass Männer und Frauen am Arbeitsplatz oder in den Universitäten des Königreichs zusammentreffen, sei „ein Ungläubiger, der getötet werden muss“. Das berichten heute die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und die österreichische Agentur APA.

Mädchen und Jungen werden in dem islamischen Königreich getrennt unterrichtet, auch an Universitäten. In Büros und Banken arbeiten Frauen in eigenen Abteilungen. Mit ihren männlichen Kollegen haben sie meist nur telefonischen Kontakt. Der einzige Ort, an dem die Geschlechtertrennung aus praktischen Erwägungen aufgehoben wurde, sind die Krankenhäuser. Die jetzige Fatwa hat die Eröffnung der nach König Abdullah benannten König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie (KAUST) zum Hintergrund, an der Studenten und Studentinnen gemeinsam unterrichtet werden.

Ich bin bei solchen Nachrichten zunächst einmal sprachlos. Wie unendlich weit entfernt vom Westen sind diese muslimischen Gesellschaften! Ist mit solchen Leuten ein Dialog möglich? Al-Barrak und ähnliche Radikale mögen, so wird jeder wohlmeinende Versöhner einwenden, nicht für "den" Islam sprechen. Aber sie sprechen für einen sehr großen Teil und ihr Gedankengut ist in vielen Ländern, nicht nur in Saudi-Arabien, vermutlich mehrheitsfähig. Und dann stelle man neben diese absurden Archaismen unsere (ebenfalls absurden, aber doch vergleichsweise harmlosen) Gender-Spinnereien. Diesen unfassbaren Gegensatz vergegenwärtige sich jeder, der von One-World und Globalisierung spricht! 

Das aberwitzige Verhältnis des real existierenden Islam zur westlichen Wissenschaft habe ich übrigens einmal in einem Essay behandelt: "Darwin und der Islam"  . Leider waren die meisten Kommentare bei "Freie Welt" nicht auf dem Niveau, das ich erhoffte.



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Ein neuer Frauensender: Sixx (und nicht "Fem.tv")

10. Februar 2010, 17:18

ProSiebenSat1 bietet eine neue "Senderin" an. Die weibliche Endung steht übrigens so in der Pressemitteilung der Firma, die auf Presseportal zu finden ist.

Interessant ist daran nur eines, der Name: Die beiden xx sollen nämlich auf die weiblichen Geschlechtschromosomen anspielen. Das zeigt doch, dass ein biologisches Verständnis des Geschlechts sich in der öffentlichen Wahrnehmung etabliert hat und nicht das des Gender-Konzepts. Noch interessanter ist die Tatsache, dass die Fernsehstrategen bewusst den Titel ihres Internetkanals "fem" (kennt den jemand?) nicht übernahmen. Denn, so behauptet zumindest der Mediennewsletter "Turi 2", das klänge den Fernsehleuten zu sehr nach Feminismus. Sie gehen also davon aus, dass man damit frauen eher abstößt. Tja, liebe Feministinnen, mit euch wollen offenbar sogar die Frauen selbst nichts mehr zu tun haben.  

Auf die Inhalte dieses neuen Kanals aus der Volksverblödungsfabrik P7S1 will ich gar nicht groß eingehen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Fragen, die uns hier interessieren, wird dort sicher nicht stattfinden. Stattdessen  "alles, was Frauen interessiert: US-Serien, Filme, aber auch Eigenproduktionen zu den Themen Mode, Lifestyle, Beauty, Essen und Gesundheit", verkündet die Senderchefin Katja Hofem-Best. Als ob es davon noch nicht genug gäbe auf allen anderen Kanälen!



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Elmar Diederichs: Was erlauben Gender?

03. Februar 2010, 11:27

Eine Analyse der Gründungsveranstaltung der Fachgesellschaft für Geschlechterstudien von Elmar Diederichs

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Hinweis: Essay über die "Feminismus-Industrie"

30. Januar 2010, 15:32

Ein knapper Hinweis auf den Beitrag "Die Feminismus-Industrie: Machtmonopol nicht nur in Frauenfragen"
von Eckhard Nickig in der Zeitschrift "eigentümlich frei". Die Beobachtungen Nickigs sind meiner Ansicht nach völlig richtig und wurden allesamt in diesem Blog auch schon von mir oder Kommentatoren angesprochen.

Übrigens, bevor mich wieder irgendjemand in irgendeine weltanschauliche Kiste stecken will, in die ich nicht gehöre: Die seltsame radikal-libertäre, eigentumsvergötternde und gemeinschaftsverachtende Haltung dieser Zeitschrift ist nicht meine. Der Beitrag von Nickig, auf den mich einer meiner Leser aufmerksam machte (vielen Dank!), ist jedenfalls lesenswert.



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Im Land des real existierenden Gender Mainstreaming: "Mentoring für Frauen" an der Viadrina

25. Januar 2010, 14:32

Als ich eine Pressemeldung über das schon seit längerem laufende Projekt "Mentoring für Frauen" an der Viadrina erhielt, habe ich der Projektleiterin spontan eine E-Mail mit Fragen geschickt. Hier ohne Kommentar Ihre Antwort.

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Hinweise: Fachgesellschaft für Gender Studies und Männerkongress

21. Januar 2010, 15:36

Am 29. und 30. Januar wird in Berlin die "Fachgesellschaft Gender Studies" gegründet. Ich hatte schon drauf hingewiesen. Jetzt steht das Programm fest. Im Internet steht nur das vorläufige, unten füge ich aus einer Rundmail das endgültige an. (weiter)

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Gender Studies mischen den Klimawandel auf

13. Januar 2010, 18:03

Der Erfolg der Gender Studies an den Universitäten beruht, so behaupte ich, kaum auf der Stärke ihrer Theorien. Vielmehr gelingt es ihren Vertretern auf geschickte Art und Weise, sich mit Hilfe der Phrasen von Trans- oder Multidisziplinarität in allen möglichen akademischen Disziplinen festzusetzen. Jedes Thema (wirklich jedes!) kann mit "Genderaspekten" versehen werden - schon in der Lehre. Hier ein aktuelles Beispiel.  (weiter)

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