Musik macht stark! - Emotionale und kognitive Intelligenz für Kinder
von Peter Schipek, 10. Dezember 2009, 19:05
Musik macht stark! - Emotionale und kognitive Intelligenz für Kinder
Eine Dokumentation von Susanne Bauer-Schramm auf BR-alpha. - Musizieren beeinflusst die Entwicklung des Gehirns positiv: Das zeigen neue Forschungsergebnisse. Sie belegen, dass Musizieren die Entwicklung des Gehirns in Masse und Klasse unterstützt. Drei Lehrbeispiele aus der Musikpädagogik erzählen Spannendes aus der Praxis!
Schwerpunktmäßig geht es in der Dokumentation von Susanne Bauer-Schramm um die Förderung von emotionaler und kognitiver Entwicklung bei Kindern vom Kindergartenalter bis in die Teenager-Zeit. Hintergrund der Dokumentation sind Forschungsergebnisse der Hirnforschung in diesem Zusammenhang. Sie belegen, dass Musizieren die Entwicklung des Gehirns positiv unterstützt – sei es im Miteinander auf der Bühne stehen und eine eigene Aufführung in einem Schuljahr entwickeln wie im Projekt „ReSonanz & AkzepTanz“ , bei dem es auf den Sprechgesang und den Tanz ankommt oder in der Kieselschule, in der Aggressionsprävention im Vordergrund steht oder in den international anerkannten, renommierten Bläserklassen, weil bei ihnen durch das Spiel eines Instruments zusätzlich bestimmte motorische Zentren im Gehirn aktiviert werden. Professor Dr. Lutz Jäncke, der an der ETH Zürich einen Lehrstuhl für Neuropsychologie inne hat, erklärt es aus seiner Sicht: „Das Gehirn der Jugendlichen wächst und reift und wird immer größer ... das Volumen wird bei Mädchen im Alter von elf, bei Jungen im Alter von zwölf bis 13 Jahren besonders groß, teilweise größer als bei einem Erwachsenen…Danach beginnt eine Art Modellierungsphase, in der Unnötiges weggeschnitten werde. Das Musizieren hilft dabei, die Gehirnautobahnen und ihre Verbindungen auszubauen, weil beim Musizieren eben viele Teile des Gehirns aktiviert werden.“ Ein weiterer wichtiger Aspekt sind das Gedächtnis- und das Sozialtraining. Die Kinder und Jugendlichen müssen lernen, auf andere zu hören, sich ein- und unterzuordnen. Sie lernen aber auch, sich auf andere zu verlassen. Genau dieses positive Sozialverhalten ist in den unterschiedlichen Musikprojekten deutlich spürbar. Auch scheint sich das Musizieren nach Beobachtung der Lehrkräfte günstig auf einige Schulfächer, wie etwa die Mathematik, hier speziell das räumliche Vorstellungsvermögen, und auf das leichtere Lernen einer Sprache auszuwirken.
Die Dokumentation „Musik macht stark! – Emotionale und Kognitive Intelligenz bei Kindern“ von Susanne Bauer-Schramm, Autorin unterschiedlichster Bildungsthemen auf BR-alpha, wird am Montag, 14. Dezember 2009 um 16.00 Uhr auf BR-alpha
(Wdh. Samstag, 19. Dezember 2009 um 11.00 Uhr auf BR-alpha) gesendet.
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Ich bin etwas verwirrt wegen Ihrer Verwendung der Vokabale "emotionale Intelligenz" im Unterschied zu kognitiver. Es scheint als würden Sie unhinterfragt davon ausgehen, daß es sich
1. um Fähigkeiten
2. um Unabhängiges handelt.
Das scheint mir ziemlich unplausibel und kontraintuitiv zu sein.
Würden Sie das bitte etwas präzisieren?
Da die beiden unkommoden Sendetermine wohl nicht von allen Interessierten wahrgenommen werden können, wäre eine Nachbesprechung nicht schlecht. Zumal weder aus dem Hinweis-Posting noch aus den BR-Infos entnommen werden kann, ob die Sendung inhaltlich etwas anbietet, das über die aktuell bekannten Forschungsergebnisse von Bastian, Spitzer und Kopiez hinausgeht oder zumindest diesen Standard erfüllt.