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"Bloggewitter" - Gastbeitrag Prof. Dr. Thiery

19. Juni 2009, 13:18

 

Der Herr links im Bild ist mein nächster Gast. Es ist Prof. Dr. Joachim Thiery. Er ist der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Es folgt der Text einer Rede, die er als Tagungspräsident bei der 70. Tagung des Medizinischen Fakutätentages im Juni in Leipzig hielt.

(Dafür, dass man ihm das Scheitelbein abgeschnitten hat, kann ich, wiewohl ich Anatom bin, nichts. Ich war's nicht, weder mit der Säge noch mit dem Photoshop: Das Bild war schon so.  Und zudem hat es seiner Redekunst nicht geschadet, wie man im folgenden merken wird.) (weiter)

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"Bloggewitter" - Gastbeitrag Prof. Dr. Dr. Hickel

17. Juni 2009, 09:27

Warum in meinem Blog "Anatomisches Allerlei" auf einmal so viele Dekane, Direktoren und Ordinarien aus der Medizin aufmarschieren? Nun, der "Bologna-Prozess" hat mittlerweile alle Fakultäten erreicht - ausser denen der Medizin, der Zahnmedizin und der anderen, mit Staatsexamina bewehrten Fächer. Doch wächst der Druck, auch jene "à la bolognese" umzugestalten. Mit Sorge schauen die Dekane (nicht alle) auf das, was in den anderen Fakultäten geschah, und fragen sich, was es für ihre Fächer bedeuten würde. (weiter)

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"Bloggewitter"- Gastbeitrag Prof. Dr. Pfeilschifter

15. Juni 2009, 10:27

 

Wenn der Chef unvermittelt im eigenen Büro auftaucht, kann das unangenehme Folgen haben. Viel netter ist es, wenn man ihn als Gast im eigenen Blog hat, da bleibt eine gewisse Sicherheitsdistanz gewahrt. Hier ist eine Rede zum Thema Bologna, die mein Chef kürzlich in Leipzig, bei der Tagung des Medizinischen Fakultätentages, hielt.

Also dann: das Wort gehört dem Herrn links im Bild, dem Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Frankfurt/Main, dem gelernten Pharmakologen Prof. Dr. Josef Pfeilschifter. Es folgen der Text und die Bilder seiner Rede. (weiter)

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Bloggewitter: Traumzeit

15. Juni 2009, 01:00

Traumzeit

(Vom akademischen Leben)

Ich bin 51 Jahre alt. Von diesen 51 Jahren habe ich den grösseren Teil, 32 Jahre nämlich, an Universitäten verbracht. Nicht schlafend, aber mitunter träumend: als Student, Diplomand, Doktorand, Post-Doc, Assistent, Habilitand, Privatdozent. Zum ordentlichen Professor hat's nicht gereicht, aber ich bin deswegen nicht traurig. Selbst wenn jetzt mancher an den Fuchs Aesops denken wird, der die Trauben, an die er nicht heranreichte, als ohnehin sauer aburteilte - ich wollte nie Professor werden und will es nach wie vor nicht. Warum nicht: Davon will ich in meinem Traum von der Universität, in meiner Utopie der Alma mater berichten. (weiter)

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Visite 2009 - Besuch vom Chef

09. April 2009, 11:29

Überlagerung der virtuellen und der wirklichen Welten: realiter waren der Betreiber der "Guten Stube" (Carsten Könneker, zugleich der Spiritus rector der hiesigen Bloggerei) samt dem nimmermüden Sysadmin (Martin Huhn) vor ein paar Wochen in meiner (gar nicht so guten, wie man gleich sehen wird) Stube zu Gast. Nun sind sie virtualiter da...

 Ich mag den Beitrag, den Carsten schrieb und den Martin illustrierte -- weil er mir, aus der (wohlwollenden) Distanz des Besuchers vor Augen führt, in was für einem bizarren Kosmos ich lebe. Ich mag Bizarrerien.

Des Könnekers Worte, des Huhnes Bilder: (weiter)

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Maskuliner Selbstversuch (Vitia virilia)

30. März 2009, 11:58

Es gibt Blogbeiträge, die haben Nebenwirkungen. Edgar Dahls Aufsatz nebenan, in den Wissenslogs, mit dem Titel "Nichts als Sex im Kopf" ist so einer. Er berichtet da von einer Dame, die sich - um dem Mangel an Libido abzuhelfen, unter dem sie offenbar litt - einen Hirnstimulator in (unter? auf? siehe unten!) den Frontallappen des Grosshirns setzen liess. Der Apparat funktionierte, aber die Lust der resultierenden Nymphomanie fand die Dame dann auch wieder nicht lustig, und liess das Ding wieder ausbauen. Es sei nicht verschwiegen, dass die Faktenlage zu dieser Geschichte ziemlich dünne ist. Ein Neurochirurg habe einem anderen Neurochirurgen erzählt, dass er einen Kollegen kenne, der wiederum eine Patientin habe .... so ähnlich klingt's in der Pressemeldung, auf die Edgar Dahl sich bezog. Könnte also ebensogut eine "urban legend" sein, zumal mir von einem "Libido-Zentrum" im eigentlichen Cortex des Frontallappens nichts bekannt ist. Bestenfalls im Septum, tief drin im Frontallappen, oder unten, am queren Band von Broca. (Was es nicht alles im Hirn gibt, nicht wahr? Die Stria diagonalis Brocae liegt schamhaft versteckt zwischen den Schenkeln -- äh: Crura, wollt' ich sagen, was aber auch schon wieder "Schenkel" heisst -- also: liegt schamhaft verborgen zwischen den beiden Crura des olfaktorischen Traktes an der Basis des Frontallappens. Aus Stimulationsexperimenten bei Mensch und Tier weiss man, dass diese Region und das Septum durchaus etwas mit den Gefühlen der Lust und Unlust zu tun haben.) (weiter)

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Tunneling nanotubules

03. März 2009, 13:40

Es ist eine Schande.
Da tut sich mal was grundlegend Neues in der mikroskopischen Anatomie, und ich bekomme es erst mit fünfjähriger Verspätung mit. Hier sind die Links zu der Originalpublikation von 2004 in Science: Nanotubular Highways for Intercellular Organelle Transport und zu einer, wie ich finde, sehr guten aktuellen Zusammenfassung in New Scientist: Tunnelling nanotubes: Life's secret network aus der ich auch das Bild gemopst habe. Der Urheber des Bildes ist Paul McMenamin. Es geht um das feine Fädchen, das die grüne Zelle links oben mit der im Zentrum des rechten unteren Bildquadranten verbindet. (weiter)

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Das Schweigen der Apokalyptiker

12. Februar 2009, 11:35

Das Schweigen der Apokalyptiker

Kurse im freien Fall. Rezession auf allen Märkten. Arktische Eisschmelze. Global warming. Methanblasen steigen aus der Tiefsee. Die Völker wandern. Staaten zerfallen. Tribes, Clans and Warlords, die Rückkehr der Stämme, Horden und Condottieri. "The future's so dark, we gotta store candles." Wächserne. Sofern nicht alle Bienen schon von der Varoa-Milbe hinweggerafft wurden und alle synthetischen Wachse vom Markt verschwanden. Also Fackeln und Lagerfeuer. Feuersteine und Zunder nicht vergessen. Die Katze schlachten, häuten, Fell gerben, gut aufheben: gibt 'nen warmen Lendenschurz, sofern die Scham dann noch gebieten sollte, irgendwas zu bergen. Vielleicht haben wir ja Glück, und uns wächst wieder ein Fell. (weiter)

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Phönix, Orpheus, innere Uhren und Zeit

05. Februar 2009, 11:56

Wie Phönix der Asche bin ich gerade der Dusche entstiegen: gereinigt, erfrischt - aber keineswegs verjüngt oder gar verschönt, wie der mythische Vogel. Die Zeit nagt an mir. Der Phönix geht durch's Feuer, um der Zeit zu entfliehen, mein Purgatorium aber ist die Zeit selbst. Die Forschung an ihr, um genau zu sein.

Die Dusche, der ich entstieg, ist am Anatomischen Institut. Ich hab' da genächtigt. Das kommt hin und wieder vor, weil ich eben an der Zeit forsche, an der circadianen Zeit, an den inneren Uhren der Lebewesen. Und so geschieht es eben, dass man rund um die Uhr Proben nehmen muss. Also bleibt man abends, wenn alle anderen gegangen sind, am Institut, spielt am Computer herum, und bereitet sich darauf vor, alle vier Stunden in die Unterwelt der Anatomie absteigen zu müssen. (weiter)

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Metaphysische Schubladen

29. Januar 2009, 16:11

Letzte Woche Donnerstag in Frankfurt: ein Vortrag von Frau Professor Martine Nida-Rümelin aus Fribourg. Thema: ihr Buch zur "transtemporalen Identität bewussteinsfähiger Wesen". Nur zog Sie's diesmal nicht transtemporal, sondern "transmundan" auf: Möglichkeiten der Identität in verschiedenen Welten.

Bewusstseinsphilosophie, heavy duty. (weiter)

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