brainlogs Alles hängt mit allem zusammen

Blogvorstellung und Einladung zu einem kleinen Spielchen.......

von Monika Armand, 17. Mai 2008, 22:45

AHMAZ - Alles hängt mit allem zusammen - ein symbolischer Anfang in einem Blog mit einem "gewagten" Blogthema:

Nein, der Blogtitel stammt nicht von mir, sondern von meinem ehemaligen, geschätzten Psychologieprofessor Dr. Rainer Dollase (Universität Bielefeld). Seine wissenschaftskritischen Vorlesungen sind bis heute, in seinem letzten Vorlesungssemester, bei den Studierenden die beliebtesten und bestbesuchten.

Vor ca. 13 Jahren konfrontierte er mich und seine Studierenden der Lehrämter, der Psychologie und Erziehungswissenschaften mit der vermeintlich banalen Feststellung:

 "Alles hängt mit allem zusammen". Da Abkz. - Verzeihung: "Abkürzungen" laut psychologischer Gedächtnisforschung eine Merkhilfe darstellen, wurde daraus eben, wie sich das für echte Psychologen gehört, "AHMAZ". Natürlich habe ich zwischenzeitlich vieles vergessen, was noch wohlbehalten in meinen Vorlesungsmitschriften in zahlreichen Ordnern an wertvollem Wissen vor sich hinschlummert....diesen Begriff aber nicht...

Was will ich nun in diesem Blog, mit diesem Thema? Nun, gerne würde ich die "Tradition" eines kritischen Blickes auf Wissenschaft in den Bereichen, wo ich mich etwas "zuhause" fühle, fortsetzen.

Zum Einstieg in die AHMAZ-Theorie geht es um persönliche (Vor-)Einstellungen und um das Bild, welches wir uns von einer Welt machen (können). Und so möchte ich Sie, wie vor kurzem Carsten Könneker, zu einem kleinen "Spielchen" herzlichst einladen: Ein klein wenig Zeit brauchts, die gute Laune kommt dabei von alleine........

Zunächst möchte ich Ihnen einen begabten Künstler vorstellen:

Johannes Blomeyer, 19 Jahre alt, künsterlisch gefördert bereits mit Beginn seiner Schulzeit (Walddorfschule), mit 11 Jahren Besuch einer Kunstschule (2 Jahre), gelangt über ein Jahrespraktikum in einem Studio für Mediengestaltung zur digitalen "Zeichenkunst". Das Bild "Eine kleine Welt" bei pixelio.de führte mich zu Herrn Blomeyer (alias melonenmann, ausführlich zur Person: hier

Eine kleine Welt

Die Entstehungsgeschichte dieses Bildes ist ebenso spannend, wie faszinierend:

Bei einem "Battle" treffen sich zwei Anhänger der digitalen Zeichenkunst zu einem Wettbewerb. Das Battle beginnt mit einer Vorlage und jeder Teilnehmer muss ein daraus deutlich erkennbares Bildelement in einem neu geschaffenen Bild verarbeiten. Der ganze Vorgang wird von einer kunstinteressierten Community begleitet. Es geht sehr fair zu. Die Community und die beiden Battle-Teilnehmer stehen während der 4-schrittigen Entwicklungsphase in regem Kontakt miteinander. Es werden Wünsche, Ideen und Geschmacksfragen ausgetauscht und die Battle-Teilnehmer werden durch die stützenden Kommentare ordentlich "angefeuert". Im Link zur "Battle-Seite" der Community sehen Sie zunächst die jeweiligen Bildergebnisse der beiden Teilnehmer und weiter unten die zugehörige Diskussion, samt Teilschritte der einzelnen Bilder. Wer wenig Zeit hat, überliest die Kommentare und blättert durch die Seiten. Die jeweiligen Zwischenergebnisse der Bilder lassen sich mit einem Klick darauf vergrößeren, so dass auch Bilddetails erkennbar werden.

Und nun (wer möchte) zu unserem Spielchen hier - zunächst mit dem Bild oben in großer Auflösung: Die kleine Welt (ganz groß)

Welche spontanen gedanklichen Assoziationen haben Sie, beim Betrachten des Bildes? Welche ganz persönliche Idee kommt Ihnen beim Betrachten in den Sinn?.......welche Fantasien entwickeln sich?

Liebe Spieler und "Nicht-Spieler" ich heiße Sie herzlich willkommen in meiner kleinen, nur schwer begreifbaren, wohl immer unvollendeten AHMAZ-Welt............ Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann der, dass mit Ihrer Hilfe die AHMAZ-Welt ein wenig begreifbarer werden könnte.........

Ihre Monika Armand


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Kommentare

  1. Michael Wald AHMAZ
    18.05.2008 | 11:48

    Zuerst meine Glückwünsche zu Ihrem Blog.
    Es ist schon erstaunlich, mit welch unterschiedlichen Begriffen dieser Themenkomplex belegt ist. Sie nennen es AHMAZ, andere Begriffe sind wohl Chaostheorie, Kybernetik, Systemtheorie, Holismus, Vernetztes Denken u.v.m..
    Ich nenne es gerne "Konzentration auf das Ganze" ;-).

  2. Monika Armand AHMAZ und Verwandtes...
    18.05.2008 | 13:00

    vielen Dank für Ihre Gratulation ;-)

    Oh je, Sie bringen mich ja gleich ganz schön ins Straucheln, wenn Sie AHMAZ mit Theorien "füllen" wollen. Die Konnotation von AHMAZ ist vom Gedanken her m.E.weiter gefasst...und Ihre theoretischen Bezüge können -neben anderen Teilen - darunter subsumiert werden. Auch geht es über die Konzentration aufs Ganze hinaus, denn dabei könnten ja Details verloren gehen......

    Wenn ich eine Analogie herstellen wollte, dann würde ich am ehesten die Komplexitätsforschung heranziehen wollen, wobei ich die bestehende Komplexitätstheorie eher auf dem Weg zum AHMAZ sehe.....Aber ich werde bei Gelegenheit nochmal Prof. Dollase fragen, wo er heute "sein" AHMAZ verorten würde.

  3. Blugger Neuanfang
    18.05.2008 | 13:03

    Nun denn, lese ich Dich eben hier;-)

  4. Monika Armand @ Blugger
    18.05.2008 | 13:22

    Dein Kommentar freut mich ganz besonders, vielen Dank und ganz liebe Grüße nach München. Monika

  5. Richard Spiegelung
    18.05.2008 | 14:06

    Die gespiegelte Hintergrundlandschaft zeigt doppelt, wie unser Gehirn funktioniert.
    a) Spiegelneuronen: in unserem Gehirn spiegeln wir die Emotionen wieder, die wir bei anderen sehen.
    b)Unser Äußeres Körperhaltung) wird im Gehirn verarbeitet und als erlebte Realität zurückgespiegelt:
    Experiment: A) lasse einen Bleistift locker zwischen den Lippen hängen.
    B) Beiße mit den Zähnen, bei geöffneten Lippen, leicht auf einen Bleistift
    => und beobachte sowohl bei A+B wie Du Dich fühlst.

    Auflösung: unser Gehirn ist ständig über die Lage jedes einzelnen Körperteiles informiert. Bei A) weisen die Mundwinkel nach unten, das Gehirn ´sieht´ in seinem Wissensspeicher nach: Was ist mit Monika los, wenn die Lippen geschlossen sind und die Mundwinkel nach unten hängen => aha!- dann hat sie immer schlechte Laune => Du fühlst Dich dann so, wie Dein Mund aussieht.
    Bei B) ´sieht´ das Gehirn in Deinem Gedächtnisspeicher: wenn die Lippen offen sind, dass man die Zähne sieht und die Mundwinkel nach oben zeigen => dann hat Monika immer gute Laune, sie grinst, sie lächelt/lacht => Das Gehirn beschließt: mir (Monika) geht es offenbar gerade sehr gut, ich bin super drauf bzw. ich bin glücklich.

    => daraus folgt für das Bild ´Eine kleine Welt´: Schon Kleinigkeiten (Bleistifthaltung A/B haben große Wirkung, d.h. es ist besser sich schon über Kleinigkeiten zu freuen bzw. in unserer kleinen Welt freundlich zu anderen Menschen zu sein; denn wir selbst profitieren am meisten davon (Mundwinkel nach oben => man wird selbst glücklich).

  6. Monika Armand @ Richard's Bleistiftwirkung ;-)
    18.05.2008 | 14:43

    Vielen Dank für diese schöne Analyse. Klein a) und b)und die Schlussfolgerungen wären m.E. ein sehr schöner gedanklicher und deutlich erweiterter Reflexionshintergrund für eine aktualisierte "Spiegelneuronentheorie"....

    Die vorgeschlagenen Experimente A)und B)haben bei mir die Wirkung leider verfehlt. Bei A)rutschte optisch mein IQ unter 70 und bei B)war sowohl die Optik, als auch das Gefühl eher grimmig.

    Daher habe ich für meine Antwort das Bleistift rein vorsorglich wieder entfernt........

    Lieber Richard, da bei mir die erwartete Wirkung B) ausgeblieben ist, werde ich mein Porträtfoto so lassen, wie es ist (d.h. ohne Bleistift in Position A) oder B) ;-)

    Dennoch wurde ja die Hypothese: "Bleistifthaltung A/B haben große Wirkung" wie man sieht nicht verworfen, sondern ich scheine hier der experimentelle Ausreißer zu sein, wobei die Wirkung auch von mir durchaus für groß befunden wurde...

    Vielleicht gibt es bald Ergebnisse des Bleistiftexperimentes von anderen Lesern....

  7. Herbert Falk Problem
    18.05.2008 | 18:27

    Die AHMAZ-Theorie gefällt mir.
    Wenn nicht alles mit allem zusammenhängen würde, dann fiele ja alles auseinander ;-)

    Nun zum Bild.
    Ich habe es mir angesehen. Als kleines Bild, als großes Bild, habe es runtergeladen und die Größe mehrmals verändert.
    Ich habe eine Pause gemacht.
    Das Ergebnis bleibt gleich: Irgendetwas stört mich an dem Bild. Das störende Gefühl ist so stark, dass sich nicht die kleinste Assoziation einstellen will.

    Was mich stört, kann ich beim besten Willen (noch) nicht sagen.

  8. Monika Armand @ Herbert Falk
    18.05.2008 | 19:20

    @ Problem ;-)
    Oh ja, wer kennt das nicht. Und daher kommt wohl auch das "bed-badroom-bicycle-Prinzip" der Kreativität, welches besagt, dass Einfälle nur dann kommen, wenn sie nicht kommen müssen.....

    Also lassen Sie sich ruhig Zeit und das Bild einmal links liegen. Gut Ding will Weile haben.....Die Kommentarfunktion hier wird ja nicht abgeschaltet.......

    Wenn ich ehrlich bin, hatte ich ein ähnliches Problem mit diesem Blog. Nachdem mein erster Einfall für einen ersten Beitrag meiner technischen Stümperhaftigkeit zum Opfer gefallen ist , fiel mir lange nichts mehr ein, womit ich zufrieden war. Ich habe mir die Zeit genommen und es hat dann doch noch geklappt.....
    Insofern haben wir doch Glück, dass wir uns hier nicht einem journalistischen Zeitdiktat unterwerfen müssen ;-)

  9. 18.05.2008 | 20:01

    Liebe Frau Armand,

    herzlich willkommen bei den Brainlogs!

    Für fantastische Unterhaltung vor dem Hintergrund der AHMAZ-Idee (man könnte auch sagen: des Holismus), empfehle ich Douglas Adams' Detektivromane, nämlich Dirk Gentlys holistische Detektei und Der lange, dunkle Fünfuhrtee der Seel.

    Viele Grüße

    Stephan Schleim

  10. CK Herzlich willkommen!
    18.05.2008 | 20:04

    Herzlich willkommen, Frau Armand! Auch ich tu mich schwer mit Assoziationen zu dem ungewöhnlichen Bild. Aber vielleicht wäre so etwas möglich:

    Scheinbar liegen Natur und Kultur in des Menschen Hand - doch die Wirklichkeit ist viel komplexer ...

  11. Monika Armand @ CK @ Stephan Schleim
    18.05.2008 | 22:13

    Es ist schön, so nett empfangen zu werden, danke ;-)

    @ Stephan Schleim
    hmm..prima Idee: habe schon recherchiert, hier: Dirk Gently's Holistische Detektei- und die Inhaltsangabe gelesen-für gut befunden - wird morgen gekauft - passt - toll- danke! Mal sehn, wie das Bild für mich nach dem Lesen "aussieht"...

    @ CK
    Ja, ich gebe Ihnen recht. Mir geht es nicht viel besser.....

    Was mich nachdenklich stimmt: hier haben wir ein "Produkt" aus einer Realfotografie, "digital" von einem - sorry "Gehirn", wie Neurowissenschaftler sagen würden - bearbeitet und die Vorstellungswelt von uns ist tatsächlich überfordert........

    Können wir nur ein "wenig" über einen realen, von unserer Lernerfahrung geprägten Bezugsrahmen hinausdenken und alles was darüber geht, da machen unsere Gehirne schlapp?

  12. Helmut Wicht AHMAZ
    19.05.2008 | 09:38

    ..d'accord.

    Und noch einer obendrauf: die Rekonstruktion der Welt als reiner KAUSALzusammenhang greift zu kurz. Die Welt besteht aus einer Unsumme von Relationen, von denen die ursächlichen nur eine Unterklasse sind.

    "Omnis mundi creatura
    quasi liber et pictura
    nobis est et speculum"

    Ich kann die Quelle momentan nicht angeben, kann es aber (frei, damit das iambische Metron und der Reim erhalten bleiben) so übersetzen:
    "S'ist alle Kreatur der Welt
    wie ein Buch uns vorgestellt
    wie ein Bild, das man beschaut
    ein Spiegel, für uns aufgebaut."

    Gut - ich bekenne: die Übersetzung ist tendeziös. Denn sie betont EINEN Aspekt des AHMAZ, EINEN Relation unter den vielen, aus denen die Welt besteht, die ich für sehr wichtig halte (und auch sie ist keine Kausalrelation): die Welt ist für uns da, und wir im übrigen für sie.

    Aber das ist eigentlich nur ein Vorgriff auf einen Blogbeitrag zum Thema "Anthropozentrismus", den zu schreiben ich mir fest vorgenommen habe. Der Mensch ist die Mitte der Welt.

    Mein Gott, wird das herrlichen Ärger geben.

  13. Lars Fischer Moin Monika
    19.05.2008 | 13:05

    Jetzt doch auf nem Gemeinschaftsblog? Willkommen im Club. :)

    @ Wicht: Omnis mundi creatura ist ein geistlicher Gesang aus dem 13. (?) von einem Herrn Alain de Lille.

  14. Helmut Wicht @ Lars
    19.05.2008 | 13:38

    -> Quelle "Omnis mundi.."

    Ich habe es geahnt. Selbst wenn ich Dinge zitiere, deren Quelle ich NICHT kenne, lande ich mit traumwandlerischer Sicherheit irgendwo im religiös/mythologischen Umfeld. Ich bin, so fürchte ich, der religiöseste Atheist und der erleuchtungsbedürftigste Agnostiker, den ich kenne.

    Naja: "gnothi seauton", vielleicht ist die Bloggerei auch dafür gut.

  15. Monika Armand @ Helmut Wicht @ Lars Fischer
    19.05.2008 | 17:23

    @ HW + LF
    Vielen vielen Dank für den lieben Empfang....das geht runter wie Öl....

    @ Helmut Wicht
    Vielen Dank - und wieder was gelernt - nu werd ich mir doch noch'n Lateinwörterbuch zulegen, vielleicht lassen sich manche Erkenntnisse so besser erobern ....und wie man an Ihrem schönen Spruch sieht, den Horizont mit antiker Klugheit erweitern....

    Zumindest, wenn ich hier mithalten möchte reicht mein "Latein für Angeber" nicht mehr aus .... Mais, peut-etre nous parlons un peu francais? ...damit kann ich hier wohl nicht "landen" ;-)

    Hätte ich das gewusst, hätt ich Latein gelernt..und mich mit Cäsar herumgeplagt. Meinem theoretischen Grammatikverständnis hätte das sicher genutzt.....und vielleicht sogar mich noch ein bißchen klüger gemacht....

    "Aber das ist eigentlich nur ein Vorgriff auf einen Blogbeitrag zum Thema "Anthropozentrismus", den zu schreiben ich mir fest vorgenommen habe. Der Mensch ist die Mitte der Welt."

    Da würde das Bild von Johannes Blomeyer vielleicht auch passen, oder? Nur dass hier wohl etwas zuviel "Natur(-belassenheit)" im Vordergrund steht. Vermutlich geht Ihr Beitrag - so wie ich Sie kenne- in eine andere Richtung .....Vielleicht ändert J. Blomeyer es passend zu Ihrem Thema etwas ab??

    @ Lars Fischer
    Ja, doch - hab ja noch all meine anderen Blogs ......und so "fische" ich dort schätzungsweise die übergeordnete(re)n Themen ab ;-)

  16. Herbert Falk Die rote Möhre
    20.05.2008 | 00:07

    Monika Armand
    "Also lassen Sie sich ruhig Zeit und das Bild einmal links liegen. Gut Ding will Weile haben"

    Das habe ich beherzigt und bin ganz entspannt durchs Internet gesegelt. Dabei habe ich mir Ihre Websites und Blogs angesehen. Und was sehe ich da - egal ob auf "Neuropädagogik", "Neurowissenschaften" oder "Psychologie" - immer das gleiche Bild mit der roten krummen Möhre in der Mitte. Oder ist es ein Dendrit?

    Ein ähnliches Gebilde befindet sich auch auf dem Bild von Johannes Blomeyer das beassoziiert werden soll ;-)

    Einer Assoziationen bin ich damit noch nicht näher gekommen. Ich bleibe weiterhin entspannt.

  17. Monika Armand Die rote Möhre
    21.05.2008 | 08:51

    Vielen Dank für Ihren Hinweis: "Und was sehe ich da - egal ob auf "Neuropädagogik", "Neurowissenschaften" oder "Psychologie" - immer das gleiche Bild mit der roten krummen Möhre in der Mitte. Oder ist es ein Dendrit?

    Lieber Herr Falk, jetzt hab ich mein Logo tatsächlich selbst noch mal anschauen müssen...Ja richtig, tatsächlich gibt es hier eine Verbindung zum Bild von J. Blomeyer - statistisch - ein Zufall ;-), da Herr Blomeyer ja mein e Logos nicht kannte, als er das Bild schuf...

    Die krumme Möhre im Logo dürfte ein myelinisiertes Axon darstellen: Isolierung macht schnell

    Ob Dendriten auch so aussehen können? Mit solchen bildlichen, schematischen Darstellungen ist das ja so eine Sache, da in der "Natur" die Nerven doch wieder anders aussehen....

    Aber wir haben hier ja Herrn Wicht als Spezialisten...vielleicht kann er an dieser Stelle noch ergänzen, ehe ich mich hier zu weit aus dem Fenster lehne ;-)...

    Und da ich im Augenblick bzgl. Statistik gerade wieder die "Schulbank" bei Prof. Dollase "drücke".....und dort sich immer wieder die Frage stellt: "Sind die Ergebnisse zufällig zustande gekommen, oder hängt hier das Eine mit dem Anderen zusammen" kann ich klar sagen, ein Zufall, auch wenn wir Menschen und Wissenschaftler gerne auch Zusammenhänge sehen, wo tatsächlich gar keine sind......

    Um nochmal zurück zu Ihrer "Assoziation" zu kommen, sitze ich nun da und frage mich, ob es sich in Blomeyer's Bild bei der "Möhre" um ein architektonisches Element, oder um einen - durch Gentechnik - mutierten Stängel der Pusteblume handeln könnte.......

  18. Herbert Falk @Monika Armand
    21.05.2008 | 10:57

    "Ja richtig, tatsächlich gibt es hier eine Verbindung zum Bild von J. Blomeyer - statistisch - ein Zufall ;-), da Herr Blomeyer ja meine Logos nicht kannte, als er das Bild schuf..."

    Nun stellt sich für mich die Frage wer hat entschieden, welches Bild im Blogbeitrag verwendet wird? Wird der Zufall durch die Tatsache relativiert, dass das Bild von der Person (Monika Armand) ausgesucht wurde, deren Unterbewusstsein sagte: Wow, genau dieses, das Motiv ist mir vertraut.

    Sollte das der Fall sein würde sich das Unterbewusstsein einmal mehr als der Stoff darstellen aus dem AHMAZ gewebt ist.

  19. Mandy -eine spontane gedankliche Assoziation
    21.05.2008 | 13:53

    ...Ich musste spotan an Gott (etwas "Göttliches") denken, lebe aber nicht religiös und glaube nur an die Natur-
    und an AHMAZ.;-)

    "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." Das Auflösen der Konturen bringt mich in mediativen Momenten der Ganzheitlichkeit näher. Begreifbar wird Diese dadurch (für mich) nicht aber erfühlbar/ erlebbar.

    ein schönes Thema...

    Gruß Mandy

  20. Monika Armand @ H. Falk: Vertrautes -Unvertrautes
    21.05.2008 | 21:09

    Ja, das Bild enthält Vertrautes in einem "unvertrauten" Zusammenhang.......

    Allerdings schließt die Art meiner Suche aus, dass das Vertraute mein Unterbewusstes, in der von Ihnen angenommenen Form berührt haben könnte ;-). Nur: egal was ich sage - ich kann es ja nicht wissen, wenn es nicht in mein Bewusstsein gelangt ist....

    Nichtfreudianisch wäre es dann das Unbewusste.....d.h. die Teile, welche wir nicht bewusst wahrnehmen.

    Würden wir das Bild nur darauf reduzieren, dann müsste ich allerdings für meinen Teil auch sagen: "Thema verfehlt".

    Es geht schon um diese fremdartige kleine Welt, mit der Symbolik zu glauben, wir hielten diese in der Hand und würden sie deshalb kennen. Genaugenommen kennen wir kaum etwas davon, denn alles ist anders: nicht das elektrische Licht leuchtet- ein Schneeglöckchen...Es gibt über dem Haus noch ein Häuschen und wir wissen nicht was es bedeutet. Oben und unten ist irgendwie gleich...wir wissen nicht, was das oben und unten bedeutet. Alles dort hängt zusammen und wir können es nicht verstehen...möglich, dass dies meine "unbewussten" Gedanken waren, welche so ganz allmählich ins Bewusstsein geraten...und dass es für mich ein Stück weit den Stand der aktuellen Wissenschaft aufzeigt.....

  21. Monika Armand @ Mandy - Mensch + Gott....
    21.05.2008 | 21:17

    "Ich musste spotan an Gott (etwas "Göttliches") denken"

    Ja und wenn man sich dies dann in den "Atheismus" übersetzt, hieße es dann, der Mensch hält das Schicksal in seiner Hand und unklare, undefinierte äußere Einflüsse wirken, ohne dass er diese steuern könnte...Physikalische Gesetze (Wasserwellen) und biologische Gesetzmässigkeiten (Schneeglöckchen, Pusteblume) üben große Einflüsse aus - auch auf die Menschenhand....eine Wechselwirkung zeigt sich?

    "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." Das Auflösen der Konturen bringt mich in mediativen Momenten der Ganzheitlichkeit näher. Begreifbar wird Diese dadurch (für mich) nicht aber erfühlbar/ erlebbar.

    Schön gesagt....

  22. Herbert Falk @ M. Armand
    22.05.2008 | 00:05

    Sehr interessante Gedanken zum Bild.
    (Hinweis: wer sind wir in: und wir wissen nicht?)

    Durch sie bin ich darauf gekommen, wo meine Probleme mit dem Bild liegen.
    Ich mag es einfach, klar aber nicht simpel, komplex aber nicht kompliziert.
    (Kompliziertes ist meiner Meinung nach nicht über-lebensfähig in einem dynamischen Umfeld.)

    Früher bin ich komplizierte (Satz/Bild/Gedanken) Konstrukte mit allen verfügbaren Mitteln angegangen um den verborgenen Sinn zu finden. Das häufigste Ergebnis: viel Hülle, wenig Gehalt. So als würde alle schöpferische Kraft schon beim komplizierten Aufbau verbraucht.

    Als Kind hieß es: Wenn du weiter gräbst, landest du noch in China.
    Das habe ich wohl transformiert in: Graben, bis ich im Einfachen lande.

    Diese Einstellung mündet mittlerweile in einer maximalen Intoleranz. Sobald meine Sinne etwas "Kompliziertes" entdecken, landet es im Müllschlucker der Nichtbeachtung. Möglicherweise entgehen mir so einige Perlen. Das nehme ich in Kauf. Nein, nein, natürlich hat das nichts damit zu tun, dass im Alter die Kräfte nachlassen ;-)

    Ähnlich empfinde ich bei dem Bild. Es wirkt auf mich künstlich und kompliziert. Die verschiedenen Ebenen sind komplex und stören mich nicht. Aber die Gebilde empfinde ich als gewaltsam zusammengebracht ähnlich der Argumentation, warum Krieg Frieden/Freiheit bedeuten soll.

    (Sollte ich der einzige Mensch sein der diese Gedanken als einfach empfindet ist das weiter kein Drama.)

    Um nicht nur rumzunörgeln: Folgendes Bild der Battle-Serie gefällt mir wesentlich besser. Und das liegt nicht nur an der netten Figur ;-)

    Nachtrag:
    Ob das ein Omen ist?
    Bitte geben Sie den rechts eingeblendeten Code ein: begann mit 666...

  23. Herbert Falk Nachtrag
    22.05.2008 | 00:39

    Beim nochmaligen Durchlesen ist mir aufgefallen, dass die Bemerkung:
    "Als Kind hieß es: Wenn du weiter gräbst, landest du noch in China."
    nicht jedem direkt verständlich sein muss.

    Es geht nicht um Kinderarbeit sondern ganz einfach darum, wenn man als Kind stundenlang ein Loch gegraben hat, zum Beispiel am Strand. Und China stand für einmal quer durch die Erde und dann an der anderen Seite raus.

  24. Monika Armand @ H.Falk - Künstlich + Kompliziert
    22.05.2008 | 21:38

    "Ähnlich empfinde ich bei dem Bild. Es wirkt auf mich künstlich und kompliziert. Die verschiedenen Ebenen sind komplex und stören mich nicht. Aber die Gebilde empfinde ich als gewaltsam zusammengebracht ähnlich der Argumentation, warum Krieg Frieden/Freiheit bedeuten soll."

    Ihre Beschreibung des Bildes - spiegelt in meinen Augen (auch ohne die bildliche Darstellung) gerade die Realität - oder ein wenig das, was ich mit AHMAZ andeuten möchte - wider:

    Komplex, vielleicht nicht gewaltsam zusammengebracht, aber von undurchschaubaren Gesetzmässigkeiten durchzogen, bürokratisch überreguliert, von der Wissenschaft in unsortierten, unorganisierten Einzelwissenschaften und -studien erfasst, von Kriegen, Hungersnöten, Naturkatasrophen beherrscht.....

    Wohlstand/Wohlergehen und unvorstellbare Qualen existieren nebeneinander. Moderne Wirtschaft, Globalisierung,Technisierung und eine unüberschaubare Informationsflut, steht primitiven, armen und von vielen Nöten /Ausbeutungen geprägten Lebenswelten gegenüber.....

    Eigentlich ist das Bild noch klar und überschaubar, wenngleich es "merkwürdige" Interdependenzen andeutet und Grenzen verschwimmen lässt.....

  25. Herbert Falk Bild statt Wort
    23.05.2008 | 00:06
  26. SteffenGustav@aol.com AHMAZ
    24.05.2008 | 15:35

    AHMAZ

    Jeder sieht das Bild anders, ich so:

    Fraktale Geometrie (Wolken, Berge) durchdrungen von Wellen in Kreisformen,
    alles in bilateraler Symmetrie, darin sehe ich die (mathematischen) Bauprinzipien der Natur.
    Mitten drin der handelnde Mensch, Häuslebauer, Künstler, - ein bischen wie ein Fremdkörper, was doch eigentlich gemäß AHMAZ gar nicht möglich sein sollte.

    Grüße an alle zusammen
    Steffen Rehm

  27. 26.05.2008 | 09:21

    Sowohl Als Auch.

    Alles was (uns)(noch) "stört" (also momentan nicht vollständig fassbar erscheint), können wir (als Kunstgriff?) auf spiritueller Ebene betrachten: wir sind spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen machen und wir sind menschliche Wesen, die spirituelle Erfahrungen machen. So komme ich auf jeden Fall w e i t e r.

    Gruezi mitenand, A.

  28. Monika Armand Rückmeldung nach Abwesenheit ;-)
    28.05.2008 | 17:34

    So nun bin ich wieder "online" und kann auf Ihre letzten Beiträge eingehen:

    @ Herbert Falk
    Cosmic Collisions Galore

    Lieber Herr Falk, interessante Bilder, da fände ich es noch wissenswert, warum Sie gerade diese als Assoziation zum obigen Bild ausgewählt haben? Vielleicht liegt es an meinem Fachbereich, dass hier meine telepatischen Fähigkeiten nicht ausreichen....und ich daher eine solche Frage an Sie richten muss ;-)) Ich bin auf Ihre Antwort gespannt!

    @ Steffen Rehm
    Mitten drin der handelnde Mensch, Häuslebauer, Künstler, - ein bischen wie ein Fremdkörper, was doch eigentlich gemäß AHMAZ gar nicht möglich sein sollte.
    Hmm, warum? Leider kann ich diesen Gedankengang nicht nachvollziehen? Ich habe hier die Komplexitätsforschung im Hinterkopf, welche sich ja wiederum mathematischer Methoden bedient und damit wäre der handelnde Mensch doch wieder irgendwie im System, oder nicht??
    Sie hatten vermutlich dabei etwas ganz anderes ,eher Gegenteiliges, im Sinn? Lieber Herr Rehm, bin gespannt, was Ihnen dabei durch den Kopf ging......

  29. Steffen Rehm AHMAZ
    29.05.2008 | 10:45

    Liebe Monika Armand,

    ich bin ganz ihrer Meinung, daß der Mensch in die komplex-kosmischen Gesetze eingebettet ist und nicht herausragt, aber er handelt manchmal so (Krieg, Umweltzerstörung, gerade Linien, Kernspaltung usw.) wie ein Fremdkörper an der Natur, und das ist in dem Bild auch enthalten: die Hand mit ihren Erzeugnissen erscheint nicht in Symmetrie, die Eingriffe in die Natur führen zu völlig neuartigen, „unnatürlichen“ Kulturprodukten.
    Wenn Sie wissen wollen, was in meinem Kopf zum Thema AHMAZ und Mensch detailiert abläuft: Auch der Mensch ist geformt nach fraktal-geometrischen Vorschriften, ist bilateral-symmetrisch und funktioniert wellenförmig-rhythmisch, also völlig im AHMAZ.
    Wie er dazu kommt, ständig gegen die Natur zu handeln, ist eine bohrende Frage, auf die wir gern eine Antwort wüßten.
    Das Bild finde ich schön, gut ausgesucht als Anlasser.

    Sonnige Grüße

    Steffen Rehm

  30. Monika Armand Eigene Anteile am "Menschenhandeln" ;-)
    29.05.2008 | 11:55

    @ Steffen Rehm
    hmm...eine sehr schöne Interpretation. Ich denke auch, dass sich die angebliche Überlegenheit des Menschen - sofern man seine Aktivitäten betrachtet - sich oft ins Gegenteil verkehrt.....

    "Wie er dazu kommt, ständig gegen die Natur zu handeln, ist eine bohrende Frage, auf die wir gern eine Antwort wüßten.
    Oh..ich fürchte, da können wir schon bei uns selbst anfangen, oder nicht? Wenn man es genau nimmt, hat jeder von uns doch Anteil an dem was geschieht und zwar sowohl passiv, als auch aktiv. Unsere selektive Wahrnehmung blendet diesen Umstand nur einfach aus.

    Trotz CO2 fahren wir Auto, verschwenden Energie. Wir benutzen Putzmittel, Haarfärbemittel, wir haben Hi-Tech-Geräte im Standby-Modus, Energiefresser,wir fliegen in Urlaub, kaufen Milchprodukte welche tausende Kilometer Fahrt und Umweltverschmutzung hinter sich haben, ruinieren selbst unsere eigene Milchindustrie, kaufen Nokia-Handys trotz menschenverachtender Arbeitnehmerpolitik etc. etc. und so trägt jeder sein Quentchen zur Umweltverschmutzung und chaotischen Verhältnisse bei, "nur" weil er Teilnehmer in diesem absurden System ist...Eigentlich will ich hier nicht politisch werden, die Anmerkung soll auch gar nicht politisch gemeint sein, aber ein Teil der Antwort auf das "warum", sind wir doch selbst, oder nicht?

    "Das Bild finde ich schön, gut ausgesucht als Anlasser." Danke für das Kompliment, bzw. auch Dank an den Künstler dieses Bildes. Eigentlich hat ja Johannes Blomeyer dies erst ermöglicht ;-)

  31. Michael Wald Natur des Menschen
    29.05.2008 | 21:28

    Also wenn man den Menschen als Teil der Natur sieht, ist es eigentlich unlogisch dass der Mensch die Natur zerstört (kann er auch gar nicht).

    Es finden bestenfalls, nein aus unserer Perspektive schlimmstenfalls nicht wünschesnwerte Transformationen innerhalb der Natur statt, welche unter Umständen die Existens unserer Spezies gefährden. Sonst müsste man von der Logik her den Menschen nicht als Teil der Natur sehen. Den Menschen als potenzielle Naturkatastrophe lass ich noch durchgehen ;-). Aber das muss ja nicht so kommen...

  32. Monika Armand Offene Fragen ;-)
    29.05.2008 | 21:55

    @ Michael Wald
    "Also wenn man den Menschen als Teil der Natur sieht, ist es eigentlich unlogisch dass der Mensch die Natur zerstört (kann er auch gar nicht)."

    Ja, ich denke auch, das das unlogisch ist. Insofern sind wir ja nicht unbedingt logisch Handelnde, sondern m.E. "psycho"-logisch Handelnde, d.h. viele Handlungsweisen werden unüberlegt vollzogen, als Ergebnis unserer "Anpassung" (resp. Sozialisation) an die Gesellschaft....

    Was meinen Sie in diesem Zusammenhang mit "kann er nicht"?

    "Den Menschen als potenzielle Naturkatastrophe lass ich noch durchgehen ;-). Aber das muss ja nicht so kommen..." Hier habe ich auch noch etwas Erklärungsbedarf ;-)

  33. Michael Wald Kunst, Kultur und Natur
    29.05.2008 | 23:13

    "Also wenn man den Menschen als Teil der Natur sieht, ist es eigentlich unlogisch dass der Mensch die Natur zerstört (kann er auch gar nicht)."

    Ich hätte vielleicht besser schreiben sollen:
    "Also wenn man den Menschen als Teil der Natur sieht, ist es eigentlich unlogisch zu behaupten dass der Mensch die Natur zerstört (kann er auch gar nicht)."

    Ein Teil von etwas würde das etwas (hier Natur) zerstören. Dann würde das etwas nicht mehr existieren, also es gäbe keine Natur mehr. Das ist allerdings höchst unwahrscheinlich, es würde bloß eine Transformation der Natur stattfinden (es sei denn, die ganze Erde oder besser noch das ganze Universum wäre weg). Wenn unser Planet Erde nicht mehr für den Menschen lebenswert wäre, würde das bedeuten, es gäbe keine Natur mehr? Vielleicht eine Frage was man unter Natur versteht! Traditionell sagt man ja, Kultur sei das gegenteil von Natur. Ist ein Ameisenhaufen Natur oder Kultur?

  34. Herbert Falk @Monika Armand
    29.05.2008 | 23:32

    Warum die Bilder "Cosmic Collisions"? Sie wirken wie die Tafeln von Chartres.

    So sehe ich nun auch das Bild mit anderen Augen. Es hat Ähnlichkeit mit "unser Oma klein Häusken" ;-) Habe es schon vergrößert um den Gartenzwerg zu finden - bisher Fehlanzeige. So wird einem eben nach gewisser Zeit Ungewöhnliches vertraut.

    Was die telepathischen Fähigkeiten anbelangt - Stephan Schleim bietet momentan einen Crashkurs mit einem begleitenden Buch ;-)

  35. Monika Armand Natur oder Kultur
    30.05.2008 | 14:43

    @ Michael Wald
    Natur oder Kultur
    Ihre Überlegungen und das zugehörige Link sind für mich im Moment wie das Schneeglöckchen im Bild ;-). Für mich entsteht dadurch ein Fokus auf die Frage, wie sehr wir (damit meine ich Spezies "Mensch") "nur" an der Oberfläche kratzen. Die im Link kindgerecht und sehr tiefgründig aufgeworfene Fragestellung, was denn nun "Natur" sei, gefällt mir sehr. Vielleicht würde manche Umweltdebatte etwas anders ausfallen, wenn diese Form der (Selbst-) Reflexion, quasi als begleitender "Kontrabass" immer mit angesprochen werden würde.

    Angesichts Ihrer Ausführungen stellt sich mir die Frage, ob die oft emotional distanzierte "Problembearbeitung" echte Änderungen eher verhindert?......

  36. Gomulke Bild ins Hirn
    31.05.2008 | 20:15

    Guten Abend!

    Ich sehe auf dem Bild nur Gegenstände und Beziehungen zwischen Gegenständen, die so in der alltagsüblichen Erlebnisphysik nicht funktionieren. Vielleicht liegt es an der von mir als "insgesamt friedvoll" empfundenen Atmosphäre des Bildes, dass nichts in mir rebelliert.

    Spontan assoziert sich nix! Die Analyse zergliedert das Motiv in Einzelheiten und es formuliert sich in meinen Gedanken aus, was in meinem Kopf drin ist - Hoffentlich...

    Ein fällt mir, weil kunstinteressiert, mässig bis durchschnittlich gebildet und noch immer neugierig, "Diese Pfeife ist keine Pfeife", wars das? jedenfalls Magritte.

    Den dunklen 5Uhr-Tee, das Pferd auf dem Flur und andere hole-istic Thriller mag ich noch immer und AHMAZ ist doch eigentlich nicht unbedingt sooo neu, oder?

    In der Schule gab es mal eine Shortstory "Sole Solution" und 30 Jahre später vermute ich mal, dass schon ziemlich viel von dem, was man zu den Themen überhaupt denken und schreiben kann, gedacht und geschrieben worden ist - nur noch nicht von jedem. Wobei: der letzte Halbsatz passt jetzt nur über einen Holperdraht dazu.

    Ich bin immer noch erkenntnistheoretisch eingesargt und zugenagelt / vernagelt von dem was in mir drin ist. Und das ist immer noch zu einem Großteil konform zu dem, was der Mainstream in meinem Kulturkreis an konventioneller Übereinstimmung zu den Fragen der 5 großen "W", wer (bin ich), was (tue ich hier - eigentlich), warum, wie und mit wem in seiner unendlichen Güte und Schwarmintelligenz transpiriert und bebrütet.

    Von den Myriaden mehrdimensionaler Mosaiksteinchen, die dann in Gänze - super-holistically - so to say - mein Weltbild, mein Paradigma ausmachen, verändern sich laufend welche - in atemberaubendem Tempo.

    Das ist spannend, aber ob sich etwas daran ändert, dass Wissenschaft immer den letzten Stand des Irrtums darstellt...

    Da will mir doch ein Gänseblümchen scheinen.

    Unten aus der Küche riecht das Backhuhn, es regnet mal gerade nicht und morgen ist Ausschlafen.

    Gute Nacht

    Gomulke

    *you can wotch a lot, just by sittin` an`lookin`* - yogi berra

  37. Steffen rehm Gomulke
    31.05.2008 | 23:13

    „Von den Myriaden mehrdimensionaler Mosaiksteinchen, die dann in Gänze - super-holistically - so to say - mein Weltbild, mein Paradigma ausmachen, verändern sich laufend welche - in atemberaubendem Tempo“.

    „Ahmaz- gilt auch für unseren Sprachschatz“, würde Wilhelm von Humbold
    heute dazu bloggen; vor 200 Jahren schrieb er:
    “Man kann die Sprache mit einem ungeheuren Gewebe vergleichen, in dem jeder Theil mit dem andern, und alle mit dem Ganzen in mehr oder weniger deutlich erkennbarem Zusammenhang stehen. Der Mensch berührt im Sprechen, von welchen Beziehungen man ausgehen mag, immer nur einen abgesonderten Theil dieses Gewebes, thut dies aber instinctmäßig immer dergestalt, als wären ihm zugleich alle, mit welchen jener einzelne nothwendig in Übereinstimmung stehen muß, im gleichen Augenblick gegenwärtig“ (III:446).

    Ich will damit sagen: der Mensch hat nicht nur die geschickte Hand sondern auch das höchstentwickelte Gehirn, in dem der ganzheitliche Zusammenhang seines „Weltbildes“ zur sprachlichen Darstellung gelangt.

    Wir weben hier auch ein wenig in diesem „ungeheuren Gewebe“ aus Sprache und versuchen damit das Ganze und unsere Stellung darin zu bestimmen, wie es von dem Bild thematisch vorgegeben wurde. Das Wichtigste nicht zu vergessen:
    Es soll Spaß machen!. Weiter so!

    Steffen Rehm

  38. marco Autokorrektur
    31.05.2008 | 23:53

    > AHMAZ
    Wird in meinem Kopf immer zu HAMAZ "korrigiert"..

    > Alles hängt mit allem zusammen
    Hört sich sehr Buddhistisch an. ^^

    > Das Bild "Eine kleine Welt"
    Sieht nett aus, verstehen tue ich es nicht. Symbolisch gibt es zwar was her, Träume sind mir da aber lieber..

  39. gomulke von Humboldt war schon ne Topgun, oder?,
    01.06.2008 | 09:26

    Gewebe hin, Gewebe her, mir ist öfters so, als wäre das Bewusstsein, bemerkbar vermittels der Sprache - wenn man denn das Glück hat...- vergleichbar dem Strahl einer Taschenlampe, gehalten in die unendliche Nacht, und was wir bemerken sind die Fissel und Flusen der Wirklichkeit, die da so angeglimmt werden in ganz unserer unmittelbaren Nähe.

    Und - mit Verlaub und allem nötigen Respekt - das mit dem höchstentwickelten Gehirn - abgesehen vom materialistischen Geschmäckle dieses Gedankensplitters - funktioniert auch nur unter der stillschweigenden Prämisse, dass eben dieses höchstentwickelte Gehirn nicht so ganz zufällig in der Falle baumelt, oberhalb seiner Entwicklungsstufe schlicht blind zu sein und schon deshalb überhaupt nicht in der Lage zu sein auch nur ansatzweise mitzubekommen, wieviele höher entwickelte Gehirne es gibt...

    :o))

    Aber, so für das erforderliche Quantum täglicher Mindestmotivation um aus dem Bett zu kommen, ist es sicherlich ganz hilfreich, wenn man so ein klitze-kleines Vorurteil morgens beim Aufwachen auf seiner Bettkante findet.

    Andererseits gebe ich gerne mit großer Freude zu, die Erfahrung des von von Humboldt geäußerten Gefühls der intuitiven Verbundenheit mit Allem - sozusagen den großen A-H-MAZ -, in unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Ausprägungen erlebt zu haben.

    Die hätt` er aber wohl nicht messen können, unser kleiner Bildungsmaniac, vor 200 Jahren...

    gomulke

    *you can wotch a lot just by sittin an observin* - yogi berra

  40. Steffen Rehm Taschenlampe
    02.06.2008 | 13:17

    Schöne Metapher, so eine Taschenlampe, ---ist in totaler Finsternis doch etwas ungemein Wertvolles, auch wenn sie nur die nahe Umgebung beleuchtet; immerhin so hell, daß jeder Fizzel erkannt werden kann, das reicht mir völlig zur Orientierung und ist ein großer Vorteil gegenüber Lebewesen, die so etwas nicht haben.
    Wenn irgendwo im Universum andere Wesen mit Superscheinwerfern existieren, muß ich mit meiner Funzel nicht unzufrieden sein, denn für mein kleines Umfeld reicht sie und die grellen Superleuchten würden hier auf der Erde den Menschen nichts nutzen, wohl eher Schaden anrichten.
    So brauche ich kein Vorurteil, um morgens vergnügt aufzustehen, bei dem Wetter leuchte die Birne um sechs schon prächtig.

    Steffen Rehm

  41. BlauBeer Fissel, Fussel, Fitzelchen
    02.06.2008 | 13:41

    Jo mei, wer wird denn do grad in dr Luft ganga?

    Ihhs doch egal. Oob miht Funzel, Großfunzel odr ohne Funzel, denn es heißt: "Ich bin bei Euch, jeden Tag und jede Stunde und das bis ans Ende der Welt!" (Mt. 28,20)

    Und der wär auch das Licht der Welt, also, glauben verleiht Fl---noah, dos war a andra Texscht.

    Und imma ufd Flusn up dr Bettkanta uffpassah,ä!

    Cpt. BlauBeer, schweizerische Gebirgsmarine

  42. Monika Armand "Wissenschaft" letzter Stand des Irrtums
    03.06.2008 | 15:59

    @ Gomulke
    "AHMAZ ist doch eigentlich nicht unbedingt sooo neu, oder?"
    Oh ja, da gebe ich Ihnen recht. Eigentlich sollte das Denken an "AHMAZ" - wenigstens für Wissenschaftler - ein wichtiger Grundsatz sein. Die Umsetzung allerdings ist leichter gesagt, als getan ;-)

    "Ich bin immer noch erkenntnistheoretisch eingesargt und zugenagelt / vernagelt von dem was in mir drin ist."
    Sind wir das nicht alle? Ich glaube, gerade dieses Problem lässt sich nur ein wenig "lockern", z.B.:

    * a) durch Interdisziplinarität
    * b) durch den Erhalt der eigenen Kritikfähigkeit
    * c) durch ständige Weiterbildung
    * d) durch technisch gestützte Wissensvernetzungen

    "Von den Myriaden mehrdimensionaler Mosaiksteinchen, die dann in Gänze - super-holistically - so to say - mein Weltbild, mein Paradigma ausmachen, verändern sich laufend welche - in atemberaubendem Tempo.
    Das ist spannend, aber ob sich etwas daran ändert, dass Wissenschaft immer den letzten Stand des Irrtums darstellt..."

    Um Ihre Veränderungen in atemberaubenden Tempo beneide ich Sie ein wenig. Bei mir geht das nur schrittweise ;-)

    Ich fürchte, in Ihrer Feststellung, "dass Wissenschaft immer den letzten Stand des Irrtums darstellt..." steckt das größte Problem der Wissenschaften. Wohl kann man nur versuchen den "Irrtum" so klein wie möglich zu halten...

    P.S.: Ich würde mich bei einem weiteren Beitrag von Ihnen sehr freuen, wenn Sie Ihren echten Namen verwenden würden. Es ist doch schade, wenn AHMAZ-Mitautoren mit so wertvollen Beiträgen namentlich unbekannt bleiben.

  43. Monika Armand HAMAZ ?
    03.06.2008 | 16:18

    @ marco
    AHMAZ - Wird in meinem Kopf immer zu HAMAZ "korrigiert"..
    ..und was bedeutet HAMAZ für Sie?

    " Alles hängt mit allem zusammen
    Hört sich sehr Buddhistisch an."

    Leider kenne ich mich im Buddhismus zu wenig aus. Ich weiß nur, dass es dort verschiedene Anschauungen und Weltvorstellungen geben soll. Mich würde interessieren, welche Beziehungen zwischen AHMAZ und Buddhismus Sie herstellen würden?....

    Zum Bild: kann man es überhaupt "verstehen"? In mir weckt es Assoziationen und bei Ihnen durchaus doch auch, oder nicht?

  44. Monika Armand @ Steffen Rehm - Humboldt
    03.06.2008 | 16:31

    Ich will damit sagen: der Mensch hat nicht nur die geschickte Hand sondern auch das höchstentwickelte Gehirn, in dem der ganzheitliche Zusammenhang seines „Weltbildes“ zur sprachlichen Darstellung gelangt.

    Wenn ich das Zitat von Humboldt richtig verstanden habe, zeigt er sich doch etwas bescheidener?
    Geht er nicht davon aus, dass nur ein "Teil" überhaupt aufgenommen wird, resp. aufgenommen werden kann:
    "...Der Mensch berührt im Sprechen, von welchen Beziehungen man ausgehen mag, immer nur einen abgesonderten Theil dieses Gewebes, thut dies aber instinctmäßig immer dergestalt, als wären ihm zugleich alle, mit welchen jener einzelne nothwendig in Übereinstimmung stehen muß, im gleichen Augenblick gegenwärtig“ (III:446)."

    Ich teile hier die Gedanken von "Gomulke":
    "..[..]..eben dieses höchstentwickelte Gehirn nicht so ganz zufällig in der Falle baumelt, oberhalb seiner Entwicklungsstufe schlicht blind zu sein und schon deshalb überhaupt nicht in der Lage zu sein auch nur ansatzweise mitzubekommen, wieviele höher entwickelte Gehirne es gibt..."

    Ich denke, diese Gedanken hier berühren Dimensionen der "Täuschungen", wie ich sie in meinem folgenden AHMAZ-Beitrag angesprochen habe ;-)

  45. go-mulke Der Wunsch als Vater des Gedankens
    04.06.2008 | 21:11

    04.06.2008 Mittwoch 20.00 h
    Es hat angefangen zu regnen. Die Schwüle ist weg, frischer Wind. Alle Fenster offen im Haus.

    Ad1: Mit Gomulke müssen wir alle leben, selbst ich. Es wird stärker und stärker - schon die Grenzen der Feinstofflichkeit überschreitend - und ich bin nicht ausreichend schizophob, den Anforderungen des Zeitgeistes und des Selbstschutzes meine Aufmerksamkeiten zu verweigern.

    Kratz-Knicks-Fuß

    Dabei ist mir auch nicht ansatzweise fronkenstienerisch zumute – auch wenn das Wetter stimmt.

    Aber wir haben ja alle noch nicht vergessen, was der armen chinesischen Schülerin geschah, die im Netz, dem chinesischen, eine pro-westliche Kritik äußerte (Fackellauf/Tibet vor Erdbeben-Gegrummel) und die Hetzjagd, der man das „H“ durch ein „N“ ersetzte, ist ja ein derartig neues Phänomen… – ich sehe wieder einige von diesen Mosaik-Steinchen klappern, den mehrdimensionalen, so schnell klappern, wie wir es von dieser – ich weiß nicht genau – 35stelligen (?) Schuldenuhr kennen, die uns mahnt, darüber nachzudenken, ob denn mit dieser Demokratie dann vielleicht doch schon aller Tage Abend sein soll.

    Mal ganz abgesehen davon, dass der Künstlername gute Tradition ist und selbst in diesen schnellllen Tagen noch nicht übler Beleumundung anheim gefallen ...

    Ja genau, das rasende Geklapper der Myriaden, um mal bei den neuen Phänomenen zu bleiben, ist, jedenfalls nach meiner bescheidenen Fuxenmeinung, bei mir die direkte Folge einiger Jahrzehnte von Lockerungsübungen zu

    * a) durch Interdisziplinarität
    * b) durch den Erhalt der eigenen Kritikfähigkeit
    * c) durch ständige Weiterbildung
    * d) durch technisch gestützte Wissensvernetzungen

    Allerdings, wie ich zugeben muss, beschränkt auf die Schauplätze Physik, Biologie, Religion, Philosophie, ein wenig Politik, ein wenig Kunst, ein wenig Kultur (so mit Soziologie und Psychologie), ein wenig Wirtschaft, Geschichte, Marketing und einiger auch nur mässig spannender artverwandter respektive angrenzender Tummelplätze menschlichen Geistes.

    Eigentlich wollte ich ja Geologe werden, oder zumindest Meeresbiologe, aber lassen wir das.

    Sie sehen, meine Teuerste, nicht ganz unwichtig dürfte es möglicherweise sein, ein wenig Ge-duuu-ld zu üben, nebst einem Schuss Sturköpfigkeit, wenn man nett ist auch Beharrungsvermögen genannt, gepaart, wie soll man es nennen, vielleicht mit dem Glück, sich über längere Zeiträume immer und immer wieder für diese Themenkreise zu interessieren und über die Zeit dann durch sie hindurch zu mäandern.

    Das muss aber nicht heißen, nur das, nur dieser Weg, führe zum Ziel, die Myriaden bei ihren schwirrenden Tänzchen beobachten zu können. Mitnichten.

    Der gute Matthias Schreiber legt vor, ein SPIEGEL-Buch, „Was von uns bleibt“, nachdem der SPIEGEL, wohl 50 Jahre lang, Untersuchungen zum Thema „Seele“ gemieden hat, wie, ja man muss wohl sagen, wie der Teufel das Weihwasser. Das Bändchen, mit ein wenig Musse an einem der kommenden – fronkenstientauglichen – Wochenenden zu ventilieren hat mir gezeigt, das ich es noch immer nicht geschafft habe, die besten Bücher zu finden, die mir die Themen meines Interesses erklären, sonst hätte ich das Büchlein schon vor vielen Jahren gefunden – man möge mir den nicht singulär-kausalitäts-tauglichen Gedankenausrutscher nachsehn.

    Und während ich gestern noch schreiben wollte, man könne ja auch anders an die Schnelligkeit der Myriaden herankommen, denn schließlich schiene mir das Leben sich selber dadurch zu erforschen, dass es auf alle nur denkbaren Wege mit unterschiedlichen Bewusstseinstrahlen diesen dunklen Raum des Nicht-Wissens um uns herum erhelle und sich eben auch gerade daran zu erfreuen, so dass es ja ein Schades wäre, würden zwei Existenzen auf gleiche Art und Weise zum Ziel kommen, gar vielleicht Verschwendung von Überfluss-Möglichkeiten, und während ich überlege, ob ich denn dann anschließen soll mit der Metapher, alle diese Bewusstseinstrahlen, wären ja wie kleine Funzeln in der Finsternis, aber gäben dann, wenn man sie zusammen sieht in Zeit und Raum, ein wohliges Geflacker, einen heimeligen Diskothekenhintergrund…haben mich diese Myriaden schon wieder überholt und ich lese, auf dem Fahrrad in der Muckibude auf den Seiten 64 bis 74, genau so etwas hätten sich schon weit bekanntere Leute als ich gedacht – zum Teil schon vor Tausenden von Jahren.

    Denn Schreiber schreibt von den Ideen der Menschen über die Seele in 2 x 8 Kapiteln beginnend vor so 5000 Jahren - pi mal Daumen – und arbeitet sich dann durch die Weltgeschichte vor bis in die Gegenwart.

    Und damit

    Ad2: schreibt Schreiber über etwas, was bei dem ganzen Messen und Wiegen der Aufklärung sich dem Messen und Wiegen der Aufklärung entzogen hat

    Ad3: und zudem sich dann herausstellt, dass die Wissenschaft als letzter Stand des Irrtums wohl auch etwas mit der Kybernetik hat, gemeint, dieser Irrtum ist systemimmanent, die Wissenschaft kann da gar nichts zu.

    Das stimmt einerseits froh, andererseits fehlt einem so ein Schuldiger ja dann doch – daher auch die Wut der Juristen, über Positionen von Hirnforschern, die sagen, freier Wille is nich – schon klappern die Myriaden im Hintergrund wieder bedrohlich – klapperschlangengleich.

    Ich aber kann mich erinnern, dass ich schon vor zwanzig Jahren gesagt habe, die Konstruktion des Vorsatzes und die Anhängsel von Schuld und Sühne wären lebensfremd und auch nicht wissenschaftlich up-to-date.

    Aber: WER es mir dann erklärt hat, dabei schon sozusagen den ganzen Rechtskram en passant gleich mit, war der von mir noch immer hoch geschätzte Prof. Frithjof Haft. Der hat nämlich gesagt, es käme doch nur darauf an, dass das System stimmig wäre – egal, welches System man hätte.

    Da hat es bei mir „klick“ gemacht

    Und? Welcherlei Gewebe habe ich jetzt alles berührt? Mit meinem Sprechen?

    Und was war noch?

    SIMSALABIMM: STERNENHIMMEL

    gomulke

    *you can sit a long long time, wotchin and observin* - yogi berra

szmtag